Eine Ehemalige Anhängerin des New Age

Fabienne Guerrero – Zeugnis

Eine Ehemalige Anhängerin des New Age

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> Literatur von Fabienne Guerrero

Fabienne Guerrero ist am 14. April 1964 in Béziers (Frankreich) in einer christlichen Familie geboren. Seit 1996 empfängt sie Lehren von Jesus und Maria, die ihrer eigenen Umkehr dienen, sowie dazu, sie in der Evangelisierung, vor allem im Milieu des New Age, auszubilden.

Fabienne, waren Sie in Ihrer Kindheit gläubig?
Ja. Meine Eltern haben mich wenige Tage nach meiner Geburt, am 3. Mai 1964 taufen lassen. Meine Mutter ist sehr fromm und meine Schwester und ich sind jeden Sonntag mit ihr in die Kirche gegangen. Mein Vater praktizierte seinen Glauben damals nicht. Aber jetzt geht er jeden Sonntag in die Messe. Ich bin in den Religionsunterricht gegangen und habe die erste heilige Kommunion empfangen. Meine Mutter hatte mich gelehrt, jeden Abend vor dem Einschlafen zu beten.

Haben Sie gearbeitet, bevor Sie vom Herrn Jesus ausgesandt wurden?
Ja. Ich habe zunächst eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin gemacht, dann habe ich zwei Jahre Jura studiert. Daraufhin habe ich sehr viel in der Werbung und im internationalen Handel gearbeitet, aber im Grund meines Herzens fehlte mir eine Arbeit mit humanitärer Zielsetzung. Und als ich 33 Jahre alt war, holte Jesus mich aus meinem tiefen Elend, indem er mich fragte, ob ich daraus befreit werden wollte. Ich meditierte gerade in meinem Bett, als ich plötzlich im Geist den Herrn Jesus sah, der zu meiner Seele kam und mich einfach fragte, ob ich befreit werden wollte, das heißt ob ich von allen meinen Sünden loskommen wollte, um wieder heil zu werden.

Haben Sie von Ihrer Jugend an bis zum Erwachsenenalter den Glauben bewahrt?
Leider nein. Mit 15 Jahren lebte ich bereits außerhalb der Kirche ohne alle Sakramente. Ich lernte Karten legen, machte mich mit der Numerologie vertraut und befragte Seher und Astrologen. Ich lebte ständig in der Angst vor der Zukunft. Im Alter von 22 Jahren bin ich einem jungen Mann begegnet und habe fünf Jahre in wilder Ehe mit ihm gelebt. Dann haben wir uns getrennt. Ich wusste damals nicht, dass ich in der Todsünde lebte.
Nach dieser Trennung führte ich ein vollkommen ausschweifendes Leben. Ich hatte viele Freunde, rauchte Drogen, und verbrachte viele Nächte in Diskos. In dieser Zeit großer innerer Verzweiflung lernte ich im Alter von 30 Jahren einen Mann kennen, der kirchlich verheiratet war. Seine Frau hatte ihn sieben Jahre zuvor wegen eines anderen Mannes verlassen. Wir waren zwei Jahre lang ein Paar und haben dann beschlossen zusammenzuziehen. Dann hat er die Scheidung eingereicht, die seine Frau von ihm verlangte, und wir konnten uns zwei Jahre später bürgerlich trauen lassen. Während dieser Zeit beschäftigte ich mich ausführlich mit der Esoterik und dem Spiritismus und ließ mich voll und ganz auf das New Age ein.
Gleich als ich bürgerlich verheiratet war, kam Jesus und bat mich, wie Schwester und Bruder zu leben und in einem anderen Zimmer zu schlafen: Ich lag einfach im Ehebett als Jesus in mein Zimmer eintrat. Mit großer Kraft fühlte ich mich in das angrenzende Zimmer geschoben und Jesus hat mir gesagt: «Gehorche mir. Ich verlange Sühne.»
Jesus hat mir gesagt, dass meine Sünde des Ehebruchs ihn verletzt hatte. So habe ich gehorcht. Ich habe einen Priester um Rat gefragt, der mir bestätigt hat, dass ich im Ehebruch, also in der Todsünde lebte. Er hat mich gebeten zu beichten und enthaltsam zu leben, um meine Seele zu retten. Wenn wir nicht wie Bruder und Schwester leben würden, könnte ich nicht mehr zur Beichte gehen und das Sakrament der Kommunion nicht mehr empfangen.
Dieser Priester hat mich einige Zeit lang begleitet und mir im Lauf meines Weges mit ihm erklärt, dass die wiederverheirateten Geschiedenen ohne Kinder sich trennen sollten, weil es die bürgerliche Ehe in den Augen Gottes nicht gibt. Da fragte ich ihn: «Und was ist mit den wiederverheirateten Geschiedenen, die Kinder haben?» Und er hat mir geantwortet, dass sie in der Enthaltsamkeit leben müssen, um ihre Seele zu retten.
Für mich war es schwer, das Haus zu verlassen, in dem ich bürgerlich verheiratet war, umso mehr als ich die Kinder meines Mannes erzog. Ich fühlte mich wohl in diesem Haus, in dem ich wie Bruder und Schwester mit meinem Mann lebte, es war angenehm und ich wollte dieses Zuhause nicht verlassen. Ich erinnere mich, dass Jesus mir damals gesagt hat, dass eine heuchlerische Seele nicht mehr vorankommen könne. So habe ich beschlossen, mich scheiden zu lassen und bin gegangen, um dem Herrn Jesus in seinen Geboten zu folgen. Ich muss gestehen, dass ich an den Vatikan geschrieben habe, bevor ich gegangen bin, um in Erfahrung zu bringen, ob es die Möglichkeit gebe, die Nichtigkeitserklärung der kirchlichen Eheschließung meines Mannes zu erlangen, so dass ich ihn kirchlich heiraten könnte. Doch der Vatikan hat mir sehr schnell geantwortet, dass es für eine Nichtigkeitserklärung einen wirklichen und ernsthaften Grund geben müsse. So habe ich demütig eingestanden, dass ich den Herrn verraten hatte, der mich bat, auf Sein Wort zu hören, Seine Gebote zu halten und Seinen Sabbat zu achten.

Sie geben Zeugnis davon, dass Sie früher eine Anhängerin des New Age waren?
Ja. Ich habe mich lange mit der Esoterik beschäftigt, als ich zum Orden der Rosenkreuzer AMORC (Antiquus Mysticusque Ordo Rosae Crucis) gehörte. Dieser Orden ist im Bericht über die Sekten Nr. 1687 (10. Juni 1999, Frankreich) erwähnt.
Nach langen Monaten in diesem Orden habe ich nach einer Wallfahrt nach Medjugorje beschlossen, ihn zu verlassen. Als ich den Kreuzweg betete, dachte ich an den Rosenkreuzerorden AMORC und die Heilige Jungfrau hat mir gesagt: «Das ist eine Sekte.»
Ich habe einfach dem Großmeister des Ordens geschrieben und ihm gesagt, dass ich den AMORC verlassen, um in die römisch katholische Kirche zurückzukehren, umso mehr als ich mir der Unverträglichkeit ihrer Lehre mit der katholischen Lehre bewusst geworden sei. Ich lebte in einer vollkommenen Lüge. Während ich aus der Kirche zurückkam und innerlich traurig war, hat Jesus mir gesagt, dass meine Seele verloren sei, aber dass seine heiligen Wunden mich retten würden. In Wirklichkeit hat er mir erklärt, dass er gekommen sei, um mich zu retten, und dass mir nicht bewusst war, dass meine Seele verloren sei, bevor er zu mir gekommen war.

Treibt das New Age sie noch um?
Ja, weil viele meiner ehemaligen Freunde immer noch da drin sind. Und ich leide wie Jesus leidet, solange sie nicht zur Einheit mit der Kirche zurückkehren. Das New Age wird mich so lange umtreiben, wie es noch eine Seele gibt, die dazu gehört und die es noch zu retten gibt.
Was mich freut ist, dass manche Seelen, denen ich begegne, das New Age verlassen und zu Jesus zurückkehren. Sie haben begriffen, dass man sich entscheiden muss zwischen Jesus und dem New Age – hinter dem sich immer Satan verbirgt.

Haben Sie etwas anderes kennen gelernt als das AMORC?
Ja. Vor ein paar Jahren bin ich in ein spiritistisches Zentrum in Marseille eingetreten, und wir versammelten uns jeden Mittwochabend, um Geister anzurufen. Doch ich wusste nicht, dass all die anwesenden Geister Dämonen waren. Ich dachte, dass ich mit meinen Verstorbenen oder mit umherirrenden Seelen zu tun hätte.

In Ihren Vorträgen sagen Sie, dass sie wegen der Öffnung der Chakras1 viel zu leiden hatten.
In der Tat. Der Guru des spiritistischen Zentrums hat mir eines Tages vorgeschlagen, meine Chakras zu öffnen, und ich habe leider ja gesagt. Ich dachte, dass er mich von meinen früheren Leben befreien würde. Ich wusste nicht, dass die Reinkarnation eine satanische Lüge ist.

Wie ist die Öffnung der Chakras vor sich gegangen?
Der Guru hat seine Hände auf meine energetischen Zentren gelegt und hat geöffnet, was man das «dritte Auge» und das Chakra des Herzens nennt, und zu meinem Unglück hat sich die Kundalini2 erhoben und mehrere Monate lang wäre ich fast gestorben. Um damit fertig zu werden, musste ich mich dem Unbefleckten Herzens Mariens weihen und fünf Mal das Sakrament der Krankensalbung empfangen, denn ich befand mich mehrmals körperlich im Todeskampf. Doch Jesus und Maria waren immer da und kamen mir zu Hilfe und segneten mich. Wie Sie sehen, habe ich viel durchgemacht…

Dann wollten Sie in einen Orden eintreten?
Ja. Aber der Plan des Herrn sah ganz anders aus. Bei einer Kommunion nachdem ich meinen Mann verlassen hatte, sagte mir Jesus mit sehr lauter Stimme: «Ich will, dass du mir in der Welt dienst.» Doch da ich sehr dickköpfig war, habe ich die Bitte Jesu nicht sofort befolgt und bin bei den Klarissinnen eingetreten. Eineinhalb Jahre lang habe ich mein Postulat gemacht. Das hat mir erlaubt, mich innerlich wieder aufzubauen und meinen Glauben zu vertiefen. Nach und nach hat der Herr mich gebeten, sehr gehorsam zu sein, denn ich war ausgesprochen aufsässig. Er hat mich gebeten, mich allem unterzuordnen, worum die Kirche mich bittet, und deshalb habe ich einen Seelenführer, der mich bei der Evangelisierung intensiv begleitet und alle meine Schriften prüft.

Was ist nach dieser Zeit des Ordenslebens aus Ihnen geworden?
Nach dem Postulat im Ordensleben wollte ich Jesus gehorchen, der mich bat, von seiner Barmherzigkeit in der Welt Zeugnis zu geben. Als ich bei meinem Seelenführer ankam, hat Jesus mir einfach gesagt: «Gib Zeugnis von meiner Barmherzigkeit.» Das bedeutete einfach: Gib Zeugnis von meiner Vergebung deiner zahlreichen Sünden. Das heißt: Sprich über meine Güte den großen Sündern gegenüber.

Warum dieses Zeugnis der Barmherzigkeit?
Weil Jesus die ganze Armseligkeit offenbart hat, die ich bin. Er hat mich aus allen Todsünden herausgeholt. Immer hat er mich beruhigt und mir gesagt, dass er mich heilen würde, dass seine heiligen Wunden mich retten würden. Jesus hat die Verzweiflung meiner Seele gefühlt und musste mir bezüglich meines ewigen Heils Gewissheit geben, denn ich zweifelte an meinem Heil. Ich dachte, dass ich verdammt sei, umso mehr als der Dämon mir das weismachte. Er stürzte mich in Angst. Doch Jesus hat mich gewarnt und gesagt, dass der Teufel mich in der Angst einschließen will, das heißt dass er mir das Vertrauen zur unendlichen Barmherzigkeit des Herrn Jesus nehmen will.
Jesus hat mich gebeten, Buße zu tun, ihm zu gehorchen und ihn nicht mehr zu verraten.
Buße, weil ich mich oft mit meinem Mann stritt, der nicht akzeptieren wollte, wie Bruder und Schwester zu leben. Da er diese Situation nur erduldete, ohne sich dafür entschieden zu haben, wurde er unerträglich und die Kinder litten darunter. Da sagte der Herr mir auf einem ziemlich strengen Ton: «Tu Buße!» In Wirklichkeit musste ich Buße tun, weil ich ihn mit meiner Sünde des Ehebruchs verletzt hatte. Die Kinder litten unter dieser Situation und weinten, und deshalb hatte ich die Last der Sünde zu tragen, denn vor Gott war ich für diese Ehe verantwortlich.
Gehorchen bedeutet das sechste Gebot befolgen: «Du sollst die Ehe nicht brechen.»
Ihn nicht mehr verraten: Eines Tages betete ich und dachte an meine frühere Beschäftigung mit dem New Age, und ich dachte auch an meine Sünde des Ehebruchs. Da sagte mir Jesus mit lauter Stimme: «Verrate mich nicht mehr.» Das bedeutete: Bleib der Kirche treu und sündige nicht mehr!
Die heiligste Jungfrau hat mich 1996 nach Medjugorje gerufen und 1997 nach L’Escorial, wo ich das Siegel Gottes empfangen habe, das mich jetzt vor dem Feind beschützt.
Sie lehrte mich, wie ich von der Sünde geheilt werden kann. Sie hat mich ausführlich über die Weise belehrt, wie ich mich verhalten muss, um das Heil meiner Seele zu erlangen. Ihre Belehrung war sehr streng. Sie hat mich gelehrt, dass ich mich nie und aus keinem Grund einem Mann nähern dürfe, außerhalb meiner Evangelisierung natürlich. Sie hat mich gelehrt, das Kreuz zu lieben, sie hat mich gebeten, in allem maßvoll zu sein und nur zu sprechen, wenn ich gefragt werde. Sie hat mich gelehrt, den Geschöpfen immer die Wahrheit zu sagen, sie nie in der Sünde zu lassen, sondern sie aufzuwecken. Am Anfang meines Wegs hat sie mir gesagt, dass ich einfach und demütig sein müsse, wenn ich ihr dienen wolle. Sie hat mich gelehrt, meine Brüder und Schwestern so zu lieben, wie sie sind, und sie hat mich immer eingeladen, meine Brüder und Schwestern nie und unter keinem Vorwand zu verurteilen. Die Heilige Jungfrau hat mich auch um Sühne gebeten und hat oft drei Mal hintereinander das Wort «Rosenkranz» wiederholt. Sie hat mir versprochen, dass sie mich bei meinem Tod ins Paradies bringen würde, doch sie hat mich gewarnt und gesagt, dass ich auf sie hören müsse, wenn ich gerettet werden wollte. Sie hat mir auch gesagt, dass es ihr gefällt, wenn man ihr vertraut. Nach der Rückkehr aus Medjugorje lauteten ihre ersten Worte an mich folgendermaßen: «Mein Sohn ist wegen deiner Sünden gestorben.» Maria hat mich immer gebeten, ihrem Sohn treu zu bleiben.
Fortsetzung folgt

Anmerkung:
1. Diese Ausdrücke stammen aus der orientalischen Esoterik. Die Chakras sind Energiezentren des menschlichen Körpers, die gemäß der Anthropologie des Tantrismus entlang der Wirbelsäule angesiedelt sind.
2. Die Kundalini, wörtlich übersetzt «die Eingerollte», ist der irdische Pol der göttlichen Energie im Menschen, die in der hinduistischen Weisheit Shakti genannt wird und die in der Tradition in Form einer Schlange dargestellt wird, die zusammengerollt am unteren Ende der Wirbelsäule ruht.

Literatur:
«Der Barmherzige Jesus hat mich vor der Hölle gerettet» Fabienne Guerrero, 64 Seiten, 11,5×16,5 cm, Euro 5.– CHF 7.50

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