Zeugnis

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Der Barmherzige Jesus hat mich vor der Hölle gerettet

Ich entkam der Hölle

 

Hier lesen Sie das befreiende Zeugnis von Fabienne Guerrero, deren chicksal nunmehr an der irkungsvollengöttlichen Barmherzigkeit Jesu Christi festgemacht ist. Ihre Umkehr führt sie auf die Bitte Jesu und ihres Seelenführers hin bis an die Enden der Erde, um das«New Age» anzuprangern, dessen Anhängerin sie war, und um Tage des Gebetes anzuleiten, die auf die Heilung der Seele und des Leibes ausgerichtet sind.

 

Einführung des geistlichen Begleiters von Fabienne

 

Fabienne Guerrero hat mir das Manuskript für ihr neues Buch zugeschickt.

Seit mehreren Jahren schon bin ich ihr geistlicher Begleiter und so bittet sie mich um einige einführende Worte zu den Unterweisungen, die sie übermittelt. Das tue ich sehr gerne.

Sie gibt Zeugnis davon, wie sie in Sünde gelebt hat und unter anderem in den Fallen des New Age und des Spiritismus gefangen war.

Heutzutage wird die Existenz der Hölle oft angezweifelt, was viele daran hindert, sich zu bekehren.

Fabienne Guerrero hingegen erkannte, dass das Leben, das sie führte, sie geradewegs in die Hölle bringen würde. Und dies nicht etwa deshalb, weil Gott es so gewollt hätte, sondern weil Satan ein «Feind Gottes und der Menschen» ist und diese hasst, belügt und mit Schmeicheleien verführt.

Sie gibt Zeugnis von der göttlichen Barmherzigkeit Jesu und von der unendlichen Liebe, die er ihr erwiesen hat, um sie zu retten. Ihr Zeugnis ist voller Demut und möchte die Leser zur Bekehrung anregen, in Übereinstimmung mit den Lehren des Evangeliums und des Katechismus der katholischen Kirche.

Fabienne Guerrero verkündet das Evangelium. Es ist mir ein Anliegen, sie in diesem Apostolat zu unterstützen das «im Widerspruch zum Geist der Welt» steht. Davon werden Sie sich beim Lesen des Textes selbst überzeugen können. Es ist Fabienne bewusst, dass Jesus sie aus Liebe gerettet hat, um aus einer großen Sünderin eine glühende Christin zu machen. Dadurch verherrlicht sich Gott gegenüber dem Geist des Bösen und lässt die Allmacht seiner göttlichen Barmherzigkeit aufleuchten.

Seine Bekehrungen sind keine halben Angelegenheiten, sondern echte und endgültige Bekehrungen. Und Gott möchte heute, dass aus der Vielzahl von Sündern eine Vielzahl von Heiligen werden möge. Wir könnten es nicht mit ansehen, wenn unser Retter nur einen halben Sieg davontrüge.

Fabienne weiß, aus welcher Tiefe sie emporgehoben worden ist und was sie dem Erlöser aus Liebe schuldig ist. Er hat teuer dafür bezahlt, sie und uns alle zu retten. Sie kann nicht schweigen, ihr Einsatz für Gott ist rückhaltlos und absolut … und geht, wenn nötig, bis zum Martyrium.

Sie dankt auch der heiligen Jungfrau Maria und den beiden vereinigten Herzen Jesu und Mariens. Ihr Zeugnis ist echt und ihre Lehre entspricht

der Lehre der Kirche, ohne etwas hinzuzufügen noch wegzunehmen. Möge es sich verbreiten!

 

Aus der Sünde gerettet im Jahre 1996

Liebe Brüder und Schwestern, Jesus hat mich gebeten, aufzudecken, was es mit dem New Age auf sich hat. Seitdem reise ich in der ganzen Welt umher, um Zeugnis meiner Bekehrung zu geben. Gott hat mich gebeten, ein Zeugnis seiner Barmherzigkeit abzulegen.

Denn in meinem Leben habe ich ihn so oft verletzt. Jesus ist aus Liebe gekommen, um die arme Sünderin, die ich war, aus der Sünde zu retten. Das war im Jahre 1996.

Ich hatte eine Wallfahrt nach Medjugorje gemacht, auf der ich der Liebe der Kirche und der Güte der Jungfrau Maria begegnet bin. Daraufhin ist Jesus gekommen, um mich aus Liebe von den Lehren des New Age und dem  Glauben an die Reinkarnation zu befreien. In seiner unendlichen Barmherzigkeit ist Jesus, der die Liebe ist, gekommen, um mir zu sagen,

wie sehr er mich liebt. Er hat mir das Vertrauen in seine unendliche Güte geschenkt. Die Voraussetzung dafür war meine Einwilligung, meine Fehler anzuerkennen und eine gute Beichte abzulegen.

 Ich habe gelernt, was das Kirchenrecht zu der gemeinschaftlichen Feier der Versöhnung mit allgemeinem Bekenntnis sagt:

Im Canon 961, Paragraph 1, heißt es:

«Mehreren Büßern gleichzeitig kann ohne vorangegangenes persönliches Bekenntnis die Absolution in allgemeiner Weise nur erteilt werden: wenn Todesgefahr besteht und für den oder die Priester die Zeit, die Bekenntnisse der einzelnen Pönitenten zu hören, nicht ausreicht; wenn eine schwere Notlage besteht, das heißt, wenn unter Berücksichtigung der Zahl der Pönitenten nicht genügend Beichtväter vorhanden sind, um die Bekenntnisse der einzelnen innerhalb einer angemessenen Zeit ordnungsgemäß zu hören, so dass die Pönitenten ohne eigene Schuld gezwungen wären, die sakramentale Gnade oder die heilige Kommunion längere Zeit zu entbehren; als ausreichend begründete Notlage gilt aber nicht, wenn allein aufgrund eines großen Andrangs von Pönitenten, wie er bei einem großen Fest oder einer Wallfahrt vorkommen kann, nicht genügend Beichtväter zur Verfügung stehen können.»

 

Liebe Freunde, der Canon 962, Paragraph 1, sagt uns Folgendes:

«Damit ein Gläubiger die sakramentale Absolution, die gleichzeitig mehreren erteilt wird, gültig empfängt, ist nicht nur erforderlich, dass er recht disponiert ist; er muss sich vielmehr gleichzeitig auch vornehmen, seine schweren Sünden, die er gegenwärtig nicht auf diese Weise bekennen kann, zu gebotener Zeit einzeln zu beichten.»

 

Mein gottloses Leben hatte mich für die Hölle bestimmt

 Jesus bat mich, auf sein Wort zu hören, seine Gebote zu befolgen und den Sabbat zu heiligen. Gott bat mich, sein Gesetz zu verteidigen, doch ich kannte es gar nicht. Also musste ich die Gebote Gottes von Grund auf lernen.

Durch mein gottloses Leben hatte ich mich für die Hölle bestimmt, doch Gott in seiner unendlichen Barmherzigkeit gab mir Zeit, zu bereuen. Er hat mir eine zweite Chance gegeben, um mein ewiges Heil zu erlangen.

Nach meiner Bekehrung hat Jesus mir, der die Liebe ist, gesagt, dass ich ihm eine Freude sei. Unsere liebe himmlische Mama, die heilige Jungfrau Maria, hat mich wissen lassen, dass sie mich bei meinem Tode mit ins Paradies nehmen würde. Denn sie hatte die Leiden gesehen, die ich ertrug, um mein Kreuz auf mich zu nehmen.

 

Von Dämonen gequält

Vor meiner Bekehrung quälten mich die Dämonen, denn ich liebte das Geld, die Freuden der Welt und die fleischlichen Freuden. Dann wurde ich gewarnt,

dass sich meine Seele in einem tiefen Abgrund befand. Um mich zu retten, hat Jesus mich gebeten, an der Armut festzuhalten. Er bat mich, ihn nicht noch mehr durch meine fleischlichen Sünden leiden zu lassen.

Ich entschloss mich zu einer ehrlichen Gewissenserforschung.

Und es war nur zu wahr, dass ich nicht nach den Geboten Gottes lebte.

 

Wie konnte ich also gerettet werden?

Ich beachtete nicht das erste Gebot: «Ich bin Jahwe, dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus. Du sollst neben mir keine anderen Götter haben. Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine arstellung von irgend etwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde. Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen»(Ex 20,2-5).

«In der Schrift steht: «Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du dich niederwerfen und ihm allein dienen»  (Mt 4,10).

Liebe Freunde, ich betete mich selbst in meinem Körper an, mit all meiner Kosmetik, meiner Luxus-Kleidung und meinen Luxus-Ferien. Ich verehrte auch viele Götzen des New Age, hinter denen sich Dämonen verstecken.

Da sagte Jesus mir, der die Liebe ist, in seinem Geiste der Wahrheit: «Du betest Satan an.»

 

Unter dem Einfluss der Dämonen

 

Ich praktizierte die Wahrsagerei, die Astrologie, den Spiritismus sowie die meisten Praktiken des New Age.

Ich bin sogar Mitglied bei AMORC, einer Sekte der Rosenkreuzer, geworden. Dieser alte und geheimnisvolle Orden der Rosenkreuzer wird im Sektenbericht Nr. 1687 vom 10. Juni 1999 aufgeführt.

Nachdem ich all dies bereut hatte, sagte Jesus mir, der die Liebe ist: «Verkaufe deine Seele nicht mehr dem Teufel. Verrate mich nicht mehr, sondern verherrliche mich, ehre mich und lobe mich.»

So habe ich angefangen, den Lobpreis zu lieben, der uns dazu führt, Gott zu lieben.

Jahrelang war ich sehr depressiv gewesen, denn ich war Gott noch nicht begegnet: Einem Gott, der nur Liebe, Güte und Mitleid ist, sobald man sich ihm nähert.

Lange Zeit hatte ich auch keinerlei Liebesbeziehung zu dem guten und süßen Jesus, weder im Gebet noch in der Anbetung. Heute verbringe ich Stunden damit, ihn im Geist und in der Wahrheit anzubeten und mein ganzes Leben hat sich verändert. Meine Seele lebt und atmet auf in Jesus. Gott ließ mich wissen, dass er treue Anbeter sucht.

 

Das zweite Gebot:

«Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.»

(Ex 20,7; Dtn 5,11)

«Zu den Alten ist gesagt worden: Du sollst keinen Meineid schwören … Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht.» (Mt 5,33-34)

Liebe Freunde, ganz sicher habe ich in meiner Jugendzeit öfter den Namen Gottes missbraucht, obwohl dieser Name doch heilig ist. Ich habe es gebeichtet.

 

Das dritte Gebot:

«Gedenke des Sabbats: Halte ihn heilig! Sechs Tage darfst du schaffen und jede Arbeit tun. Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott,

geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun» (Ex 20,8-10)

[Vgl. Dtn 5,12-15].

«Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat. Deshalb ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbat» (Mk 2,27-28).

Liebe Freunde, am Sonntag ging ich nie zur Messe, sondern ich arbeitete, wo dieser Tag doch ein richtiger Ruhetag sein soll. Seitdem ich der Liebe Gottes begegnet bin, verbringe ich diesen Tag mit Lobpreis, Gebet und Anbetung. Ich verbreite das Evangelium in verschiedenen Ländern. Ich betrachte die Schöpfung, die er so schön gemacht hat. Ich liebe es, in der Natur spazieren zu gehen. Dort fühle ich mich sehr vereint mit Gott. Die Stille hilft mir, mich mit Gott zu vereinen.

Ja, dieser Tag gehört Gott. Gott ist Liebe und unendliche Zärtlichkeit.

Das vierte Gebot:

«Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt» (Ex 20,12).

Jesus selbst hat an die Geltung dieses «Gebotes Gottes» erinnert [vgl. Mk 7,8-13].

Der Apostel lehrt:

«Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern, wie es vor dem Herrn recht ist. Ehre deinen Vater und deine Mutter: Das ist ein Hauptgebot, und ihm folgt die Verheißung: damit es dir gut geht und du lange lebst auf der

Erde» (Eph 6, 1-3) [Vgl. Dtn 5,16].

Liebe Freunde, in meiner Jugendzeit habe ich meine Eltern niemals geehrt, ich habe ihnen niemals gehorcht. Erst nachdem Jesus, der die Liebe ist, mich

aus meinem tiefen Elend herausgeholt hatte, habe ich gelernt, meinen Eltern zu gehorchen. Ich habe gelernt, meine Familie zu lieben und ihr zu dienen. Ich habe gelernt, mich gut um sie zu kümmern, nachdem ich sie so lange vernachlässigt hatte. Jetzt bin ich in einem vollkommenen Frieden. Ich freue mich darüber, eine von Gott gesegnete Familie zu haben.

 

Du bist das Werk meiner Hände

 Das fünfte Gebot:

«Du sollst nicht morden» (Ex 20,13).

«Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein» (Mt 5,21-23).

 

Ich gestehe, liebe Freunde, dass ich früher zwei Päckchen Zigaretten pro Tag geraucht habe, Drogen konsumiert habe, viel Alkohol getrunken und die

Pille genommen habe. In meiner Jugendzeit habe ich auch oft Wutanfälle bekommen. Ich habe meinem Körper viel Gift zugeführt. Auch hier hat mir die Beichte, die ein echtes Sakrament der Heilung ist, geholfen, davon befreit zu werden.

Dann hat Jesus, der die Liebe ist, zu mir gesagt: «Du bist das Werk meiner Hände. Achte deinen Körper.»

Nachdem ich meine Sünden bereut hatte, wurde mir klar, dass ich zu viel Geld für das Rauchen ausgegeben

hatte. Mit diesem Geld hätte ich Nahrung für die Armen kaufen können.

 

Abtreibung ist Mord

 

Ich habe sogar einmal eine Freundin dazu gebracht, abzutreiben. Ich weiß nicht, ob euch bekannt ist, was bei einer Abtreibung passiert. Es ist furchtbar. Der Embryo wird in Stücke gerissen. Man reißt ihm den Kopf, die Füße und die Arme ab. Eine Abtreibung ist ein Mord. Als Jesus und Maria mich esucht haben, habe ich geweint und bereut. Jetzt bete ich jeden Tag dafür, dass es keine Märtyrer-Babies mehr geben muss.

Ich bete dafür, dass die Mütter, die abgetrieben haben, aufrichtig bereuen können. Ich bete auch für die Ärzte, die abtreiben, dass sie Buße tun können.

Das sechste Gebot: «Du sollst nicht die Ehe brechen» (Ex 20,14; Dtn 5,18).

«Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen» (Mt 5,27-28).

Liebe Freunde, nach dem Katechismus der katholischen Kirche, Nr. 1856, ist der Ehebruch eine Todsünde. Ich habe Ehebruch begangen. Wie wäre es mir ergangen, wenn ich in einem solchen Zustand meiner Seele gestorben wäre? Der Katechismus, Nr. 1035, sagt Folgendes dazu: «Die Lehre der Kirche sagt, dass es eine Hölle gibt und dass sie ewig dauert. Die Seelen derer, die im Stand der Todsünde sterben, kommen nach dem Tod in die Unterwelt, wo sie die Qualen der Hölle erleiden, „das ewige Feuer“. Die schlimmste Pein der Hölle besteht in der ewigen Trennung von Gott. Nur mit Gott allein kann der Mensch das Leben und das Glück finden, für das er erschaffen worden ist und nach dem er sich sehnt.»

Ich berichte euch, wie es dazu gekommen war.

Ich hatte standesamtlich einen Mann geheiratet, der vierzehn Jahre zuvor eine andere Frau kirchlich geheiratet hatte. Seine Frau verließ ihn dann wegen einem seiner Freunde. Wir waren verheiratet, haben aber wie Schwester und Bruder miteinander gelebt, um die heilige Kommunion empfangen zu können.

 

Jesus hat mir die Dämonen gezeigt

 Als ich standesamtlich geheiratet hatte, ist Jesus gekommen, um mich um Enthaltsamkeit und um Sühne für meine Sünden zu bitten. Von diesem

Augenblick an hat Jesus mir die Dämonen gezeigt, die meine Seele umlagerten. Sie waren bereit, mich mit in die Hölle zu nehmen.

Doch Jesus hat mich in seiner unermesslichen Barmherzigkeit aus Liebe beschützt. Also habe ich das befolgt, worum Jesus mich gebeten hatte, denn Jesus ist gekommen, um die Verlorenen zu retten. Ihr wisst, dass keine Sünde jemals die große  armherzigkeit des Herrn erschöpfen wird. Je mehr man aus ihr schöpft, desto größer wird sie.

 

Wir sind alle dazu berufen, Heilige zu werden

 

Dann sagte Jesus aus Liebe zu mir: «Ich berufe dich zur Heiligkeit, ich berufe dich dazu, mich zu lieben.»

Jesus beruft aus Liebe alle großen Sünder dazu, große Heilige zu sein. Durch seine unendliche Barmherzigkeit können wir uns jederzeit weiterentwickeln. So hat für mich ein langer Weg der Befreiung begonnen. Jesus hat mir aus Liebe versprochen, dass er mich heilen würde und er hat es getan. Seitdem schickt er mich in die ganze Welt, um zu bezeugen, wie gütig er denen gegenüber ist, die zu ihm umkehren, ihm ihre Sünden bekennen und sie aufrichtig bereuen.

 

Deine Sünde ist ausgelöscht

 

Wisst ihr, wenn Gott die Sünden vergeben hat, nachdem ihr sie ihm gebeichtet habt, dann gibt es sie nicht mehr. Gott hat sie vergessen. Nachdem ich meine Sünden gebeichtet hatte, hat Gott zu mir gesagt: «Deine Sünde ist ausgelöscht» und «Ich werde dich heilen».

Als ich noch standesamtlich verheiratet war, habe ich eines Tages an den Vatikan geschrieben, um mich zu erkundigen, wann eine Ehe für nichtig erklärt werden kann. Der Vatikan hat mir geantwortet, dass hierfür ein gültiger und schwerwiegender Grund vorliegen muss. Ich habe vor Gott bekannt, dass ich kein Recht auf eine Nichtigkeitserklärung der kirchlichen Heirat meines Mannes hatte, da beide Ehepartner damals in die Eheschließung eingewilligt hatten.

Also habe ich nach dieser Gewissenserforschung auf einen Nichtigkeitsantrag verzichtet. Hätte ich diesen Antrag jedoch gestellt, dann hätte ich am Jüngsten Tag Gott gegenüber Rechenschaft ablegen müssen.

Denn wir alle sind verantwortlich für die Handlungen, die wir begehen. Jede Handlung wirkt sich auf unser Leben aus. So habe ich es wegen des Heils meiner Seele vorgezogen, vorsichtig zu sein. Allerdings gibt es durchaus gültige Fälle von Nichtigkeit und die Kirche entscheidet von Fall zu Fall.

Im Jahre 1987 hat Papst Johannes Paul II. die übermäßig hohe Zahl der Annullierung von Ehen angeprangert.

Er sprach von dem «Skandal», dass der Wert der christlichen Ehe durch das übertriebene und quasi automatische Anwachsen der Ehenichtigkeitserklärungen unter dem Vorwand irgendeiner Unreife oder psychischen Schwäche des Beteiligten de facto zerstört würde.

Eine wirkliche Unfähigkeit sei nur dann anzunehmen, wenn bereits zur Zeit der Eheschließung eine ernste Form von Anomalie vorgelegen habe, die in die Fähigkeit des Willens und Verstehens und somit die freie Wahl des Lebensstandes substantiell eingegriffen habe.

 

Ich ließ mich scheiden

 Nach zwei Jahren gemeinsamen Lebens als Bruder und Schwester habe ich mich scheiden lassen, da meine standesamtliche Trauung keinerlei Wert vor Gott hatte. Denn ich konnte meinen Mann nicht mehr kirchlich heiraten, weil seine Scheidung vor Gott nicht zählte.

Der Katechismus der katholischen Kirche sagt, dass es heute in vielen Ländern zahlreiche Katholiken gibt, die sich nach den zivilen Gesetzen scheiden lassen und eine neue, zivile Ehe schließen. (Nr. 1650)

«Wer seine Frau aus der Ehe entlässt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber Ehebruch. Auch eine Frau begeht Ehebruch, wenn sie ihren Mann aus der Ehe entlässt und einen anderen heiratet» (Mk 10,11-12).

Die Kirche hält deshalb daran fest, dass sie, falls die Ehe gültig war, eine neue Verbindung nicht als gültig anerkennen kann.

Falls Geschiedene zivil wiederverheiratet sind, befinden sie sich in einer Situation, die dem Gesetze Gottes objektiv widerspricht. Darum dürfen sie, solange diese Situation andauert, nicht die Kommunion empfangen. Aus demselben Grund können sie gewisse kirchliche Aufgaben nicht ausüben. Die Aussöhnung durch das Bußsakrament kann nur solchen gewährt werden, die es bereuen, das Zeichen des Bundes und der Treue zu Christus verletzt zu haben, und sich verpflichten, in vollständiger Enthaltsamkeit zu leben.

Gott hat mich auch davor gewarnt, dass es verboten sei, außerhalb des Sakramentes der Ehe Kinder zu zeugen.

Doch selbst hier ist die Barmherzigkeit Gottes unendlich in dem Sinne, dass wir die Möglichkeit haben, Messen mitzufeiern, um unsere Sünden zu sühnen.

Schließlich werden wir am Tage unseres Jüngsten Gerichtes, in unserer Todesstunde, verantwortlich sein für all unsere Sünden, die wir auf Erden begangen haben. Wir werden ihre Folgen erkennen und unser ganzes Leben wie einen Film ablaufen sehen.

Schon bei der großen Warnung, die immer näher rückt, werden wir den Zustand unserer Seele erkennen, die Folgen all unserer Sünden und wie sie Gott verletzt haben.

Liebe Freunde, hoffen wir beständig auf die göttliche Barmherzigkeit. Lassen wir viele Messen lesen für unsere Seelen und bekennen wir Jesus aufrichtig all unsere Sünden. Denn Jesus kann einer Seele, die sich ihm anvertraut und ihm ihr Elend übergibt, nichts abschlagen.

 Mit jeder Beichte wird Jesus, der die Liebe ist, ein Stück mehr vom Kreuz gelöst. Wer wird die Größe eines solchen Sakramentes der Liebe verstehen können?

Gott wünscht nichts mehr als unsere Erlösung, so sehr liebt er uns. Er möchte, dass wir alle mit ihm und seiner heiligen Mutter Maria im Paradies sind.

 

Ein eifersüchtiger Gott

 

Gott sagt: «Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott: Bei denen, die mir Feind sind,verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen, an der dritten und vierten Generation; bei denen, die mich lieben und auf meine Gebote achten, erweise ich Tausenden meine Huld» (Ex 20,5-6).

Durch die Gnade der vereinigten Herzen Jesu und Mariens können die unheilvollen Auswirkungen eines Fluches neutralisiert werden. Wie oft machen sich bei Kindern unerklärliche Beschwerden bemerkbar, wie

psychische und physische Krisen oder z. B. Schlafstörungen.

Nur selten stellt man den Zusammenhang her mit den Folgen von Sünden, die vorangegangene Generationen begangen haben und die sich nun auf ihre Nachfahren auswirken.

 

Doch es gibt auch Menschen, die in ihrer eigenen Familie Zeugen der heilbringenden Auswirkungen wurden, die das Gebet der Aufopferung der vereinigten Herzen Jesu und Mariens auf solche vererbten Krankheiten hat.

 

Aufopferungsgebet :

 «Himmlischer Vater, wir vertrauen und opfern Dir die vereinten Herzen Jesu und Mariens, die siegreichen blutenden Wunden Jesu und die Tränen unserer Himmlischen Mutter auf. — Herr, Dein Wille geschehe.»

 

Weihegebet:

 

Des weiteren ist es gut, sich oft mit folgendem Gebet den vereinigten Herzen Jesu und Mariens zu weihen. Wenn möglich sollte man das jeden Tag tun und im Stand der Gnade leben.

«Im Namen des VATERS und des SOHNES und des HEILIGEN GEISTES. Amen. Ewiger Vater, Du hast die höchste Verherrlichung aus den Herzen Jesu und Mariens empfangen. Dein Göttlicher, menschgewordener

Sohn hat, mit seiner Mutter vereint, im Geist liebender Sühne, Deinen Willen vollkommen erfüllt. Wir opfern Dir diese Verherrlichung aufs Neue auf, damit Du uns durch diese Herzen segnest und heilst und den Heiligen Geist sendest, das Angesicht der Erde zu erneuern.

Göttlicher Erlöser, wir bekennen Dich als den Sohn des Ewigen Vaters, den einzigen Mittler zu Gott. Nach dem Wohlgefallen des Vaters hast Du Deine hl. Mutter mit Deiner Aufgabe vereint, als Mittlerin und Gehilfin im Erlösungswerk. In diesem Geist lebendigen Vertrauens wollen wir uns (unsere Familie, unsere Verwandten, unsere Feinde und Freunde, unsere Pfarrgemeinde, unseren Priester …) den VEREINTEN HERZEN JESU UND

MARIENS weihen, um Deiner Verheißung teilhaft zu werden und um die Einheit in der Liebe zu erlangen.

Wir verpflichten uns damit, auch selbst in diesem Geist der Herzen Jesu und Mariens zu leben und mitzuwirken, dass die Bitten des Gebetes, das Du uns selbst gelehrt hast, sich zu erfüllen vermögen: Wir wollen trachten, dass

überall, wo wir Einfluss nehmen können, Gottes Name geehrt werde, dass Gottes Reich zu uns komme und alles nach Deinem Göttlichen Willen geschehe. Dann wird Gott auch die Erde segnen mit dem täglichen Brot

für alle, Du wirst uns die Schuld vergeben und unsere Herzen zum Frieden neigen. Du wirst uns barmherzig vor neuem Verschulden bewahren und uns endlich von allem Übel erlösen.

Wenn wir aber erkennen durften, dass Du uns durch Mariens Fürbitte Heil geschenkt hast, wie Du das erste Wunder in Kana mit ihr, vereint im Willen des Vaters, gewirkt hast, dann wird der ganze Erdkreis mit der

Kirche in den Gruß des Engels einstimmen und beten : “Gegrüßet seist du Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes Jesus. — Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.”

So lasst uns mit Vertrauen dieses Bündnis mit der “Großmacht der Liebe” schließen und es nie brechen.

Herr, leite uns täglich durch Deinen Heiligen Geist, bis wir das Tor zur ewigen himmlischen Heimat gefunden haben. Amen.»

 

Liebe Freunde, die Gnaden, die mit der Verehrung der vereinigten Herzen Jesu und Mariens verbunden sind, können Naturgesetze durchbrechen und Erbanlagen hinfällig machen. Vertrauen wir also auf Gott !

 

Das kostbare Blut Jesu am Kreuze vergossen

 Einige Priester sind bereits bereit, Messen zur Heilung des Familienstammbaumes zu feiern. Gott,

unser Vater, verzeiht uns unsere Sünden dank des kostbaren Blutes, das Jesus am Kreuz vergossen hat.

Wenn Jesus alle unsere Sünden gesühnt hat, dann müssen auch wir bereit sein, alle unsere Sünden hier auf Erden zu sühnen, aus Liebe zu unserem gütigen und liebsten Jesus.

Wenn man nicht bereit ist, sie auf Erden zu sühnen aus Liebe zu dem zärtlichen Jesus, der so sehr am Kreuz gelitten hat, um uns zu erlösen, dann  wird man einige Zeit im Liebesfeuer des Fegefeuers verbringen müssen. Gott hat erlaubt, dass ich die Flammen des Fegefeuers sehen durfte und sie waren schrecklich. Ein verzehrendes Feuer, aber ein Feuer der unendlichen Liebe, in dem die Seelen gereinigt werden, bevor sie Gott von Angesicht zu Angesicht sehen können. Ihr größtes Leid besteht darin, dass sie Gott nicht sehen können. Sie können nichts mehr für sich tun, doch wir können es. Deshalb bittet uns der Himmel, viele Messen feiern zu lassen, damit sie sobald wie möglich ins Paradies eintreten können. Man kann aus dem Schatz der Kirche auch alle Möglichkeiten, Ablässe zu gewinnen schöpfen, und diese für die Seelen aufopfern.

«Was ist der Ablass? Der Ablass ist Erlass einer zeitlichen Strafe vor Gott für Sünden, die hinsichtlich der Schuld schon getilgt sind. Ihn erlangt der Christgläubige, der recht bereitet ist, unter genau bestimmten Bedingungen durch die Hilfe der Kirche, die als Dienerin der Erlösung den Schatz der Genugtuungen Christi und der Heiligen autoritativ austeilt und zuwendet.»

«Der Ablass ist Teilablass oder vollkommener Ablass, je nachdem er von der zeitlichen Sündenstrafe teilweise oder ganz freimacht.»

«Ablässe können den Lebenden und den Verstorbenen zugewendet werden.»(Katechismus der katholischen Kirche [weiter KKK], Nr. 1471)

Man kann auch den Rosenkranz beten. Die armen Seelen im Fegefeuer sind Gott sehr lieb, wie auch wir auf Erden Gott sehr lieb sind. Diese Seelen bitten uns um das Gebet des Rosenkranzes für ihre Erlösung.

Sie wiederum beten viel für uns und legen bei Jesus Fürsprache für uns ein. Dank ihrer Gebete zu Gott empfangen wir in unserem Leben viele Gnaden.

Ich persönlich opfere jeden Tag den Kreuzweg für die armen Seelen auf. Ich erinnere mich daran, dass Jesus mich eines Tages darum gebeten hat, dieses Werk der Barmherzigkeit fortzusetzen.

Das siebte Gebot:

«Du sollst nicht stehlen» (Ex 20,15; Dtn 5,19; Mt 19,18).

Das siebte Gebot verbietet, fremdes Eigentum unrechtmäßig an sich zu nehmen oder zurückzubehalten und dem Nächsten auf irgendwelche Weise an Hab und Gut Schaden zuzufügen. Es schreibt Gerechtigkeit und Liebe in der Verwaltung der irdischen Güter und der Früchte der menschlichen Arbeit vor. Es verlangt, im Hinblick auf das Gemeinwohl, die allgemeine Bestimmung der Güter und das Recht auf Privateigentum zu achten. Der Christ ist in seinem Leben bestrebt, die Güter dieser Welt auf Gott und die Bruderliebe hinzuordnen. (KKK, Nr. 2401)

Allein Jesus, der die Liebe ist, hat mich in meiner Jugend von der Neigung geheilt, mich Sachen zu bemächtigen, die mir nicht gehörten.

 

Das achte Gebot :

«Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen » (Ex 20,16).

«Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast» (Mt 5,33).

 

Das achte Gebot verbietet, in den Beziehungen zu anderen die Wahrheit zu verdrehen. Diese moralische Vorschrift ergibt sich auch aus der Berufung des heiligen Volkes, Zeuge seines Gottes zu sein, der die Wahrheit ist und der die Wahrheit will. In Worten oder Taten gegen die Wahrheit zu verstoßen, bedeutet eine Weigerung, sich zur moralischen Redlichkeit zu verpflichten; es ist eine tiefgreifende Untreue gegenüber Gott und untergräbt damit die Fundamente des Bundes.

Ich gebe zu, dass ich es nicht schaffte, mein Versprechen Gott gegenüber zu halten, d. h. nach meiner Bekehrung ein Leben in Keuschheit zu führen. Ich wollte kirchlich heiraten, doch ich war an das Versprechen gebunden, das ich Gott gegeben hatte und Gott vergisst niemals, was man ihm je gesagt hat. Dieses Versprechen könnte ich niemals halten, wenn Gott mir dazu nicht jeden Tag aufs Neue seine Gnade schenken würde. Denn die Einsamkeit macht mir schwer zu schaffen. Dennoch, wenn ich mein Versprechen Gott gegenüber nicht halten würde, dann käme ich niemals ins Paradies, denn Gott hat mir gesagt, dass er die Untreue hassen würde. Eines Tages kam die Heilige Jungfrau Maria zu mir und hat mich ganz lieb daran erinnert, dass ich das beachten sollte, was ich Gott versprochen hatte.

Das neunte Gebot:

«Du sollst nicht nach dem Haus deines Nächsten verlangen. Du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen, nach seinem Sklaven oder seiner Sklavin, seinem Rind oder seinem Esel oder nach irgend etwas, das deinem Nächsten gehört» (Ex 20,17).

 

«Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen» (Mt 5,28).

Ich kann euch sagen, dass ich sehr wohl nach materiellen Gütern verlangte. Im Übrigen lebte ich vor meiner Begegnung mit Jesus, der die Liebe ist, nur für das Geld und nicht für die Liebe. Jetzt lebe ich nur aus Liebe für das Heil der Seelen. Ich reise in die ganze Welt, um zu evangelisieren, aus Liebe für meinen mitfühlenden Jesus.

Das zehnte Gebot:

«Du sollst nicht … verlangen … nach irgend etwas, das deinem Nächsten gehört» (Ex 20,17). «Du sollst nicht das Haus deines Nächsten begehren, nicht sein Feld, seinen Sklaven oder seine Sklavin, sein Rind oder seinen Esel, nichts, was deinem Nächsten gehört» (Dtn 5,21).

«Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz» (Mt 6,21).

Das zehnte Gebot verdoppelt und ergänzt das neunte, das die Begierde des Fleisches betrifft. Es untersagt, fremdes Gut zu begehren, denn daraus gehen Diebstahl, Raub und Betrug hervor, die das siebte Gebot verbietet. Die «Begierde der Augen» führt zu Gewalttätigkeit und Ungerechtigkeit, die durch das fünfte Gebot verboten sind. Die Begierde wurzelt, wie die

Unkeuschheit, in dem von den drei ersten Gesetzesvorschriften untersagten Götzendienst [vgl. Weish 14,12].

Das zehnte Gebot betrifft die Absicht des Herzens; es fasst, zusammen mit dem neunten, alle Vorschriften des Gesetzes zusammen. (KKK, Nr. 2534)

Oft ist es mir vor meiner Bekehrung passiert, dass ich die Männer anderer Frauen angeschaut und sie gewollt habe. Doch Jesus hat mich gelehrt, zu bereuen, den Blick zu senken und Männern auszuweichen. Und dennoch bin ich mit vielen Männern in Sünde gefallen.

Deshalb war meine Seele eingeschlossen in dem Tier. Jesus hat mir das 1997 in einer Vision gezeigt. Es war kurz vor dem Beginn des Weihnachtsfestes. Jesus bat mich, meine Buße anzunehmen. Ich weiß, dass ich ihm über vieles Rechenschaft ablegen werden muss, denn Gott hat mich dies wissen lassen. Doch Gott erwartet auch, dass ich ihm viel Liebe schenke.

 

Durch Satan, dem Vater der Lüge, war ich zu den

Qualen der Hölle verdammt

 

Liebe Schwestern und Brüder, aus all diesen Gründen befand sich meine Seele in einem tiefen Abgrund.

Ich war zu den Qualen der Hölle verdammt, weil ich dem Vater der Lüge, dem Satan, gefolgt war.

 Auch durch einige rücksichtslose Handlungen, die ich einige Male begangen hatte, hatte ich mich selbst gestraft. Denn dadurch hatte mich der Dämon durch die Ketten des Hasses gefesselt.

 

Der heilige Erzengel Michael hat mir sehr dabei geholfen, ganz klein zu werden für meinen Gott, der Liebe ist. Gott liebt allein die Liebe seiner kleinen

Geschöpfe, die er aus seiner unendlichen Zärtlichkeit heraus erschaffen hat.

Die Dämonen, die mich umzingelten und die ich vor meiner Bekehrung gesehen habe, hatten alle schreckliche Gesichter und ihre Blicke waren erfüllt

von Bosheit und Grausamkeit. Ich hatte den Bund mit Gott verlassen, indem ich seine Gesetze der Liebe, der Reinheit und des Teilens mit den Armen nicht befolgt hatte.

Die Dämonen bearbeiten die Seelen, die Praktiken des New Age ausüben, wie Yoga, Reiki oder Transzendentale Meditation. Wenn die Chakren geöffnet sind, dringen sie in den Körper ein. Genau da ist es notwendig, sich dem Unbefleckten Herzen Mariens zu weihen, die Praktiken des New Age sein zu lassen und zu einem Priester zu gehen und sie zu beichten. Dann kann der Priester diese Bindungen an die Hölle durchtrennen.

Dabei sollte man viel fasten. Danach sollte man wirklich auf dem christlichen Pfad weitergehen.

 Die Sakramente, die uns die Kirche anbietet, sollte man so oft wie möglich in Anspruch nehmen.

 

Die heilige Gottesfurcht

 

Wenn einer sich aus freiem Willen außerhalb des Gesetzes Gottes stellt, dann kann er auch nicht unter dessen Schutz stehen. Er wird in die Hände der gefallenen Engel gegeben, denn er hat in aller Freiheit das Böse gewählt. Sobald er jedoch aufrichtig bereut, womit er die Heilige Dreifaltigkeit, die Liebe ist, verletzt hat, so wird Gott in seiner unendlichen Barmherzigkeit ihn in der Beichte davon befreien.

Die Dämonen fürchten nur eines: Dass man zur Beichte geht und dass man den Barmherzigkeits-Rosenkranz betet. Wenn jemand einen Priester aufsucht, um Gott seine Sünden zu übergeben, dann haben die gefallenen Engel keine Macht mehr über diese Seele.

Im Augenblick der Beichte wäscht Jesus uns, der die Liebe ist, in seinem kostbaren Blut rein. Er nimmt uns in sein Herz hinein und lässt uns dort ausruhen.

 

Das Gesetz der Liebe und des Respektes

 

Ich musste meine Sünden mit viel Leid und mit viel Opferbereitschaft gegenüber meinen Schwestern und Brüdern wieder gutmachen. Viele von denen, die ich auf meinen Vorträgen treffe, tragen ein schweres Kreuz und sind verzweifelt. Dann tröste ich sie mit dem Heiligen Geist und mit einem Heilungsgebet, das sie beruhigt. Das Leid hat meine Seele geheiligt und verschönert, weil ich gelernt habe, zu lieben.

Nachdem ich in Medjugorje alle meine Sünden bereut hatte, habe ich viel über mein vergangenes Leben geweint, weil ich es überwiegend in Diskos und schlechten Kinos verbracht hatte. Ich hatte sogar gerne Pornofilme geschaut, was heute schrecklich für mich ist. Ich verstehe gut, dass sich bei all diesen Sünden meine Seele im tiefsten Abgrund befand.

Doch die Beichte und die Buße haben mich gerettet.

Ich kann wirklich sagen, dass ich jetzt eine vollkommene Reue über meine Sünden empfinde.

Ich habe Gott um sein Erbarmen gebeten für meinen Egoismus und für diesen ersten Teil meines Lebens, den ich damit verbracht hatte, die Armen

zu vergessen, die doch meine Hilfe und mein Mitleid nötig gehabt hätten. Ich habe ihn um sein Erbarmen gebeten für mein großes Elend. Ich habe ihn gebeten, mich zu lehren, wie ich unter seinem Gesetz der Liebe, des Respektes und der Reinheit leben konnte.

 

Unser Herr Jesus Christus hat gesagt:

«Du hast bei mir Erbarmen gefunden.»

 Als ich gebeichtet hatte und das New Age und den Ehebruch hinter mir gelassen hatte, da hat Jesus zu mir gesagt: «Ich bin der Sohn Gottes. Mein Name ist Jeschua. Du hast bei mir Erbarmen gefunden.»

Gott hat gesehen, wie ich mich bemüht habe, zu bereuen und zu ihm umzukehren. In seiner unendlichen Güte hat er mir daraufhin gesagt, wie sehr er mich liebt und wie teuer ich ihm bin. Er hat mich gebeten, über seine Passion zu meditieren. Da habe ich dann verstanden, mit welcher Liebe er mich und jedes andere Geschöpf seit jeher geliebt hat. Wenn wir unsere Leiden Gott aufopfern, dann begegnen wir der wahren Liebe.

 

Als Dank kann ich ihm mein Leben darbringen

 

Jesus hat während seines schmerzhaften Leidens 5480 Schläge erduldet, um alle unsere Sünden wieder gutzumachen, obwohl er ohne Sünde war. Deshalb kann ich ihm mein Leben als Dank darbringen.

Würde ich nicht Zeugnis geben von der Barmherzigkeit Gottes, dann würde ich am Tage des Jüngsten Gerichtes schwerlich Barmherzigkeit für meine Seele erlangen. Doch wenn ich aus dem freien Willen meines Herzens heraus Zeugnis gebe, so tue ich dies ausschließlich aus Liebe zum zärtlichen und süßen Jesus. Er leidet so sehr darunter, dass die armen Sünder seinem göttlichen Herzen fern sind.

Gott hat mich gebeten, über sein Leiden zu meditieren. Dabei habe ich die große Liebe Gottes, des Sohnes, verstanden, der das menschgewordene Wort ist. Ich habe mich in Jesus verliebt. Jesus, der die Liebe ist, verzeiht alle Sünden, wenn man sie bereut und beichtet. Er will alles vergessen, wenn man mit ihm auf dem Weg der Wahrheit weitergehen will.

 

Liebe, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit

 

Die Liebe, die Barmherzigkeit und die Gerechtigkeit sind drei hervorragende Eigenschaften Gottes.

Darunter ist die Barmherzigkeit die großartigste Eigenschaft. Gott hat mir erklärt, dass deshalb nach diesem Leben das Fegefeuer als Ausdruck seiner Barmherzigkeit kommt und die Hölle als Ausdruck seiner Gerechtigkeit. Gott hat mir erklärt, dass die Seelen, die in die Hölle kommen, sich selbst dazu verurteilt haben. In die Hölle kommt, wer dort hin will. Das bedeutet, dass man im Jenseits das Leben weiterführt, das man auf Erden gelebt hat.

Liebe Freunde, es gibt Seelen, die es vorziehen, in der Sünde zu verbleiben. Das bedeutet, dass sie es selbst im Augenblick des Todes ablehnen, zu bereuen.

Sie wollen nicht bereuen, selbst nicht in der letzten Sekunde ihres Lebens. Eines Lebens, das sie in materiellen Freuden des Leibes und des täglichen Lebens, in weltlichen Freuden verbracht haben, anstelle Buße zu tun und zu beten.

Könnten die Seelen doch verstehen, dass Jesus der liebste Vater ist, ein Papa voller Zärtlichkeit! Das war es, was ich verstanden habe, als ich zu ihm umkehrte. Jesus möchte unsere Liebe und er hat mich gebeten, ihm viel Liebe zu schenken.

Jesus hat ein weites Herz, das unsere Liebe braucht, weil er es so möchte. Er bettelt um unsere Liebe. Wenn wir sterben, fleht er uns an, seine Barmherzigkeit anzunehmen. Doch einige Seelen weisen sie zurück,

aus purem Stolz. Wenn sie nur die Liebe und Güte Gottes kennen würden, dann würden sie sich in den Ozean der Liebe seines brennenden Herzens und in seine barmherzigen Arme werfen.

Jesus, der die Liebe ist, hat mich mehrmals dazu aufgefordert, Buße zu tun und alle meine Sünden aufrichtig zu bereuen. Sobald ich bereut hatte, hat Gott mich gebeten, ihm Erleichterung in seinem Schmerz darüber zu verschaffen, dass so viele Seelen fern von ihm sind. Gott leidet sehr und ich habe gelernt, sein Herz zu trösten, das betrübt ist über die Sünden der Welt.

 

Die heiligen Wunden Jesu retten uns

 

Jesus hat mich auch wissen lassen, dass mich seine heiligen Wunden retten würden. Er hat mich gebeten,ihm mein Leben hinzugeben. Ich war noch den materiellen Dingen verhaftet, auch wenn Jesus mich gebeten hatte, an der Armut festzuhalten. Vor drei Jahren wollte ich ein schönes Haus kaufen, obwohl ich kein Geld dazu hatte. Doch ich hatte noch eine gewisse Lust auf Luxus in mir, die nicht ins Paradies führt.

Darum hat Jesus mich verstehen lassen, wie scheinheilig ich war. Mein Gewissen ließ mir keine Ruhe, denn ich war noch ferne der Wahrheit aus dem Evangelium: «Verkaufe alles und folge mir nach.»

Wieder einmal hatte mich mein großer Stolz in den Abgrund geführt. Da hat Jesus, der die Liebe ist, es zugelassen, dass ich durch ein großes Leid gereinigt wurde. In seiner unendlichen Güte ist er wieder zu mir gekommen, um mir zu erklären, dass ich das Evangelium nicht vergessen sollte. Er hat mir erklärt, dass ich an die denken sollte, die in materieller Not sind. Dann hat er mich dazu ermuntert, zu teilen.

 

Jesus sagt: «Wecke deine Brüder auf»

 

Jesus, der die Liebe ist, hat mich zu Beginn meiner Bekehrung mit Macht zu sich vor den Tabernakel gezogen.

Ich konnte mich nicht mehr von ihm trennen.

Am Anfang spürte ich noch viel Widerstand in mir.

Jesus bat mich, ihm nicht länger zu widerstehen. Also ging ich jeden Nachmittag in die Kirche, um das Herz Jesu, der die Liebe ist, zu trösten. Ich begann, jeden Tag den Kreuzweg zu beten, obwohl ich körperlich sehr müde war. Gott hat mir gesagt, dass er meine Müdigkeit sehen würde. Dann hat er meine Kräfte vermehrt und mich wiederhergestellt. Er hat mir sogar eine gute Gesundheit verliehen, damit ich ihm in der ganzen Welt dienen könne. Dann hat er mich darum gebeten, den Glauben meiner Brüder wieder zu beleben.

 

Die Jungfrau Maria greift ein

 Im Folgenden hat mir die Jungfrau Maria viele Gnaden zu meiner Bekehrung geschenkt und sie tut es immer noch. Ich habe diese Gnaden auch wirklich nötig, denn ich bin von Natur aus sehr rebellisch.

Also habe ich diese Gnaden angenommen. Ich fing an, jeden Tag zur Messe zu gehen, die Bibel zu lesen, den Katechismus zu lernen, zur Beichte zu gehen, dreimal die Woche zu fasten und den Rosenkranz zu beten. Denn Jesus hatte mir versprochen, dass mich der Rosenkranz retten würde.

Nachdem ich mich dem Unbefleckten Herzen Mariens geweiht hatte, habe ich mir das Skapulier unserer Lieben Frau vom Berge Karmel auflegen lassen. Durch diese Sakramentalie hat mich die Jungfrau so manches Mal beschützt. Um mit dem Anlegen des Skapuliers  unserer Lieben Frau vom Berge Karmel auch das Sabbatine Privileg zu erhalten, muss man folgende Bedingungen erfüllen: Man muss das Skapulier Tag und Nacht tragen, in standesgemäßer Keuschheit leben und täglich den Rosenkranz beten. (Das Sabbatine Privileg besagt, dass man am ersten Samstag nach seinem Tode aus dem Fegefeuer befreit wird. Wenn wir also an einem Mittwoch sterben, so wird uns Maria am Samstag aus den Flammen des Fegefeuers befreien und uns ins Paradies führen.)

Seit nunmehr zwölf Jahren bin ich zur katholischen Kirche zurückgekehrt. Ich  kann euch sagen, dass ich viel mehr Freude empfinde, seit ich Jesus folge, als je zuvor in meinem weltlichen Leben. Es bereitet mehr Freude, wenn man seinen Schwestern und Brüdern etwas gibt, als wenn man etwas nimmt.

Um meine Seele zu retten, hat Jesus, der die Liebe ist, mich gebeten, die Welt zu fliehen. Damit sind alle die Freuden gemeint, mit denen die Welt uns verführen möchte. Wäre ich weiterhin der Welt gefolgt, so hätte ich niemals in das Himmelreich eintreten können. Ich habe mich aus freiem Willen für Gott

entschieden, für die Heilige Dreifaltigkeit, und ich habe den Mammon verworfen.

 

Wir haben die freie Wahl

zwischen dem Paradies und der Hölle

 

Als ich mich für das Paradies entschieden habe, habe ich das aus Liebe zum Herrn und in aller Freiheit des Herzens getan. Sicherlich habe ich Kreuze zu tragen, wie alle treuen Christen. Doch Jesus, der die Liebe ist, hat mir gesagt, dass er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist.

Wenn ich im Paradies sein werde, werden die Kreuze, die ich auf Erden Gott aufgeopfert habe, zu einem Gnadenregen werden. Sie werden meine Ewigkeit mit immer neuen Freuden erfüllen und ich werde die unendliche Barmherzigkeit Gottes preisen, der nur Liebe ist.

Nach meiner Scheidung bin ich für anderthalb Jahre in einen Orden eingetreten, um meinen Glauben zu vervollkommnen. Der Katechismus der katholischen Kirche sagt uns, dass jene Menschen nicht gerettet werden könnten, die sehr wohl wüssten, dass die katholische Kirche von Gott durch Jesus Christus als eine notwendige gegründet wurde, jedoch nicht in sie eintreten oder in ihr ausharren wollten. (Nr. 846)

Obwohl ich mich mehrere Jahre hindurch von der katholischen Kirche entfernt hatte, war ich durch die bei meiner Geburt empfangene Taufe für immer in die Kirche eingegliedert worden. Durch diese Taufe hat mir die Kirche die Gnade geschenkt, dass mir sämtliche Sünden nachgelassen sind, die Erbsünde und alle persönlichen Sünden sowie die Sündenstrafen.

(Nr. 1263)

Wisst ihr, heutzutage sind so viele Seelen undankbar gegenüber Gott, der uns durch die Kirche alle Sakramente geschenkt hat … Es gibt die sogenannten Sakramente der christlichen Initiation, wie die Taufe,

die Firmung und die Eucharistie. Danach gibt es die Sakramente der Heilung, wie das Bußsakrament und die Krankensalbung.

 

Ich empfing siebenmal die Krankensalbung

 Ich persönlich habe siebenmal die Krankensalbung empfangen. Das war nach der Öffnung meiner Chakren durch einen Guru. Ich war mehrere Male sterbenskrank wegen der Techniken, die ich im Spiritismus

kennengelernt hatte. Gott hat mir gesagt, dass er nicht einverstanden ist mit diesen Praktiken. Ich bin da herausgekommen, weil ich mich dem Unbefleckten Herzen Mariens geweiht habe. Mir wurde auch gesagt, dass ich den Qualen einer ewigen Hölle entkommen war, einer ewigen Hölle mit dem Guru, der mich die Praktiken des Spiritismus gelehrt hatte.

 

Die Gnade des Heiligen Geistes

 

Es gibt auch die Sakramente des Dienstes für die Gemeinschaft, wie das Sakrament der Weihe und das Sakrament der Ehe, die unauflöslich ist. Man muss verstehen, dass uns die Sakramente die Gnade des Heiligen Geistes verleihen. Sie helfen uns dabei, heilig zu werden.

Es gibt auch noch andere liturgische Handlungen, wie die Sakramentalien und das christliche Begräbnis.

Ich für meinen Teil möchte, wenn der Herr mich einmal zu sich rufen wird, begraben und nicht eingeäschert werden (auch wenn die Kirche das nicht verbietet), denn mein Körper soll eines Tages wiederauferstehen.

Das Begräbnis unserer Verstorbenen ist ein Werk der Barmherzigkeit. Ihr wisst, dass die Verstorbenen ihrem eigenen Begräbnis beiwohnen. So stellt euch den Schmerz derjenigen vor, die ihren Körper brennen sehen.

 

Das New Age und seine Propheten

Liebe Freunde, vor fünfzehn Jahren habe ich etliche Bücher von Autoren des New Age gelesen. Es sind falsche Propheten, denn sie verkündigen Jesus Christus nicht als Gott. Zur Zeit gibt es viele falsche Lehrer.

Der heilige Petrus sagt in seinem zweiten Brief, Kapitel 2, Verse 1 bis 3: «Es gab aber auch falsche Propheten im Volk; so wird es auch bei euch falsche

Lehrer geben. Sie werden verderbliche Irrlehren verbreiten und den Herrscher, der sie freigekauft hat, verleugnen; doch dadurch werden sie sich selbst bald ins Verderben stürzen. Bei ihren Ausschweifungen werden sie viele Anhänger finden und ihretwegen wird der Weg der Wahrheit in Verruf kommen. In ihrer Habgier werden sie euch mit verlogenen Worten zu

kaufen versuchen; aber das Gericht über sie bereitet sich schon seit langem vor und das Verderben, das ihnen droht, schläft nicht.»

 

Unter den Autoren des New Age sind mehrere zu nennen, die ich vor Jahren gelesen hatte: Alice Bailey, Helena Petrovna Blavatsky, Allan Kardec, Krishnamurti, Saï Baba, Maitreya (der sogenannte Christus), Eliphas Levi, Leadbetter, Papus, René Guénon, Paracelsius, Nostradamus, Carl Jung, Sigmund Freud, Edgar Cayce, Marilyn Ferguson, Lobsang Rampa, Carlos Castaneda … und viele andere.

Leider haben mir diese Autoren niemals einen Gott der Liebe, einen Gott als Vater, einen Gott der Dreifaltigkeit und einen Gott voller Sanftmut, Barmherzigkeit, Zärtlichkeit und Mitleid kundgetan.

Satan hatte durch viele dieser Schriften ein Gift in mein Herz gelegt und ich wurde dadurch vergiftet. Ich kann euch sagen, dass mich allein das kostbare Blut Jesu vor diesem höllischen Gift gerettet hat.

 

Jesus sagt: «Du bist eingetaucht in mein Blut»

 

Jesus, der Liebe ist, hat mich getröstet und gesagt :

«Du bist eingetaucht in mein Blut.» Aus Liebe zu ihm und zur heiligen Jungfrau Maria, die auch wegen meiner Sünden unter dem Kreuz gelitten hat, habe ich dann alle Bücher zerrissen und verbrannt, die zum New Age gehören, zum Spiritismus, zur Kartenlegerei, zur Numerologie, zur Astrologie, zum Okkultismus und zu den Horoskopen. Ich wollte nicht, dass jemand anders sie in die Hände bekommen sollte, denn ich wäre vor Gott dafür verantwortlich gewesen, wenn jemand anders sie gelesen hätte.

Der heilige Erzengel Michael hat sehr viel zu meiner Befreiung beigetragen, doch er hat mir gesagt, dass er den Stolz nicht lieben würde. So musste ich in der Demut fortschreiten. Eines Tages ist mir ein Buch mit dem Titel «Kann man sich von unreinen Geistern befreien?» aufgefallen. Darin heißt es: «Wenn Sie in Kontakt gekommen sind mit Okkultismus, Esoterik, Spiritismus, Astrologie, Zauberei, Magie, Hypnose, Reiki, Yoga, transzendentaler Meditation, New Age und Sekten oder auch mit Pranotherapeuten oder sogenannten Heilern oder Magnetiseuren, die durch Handauflegen, mit Magneten oder mit Ruten oder mit Pendeln heilen — wenn Sie zu Hellsehern oder Hellseherinnen gegangen sind, wie z. B. zu Magiern,  Wahrsagern, einem Marabut oder Guru, zu Kartenlegerinnen oder Handleserinnen oder auch zu Nekromanten,  die die Geister der Verstorbenen beschwören — dann sollten Sie wissen, dass Sie sich an Personen gewendet haben, die mit dem Dämon zusammenarbeiten.

Damit haben Sie Satan eine gewisse Macht über sich gegeben.»

«Wenn Sie selbst versucht haben, in die Zukunft zu schauen, indem Sie z. B. Tarotkarten gelegt oder Horoskope erstellt haben; wenn Sie Glücksbringer

wie Talismane, Amulette und Sternzeichen getragen haben; wenn Sie okkulte Zeremonien ausgeführt haben oder diese an Ihnen ausgeführt worden sind; Wenn Sie Beschwörungsformeln oder geheime Worte wiederholt haben, wie z. B. Mantras; wenn Sie schließlich Orte besucht haben, die verseucht waren von Zauberei, Laster oder Verderbtheit und vielmehr noch wenn Sie selbst einen Pakt mit Satan geschlossen, Zauberei ausgeübt, die Toten heraufbeschwört, jemanden verhext oder Flüche oder Gotteslästerungen ausgesprochen haben, dann müssen Sie sich vor allem darum bemühen, dass Sie sich klarmachen, dass Sie sich ernstlich gegen unseren Vater im Himmel versündigt haben.»

Mgr. Tournyol du Clos fordert uns dazu auf, Gott in einer umfassenden Beichte um Verzeihung für diese Verirrungen und Sünden zu bitten. Gott verabscheut sie, auch wenn diese Ereignisse schon länger zurückliegen sollten und wir uns damals der Sünde nicht bewusst waren.

 

Liebe Freunde, im Deuteronomium 18,10-13 lautet das Wort Gottes so: «Es soll bei dir keinen geben, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer

gehen lässt, keinen, der Losorakel befragt, Wolken deutet, aus dem Becher weissagt, zaubert, Gebetsbeschwörungen hersagt oder Totengeister befragt, keinen Hellseher, keinen, der Verstorbene um Rat fragt.

Denn jeder, der so etwas tut, ist dem Herrn ein Greuel. Wegen dieser Greuel vertreibt sie der Herr, dein Gott, vor dir.

Du sollst ganz und gar bei dem Herrn, deinem Gott, bleiben.»

 

Der Rosenkranz zu den neun Engelchören

Der sanfte Jesus liebt es, wenn wir klein und demütig sind. Deshalb habe ich mich ganz klein gemacht und den heiligen Michael um Hilfe gebeten. Jeden Tag habe ich den Rosenkranz zu den neun Engelchören gebetet, um Schutz und Befreiung von dem Bösen,

das noch in mir ist. Ich danke ihm, dass er mich von dem geistigen Hochmut befreit hat, der durch diese falschen Lehren Besitz von mir ergriffen hatte.

Ich spreche auch oft das kleine Gebet: «Jesus, Maria, ich liebe Euch, rettet Seelen.» Denn bei einem jedem solchen Liebesakt, der mit dem Herzen gebetet wird, wird eine Seele gerettet.

Seitdem ich aus ganzem Herzen zu Gott und in die Kirche zurückgekehrt bin, hat mir der Himmel mitgeteilt, dass ich mit dem Siegel Gottes bezeichnet worden bin. Ich habe es im Escorial empfangen, einem Ort, an dem vom Kardinal von Madrid Werke der Barmherzigkeit anerkannt worden sind.

Ich möchte ganz besonders der Heiligen Dreifaltigkeit und der heiligen Jungfrau Maria Dank sagen, die mich trotz meines großen Elends mit einem besonderen Siegel auf der Stirn bezeichnet haben. Das war das Siegel Gottes, damit der Feind sich nicht meiner Seele bemächtigen kann.

 

Der Mikrochip ist das Zeichen des Tieres

 Liebe Freunde, Satan ist zur Zeit entfesselt, um alle Seelen ins Verderben zu stürzen, die er durch den geistigen Hochmut in Versuchung führt. Eines seiner Vorhaben besteht darin, jeden Einzelnen durch ein Zeichen auf der Stirn oder der Hand zu bezeichnen.

Gott in seiner unendlichen Barmherzigkeit hat mich gebeten, dieses Zeichen des Tieres zur Sprache zu bringen, das man auch Mikrochip nennen kann. Dazu hat er mir einfach sein Wort in der Offenbarung an Johannes 13,16-18 gezeigt: «Die Kleinen und die Großen, die Reichen und die Armen, die Freien und die Sklaven, alle zwang es, auf ihrer rechten Hand oder ihrer Stirn ein Kennzeichen anzubringen.

Kaufen oder verkaufen konnte nur, wer das Kennzeichen trug: den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.

Hier braucht man Kenntnis. Wer Verstand hat, berechne den Zahlenwert des Tieres. Denn es ist die Zahl eines Menschennamens; seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig. »

Gott hat mir auch sein Wort aus der Offenbarung des Johannes 14,9-10 gezeigt: «Ein anderer Engel, ein dritter, folgte ihnen und rief mit lauter Stimme: Wer das Tier und sein Standbild anbetet und wer das Kennzeichen auf seiner Stirn oder seiner Hand annimmt, der muss den Wein des Zornes Gottes trinken, der unverdünnt im Becher seines Zorns gemischt ist. Und er wird mit Feuer und Schwefel gequält vor den Augen der heiligen Engel und des

Lammes.»

Liebe Freunde, der Mikrochip ist das Zeichen des Tieres. Wenn wir es freiwillig in unseren Körper aufnehmen, dann schneiden wir uns leider für ewig vom Himmelreich ab. Gott ruft uns zu Mut und zu Glauben auf. Wir sollen auf seine Hilfe und auf seine unendliche Macht vertrauen! Diese wird uns während der dreieinhalb Jahre des Antichristen beschützen (s. Dan 7,25 od. Dan 12,7). Gott wird seine Engel schicken, um sein Volk zu beschützen. Es wird sich in Ewigkeit nicht mit dem Zeichen der Bestie bezeichnen lassen.  Gott wird seinem Volk alles geben, was es braucht.

Haben wir also Vertrauen! Gott hat mir gesagt, ich solle eher fürchten, nicht über den Mikrochip zu sprechen, als über ihn zu sprechen. Also verkünde ich

es jederzeit, ob es nun gelegen oder ungelegen kommt, solange die Zeit der großen Barmherzigkeit Gottes noch anhält.

Wisset jedoch, meine lieben Freunde, dass diejenigen, die von den Engeln mit dem Siegel Gottes bezeichnet werden wollen, die Zehn Gebote Gottes

beachten müssen sowie die Reinheit, die Mildtätigkeit, die Armut, das Teilen und den Gehorsam gegenüber der Kirche.

«Fügt dem Land, dem Meer und den Bäumen keinen Schaden zu, bis wir den Knechten unseres Gottes das Siegel auf die Stirn gedrückt haben.» (Offb 7,3)

 

Die Eucharistie: Gehorsam gegenüber der Kirche

 

Liebe Freunde, da der gütige Jesus mich gebeten hatte, mich in allem zu unterwerfen, wollte ich der Kirche gehorsam sein. Deshalb wollte ich kennenlernen, was die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung über einige Dinge bezüglich der heiligsten Eucharistie sagt, die einzuhalten und zu vermeiden sind. Daraufhin habe ich die Instruktion Redemptionis sacramentum gelesen. Ich möchte einfach einige Textstellen wiedergeben, die mich am meisten beeindruckt haben.

Unter der Nummer 92 steht folgendes: «Obwohl jeder Gläubige immer das Recht hat, nach seiner Wahl die heilige Kommunion mit dem Mund zu empfangen, soll in den Gebieten, wo es die Bischofskonferenz erlaubt und der Apostolische Stuhl rekognosziert hat, auch demjenigen die heilige Hostie ausgeteilt werden, der das Sakrament mit der Hand empfangen möchte.

Man soll aber sorgfältig darauf achten, dass der Kommunikant die Hostie sofort vor dem Spender konsumiert, damit niemand mit den eucharistischen Gestalten in der Hand weggeht. Wenn eine Gefahr der Profanierung besteht, darf die heilige Kommunion den Gläubigen nicht auf die Hand gegeben werden.»

 Nr. 93: Es ist notwendig, die kleine Patene für die Kommunion der Gläubigen beizuhalten, um die Gefahr zu vermeiden, dass die heilige Hostie oder einzelne Fragmente auf den Boden fallen.

Nr. 94: Es ist den Gläubigen nicht gestattet, die heilige Hostie oder den heiligen Kelch «selbst zu nehmen und noch weniger von Hand zu Hand unter sich weiterzugeben». Außerdem ist in diesem Zusammenhang der Missbrauch zu beseitigen, dass die Brautleute bei der Trauungsmesse sich gegenseitig die heilige Kommunion spenden.

Nr. 104: Es ist dem Kommunikanten nicht erlaubt, selbst die Hostie in den Kelch einzutauchen oder die eingetauchte Hostie mit der Hand zu empfangen. Die Hostie, die eingetaucht wird, muss aus gültiger Materie bereitet und konsekriert sein; streng verboten ist die Verwendung von nicht konsekriertem Brot oder anderer Materie.

Nr. 157: Wenn gewöhnlich eine Anzahl geistlicher Amtsträger anwesend ist, die auch für die Austeilung der heiligen Kommunion ausreicht, können keine

außerordentlichen Spender der heiligen Kommunion beauftragt werden. In Situationen dieser Art dürfen jene, die zu einem solchen Dienst beauftragt worden sind, ihn nicht ausüben. Zu verwerfen ist das Verhalten jener Priester, die an der Zelebration teilnehmen, sich aber nicht an der Kommunionausteilung beteiligen und diese Aufgabe den Laien überlassen.

Nr. 158: Der außerordentliche Spender der heiligen Kommunion darf die Kommunion nur  dann austeilen, wenn Priester oder Diakon fehlen, wenn der Priester durch Krankheit, wegen fortgeschrittenen Alters oder aus einem anderen ernsten Grund verhindert ist, oder wenn die Gläubigen, die zur Kommunion hinzutreten, so zahlreich sind, dass sich die Messfeier allzusehr in die Länge ziehen würde. Dies muss aber so verstanden werden, dass eine gemäß den örtlichen Gewohnheiten und Bräuchen kurze Verlängerung ein völlig unzureichender Grund ist.

 

Kommunion und Beichte

 

Der Heilige Geist hat mich nach und nach gelehrt, wie ich gut kommunizieren und beichten kann. Vor meiner Bekehrung wusste ich nicht, dass die Kirche uns darum bittet, aus Demut eine Kniebeuge oder eine einfache Verbeugung zu machen, bevor wir die heilige Eucharistie empfangen. Jetzt führe ich das so aus, aus dem Geiste der Fügsamkeit gegenüber der Kirche heraus und aus Liebe zu Gott, unserem König.

Liebe Freunde, ich musste erst lernen, vor der Kommunion zur Beichte zu gehen und Hauptsünden wie Stolz, Geiz, Wollust, Neid, Völlerei, Zorn und Trägheit zu bekennen. Wenn diese Sünden nicht gebeichtet werden, dann führen sie uns in den tiefsten Abgrund.

 

Gott möchte die Homosexuellen retten

 In meiner Jugend hatte ich viele reunde, die homosexuell waren. Gott liebt sie und möchte sie retten.

Damit sie gerettet werden können, bittet er sie um Keuschheit. Gott möchte, dass wir rein sind. Gott möchte, dass wir alle wissen, dass die Hölle voll von Unreinheit ist. Sie ist voll von unsagbarem Leiden für diejenigen Seelen, die ihre Lust nicht bereuen wollten, solange sie noch auf der Erde waren.

Das Wort Gottes sagt ganz klar: «Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lustknaben, noch Knabenschänder, noch Diebe, noch Habgierige, keine Trinker, keine Lästerer, keine Räuber werden das Reich Gottes erben» (1 Kor 6,9).

 

Sich jeden Tag aufs Neue bekehren

 Der heilige Paulus fordert uns auf, zu unterscheiden, was der Leib des Herrn ist.

«Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken. Denn wer davon isst und trinkt, ohne zu bedenken, dass es der Leib des Herrn ist, der zieht sich das Gericht zu, indem er isst und trinkt. Deswegen sind unter euch viele schwach und krank und nicht wenige sind schon entschlafen» (1 Kor 11,28-30).

Ich persönlich bitte Gott, dass er mir in meiner großen Schwachheit die Gnade gewähren möge, dass ich mich jeden Tag aufs Neue bekehre. Bevor ich zur Beichte gehe, bitte ich den Heiligen Geist und die Heiligen, mir alle meine Sünden aufzuzeigen.

 

Praktiken von Satan

 

Die meisten Menschen auf meinen Vorträgen weltweit sind schon mehr oder weniger in Berührung  mit Yoga und Reiki gekommen.

Deshalb möchte Jesus, dass sie wissen, dass diese Praktiken nicht von ihm kommen. Sie kommen vielmehr von Satan, der dadurch Menschen an sich bindet und Macht über sie bekommt. Gott möchte nichts lieber, als diese Menschen zu befreien. Sie müssen nur einwilligen, durch die Beichte zu ihm umzukehren. Die Beichte ist ein Akt der Liebe und Hingabe an Gott. Sobald wir den Beichtstuhl betreten, breitet Gott seine Arme weit aus, um uns an sein Herz zu drücken. Er verbirgt sich nur hinter dem Priester. Doch er allein ist es, der in unserer Seele wirkt und sie in seinem kostbaren Blut reinwäscht.

 

Unsere Ewigkeit bereiten

 Wir sollten uns unsere Ewigkeit durch Gebet, Armut, Buße und zahlreiche Taten der Nächstenliebe bereiten. Denn an dem Tag, an dem wir vor Gott erscheinen werden, sollten wir mit Händen voller barmherziger Taten vor ihm stehen, um ins Paradies gelangen zu können. Dazu zählen alle Arten von Gebeten für die Sterbenden, für die Sünder, für uns selber, das Teilen mit den Armen, die Besuche bei Kranken oder die Besuche bei Gefangenen.

Sicher ist, dass ich, am jüngsten Tag meiner Seele, Gott gegenüber Rechenschaft geben muss für alle meine Gedanken, Worte und Werke. Deshalb nehme ich aus vollem Herzen die Reinigung hier auf Erden an. Um jeden Preis möchte ich das Fegefeuer, welches wohlgemerkt ein Feuer der Liebe ist, vermeiden. Ich versuche, alle meine Gedanken, Worte und Werke in reine Liebe umzuwandeln.

Dies war, liebe Leser, das Bekenntnis eines elenden Menschen, der aus ganzem Herzen und aus Liebe zu seinem Herrn umgekehrt ist. Denn Gott zögerte nicht, sich ans Kreuz schlagen zu lassen und für mich zu leiden, um mich und jeden einzelnen von euch zu retten. Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt (Joh 15,13).

Die Ewigkeit wird nicht ausreichen, um Gott für seine große Geduld bei meiner Bekehrung zu danken und seine große Barmherzigkeit zu preisen.

Liebe Freunde, ich habe um die Gnade des Kleinseins gebeten, um zur Liebe zu werden. Zu der Liebe, mit der der verlorene Sohn seinen himmlischen Vater über alle Maßen liebt … Und ihr, liebe Freunde, seid ihr bereit, euer Leben ohne Furcht vor dem Martyrium hinzugeben, zur alleinigen Herrlichkeit des Vaters und aus reiner Liebe?

 

Weihegebet an das Unbefleckte Herz Mariens

 (so wie es Fabienne vom Himmel empfangen hat)

Mein liebes Kind, übergib mir dein Nichts, übergib mir alles, ich liebe dich.

Ich bin deine Mama und ich möchte dich auf den Weg zum Paradies führen.

Weihe mir deine Gedanken, deine Werke und jeden einzelnen Tag.

Denke immer an mich, wenn du meinen heiligen Rosenkranz betest.

Vergiss mich nicht.

Ich liebe dich so sehr.

 

 

Begriffe, Techniken und Praktiken des New Age 

Rom hat uns einen Bericht, der eine christliche Reflexion über New Age ist gegeben. New Age wirbt für eine große Breite von Praktiken wie Akupunktur, Biofeedback, Chiropraxie, Kinesiologie, Homöopathie, Irisdiagnose, Massagen und verschiedene Körpertechniken (wie Ergonomie, Feldenkraismethode, Reflexzonenmassage, Rolfing, Polaritätsmassage, therapeutisches Berühren usw.), Meditation und Visualisation, Ernährungstherapien, Psychotherapien, verschiedene Arten von Pflanzenmedizin, Heilung durch Kristalle, Metalle, Musik oder Farben, Reinkarnationstherapien, schließlich die Programme in zwölf Stufen und Selbsthilfegruppen. (Jesus Christus, Quelle des lebendigen Wassers – Päpstliche Rat für Kultur und für den Interreligiösen Dialog) .

 


Weitere Begriffe des New-Age :

 

Das Tarot, Numerologie, Astrologie, Wahrsagen, Runen, Handlinien, Magnetismus, Eneagramme, Handschriftskunde, Talismane und Amulette, Tantra, Traumdeutung (Oneiromantik) , Aberglaube, Channeling, Heilungssitzungen mit den Wesen des Lichtes, die Wiederverbindung zur Individualität, Ouija-Tisch, der Glaube an das Karma / Reinkarnation, Heiler des New- Ages (Jesus ist der einzige Heiler), Telepathie, Telekinesie, positives Denken, Wünschelruten, Pendel, Toronto Segen, Autogenes Training, Transpersonale Psychologie, neues Denken, die Entwicklung des menschlichen Potentials, der Glaube in UFOs und Außerirdische, die Symbolkunde, Voodoo, weiße oder schwarze Magie, Schamanismus, Hypnose, Astralreisen, psychische Kraft, die neue Atmung, Aura lesen, alle Formen von heilenden Energien, Eröffnung der Chakren, Bachblüten, Kräuterheilkunde, Etiopathie, Entspannungstherapie, Aurikulartherapie, Zen-Shiatsu, alle Kampfkünste, die Silva-Methode, die Transzendentale Meditation, die geistige Anregung, Ayurveda, Kamasutra, alle New-Age  Kurse der inneren Heilung, New Age-Musik für Entspannung, Musiktherapie, Enneagramm, Ying / Yang, Regenbogen, New-Age Gebete, Labyrinth, Gnosis, Monismus, Pantheismus, Taoismus, Buddhismus und Hinduismus wie Gandhi nach New-Age Denken, Rosenkreuze, Martinismus, Freimaurerei, Mutter Erde, Gaia, Sophia, Wassermann-Zeitalter, kosmische Christus in verschiedenen Zeitschriften des New-Age (3. Jahrtausend, The Daily Word, Awakening Evolution, Living Magazine, Dawn, das Wesentliche, den erhabenen Geschmack, Haus des 21. Jahrhunderts, Yoga Mondo).

Für Kinder:

Pokemon – Magic-Karten, Rollenspiele, die Yu-Gi-Oh, Wicca, Game Boy, Halloween …

New Age: Verschiedene Autoren / Bücher 

Elizabeth Clare Prophet, Lopsang Rampa, Marilyn Ferguson, Allan Kardec – Leon Denis – Gabriel Delanne (Spiritualismus), H. P. Blavastky, Annie Besant, Alice Bailey, David Spangler, Rudolf Steiner, Khrishnamurti, Konfuzius, Nostradamus, Gerard Encausse, Eliphas Levi, Cagliostro, ADB Ru Shin, Benjamin Creme, S. Freud, Meurois-Givaudan, Rajneesh, Sri Aurobindo, Fritjof Capra, E. Cayce, GI Gurdjieff, Khalil Gibran, Rene Guenon, George Lucas und Carl Jung, Shirley MacLaine, die Secret R. Byrne, das Buch Ca Marche, der Kabbala, der Bhagavad Gita, das Buch Urantia, die Apokryphen, The Da Vinci Code / Angels and Demons D. Brown, H. Potter Thödol das Bardo, das Totenbuch zeitgenössische Bücher über die gesamte Kommunikation mit den Engeln, Lesungen über Indigo-Kinder, Mantak Chia’s Bücher wie heilende Energien, wie Lesen und Kryon télod soria , Oasis, Atlantis, das Buch Eckart (neues Land) …

Hier finden Sie alles, was auf einigen Websites « New Age Buchhandlung erwähnt wird »

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GLORIA POLO –  Von der Illusion zur Wahrheit

 

Ich stand an der Pforte des Himmels und der Hölle

Ein persönliches Zeugnis von Frau Dr. Gloria Polo

 

Das Zeugnis von Frau Dr. Gloria Polo

Der Unfall mit dem Blitzschlag

Guten Morgen, Grüß GOTT, liebe Brüder und Schwestern!

Es ist für mich sehr schön und eine große Freude, dass ich hier sein darf,  um mit Ihnen dieses große Geschenk zu teilen, das GOTT mir gemacht hat,. Das, was ich Ihnen erzählen werde, ist am 5. Mai 1995 bei der Nationalen Universität von Bogota, der Hauptstadt Kolumbiens, passiert, so gegen 16:30 Uhr.

Ich bin Zahnärztin. Ich und mein 23-jähriger Neffe, ebenfalls von Beruf Dentist, machten gerade unsere Dissertation. An diesem Tag, es war ein regnerischer Freitag, gingen wir zu­sammen mit meinem Mann in Richtung der Fakultät für Zahnheilkunde, um uns ein paar Bücher zu holen, die wir benötigten.

Mein Neffe und ich gingen zusammen unter einem kleinen Regenschirm. Mein Mann hatte einen wasserdichten Mantel und ging direkt entlang der Mauer der Hauptbibliothek, um sich vor dem Regen zu schützen. Während wir beide immer von einer Seite zur anderen wechselten, um den Pfützen auszuweichen – so näherten wir uns, ohne es selbst zu merken, einer Allee von Bäumen, und während wir über eine größere Pfütze sprangen, traf uns ein Blitz aus der Höhe, der so stark war, dass wir verkohlten. Mein Neffe war sofort tot und verstarb an Ort und Stelle.

Der Blitz hatte ihn von rückwärts getroffen und sein ganzes Inneres verbrannt. Äußerlich blieb er unversehrt. Obwohl er so jung war, war er ein ganz GOTT ergebener Mensch. Er verehrte besonders das JESUS-Kind. Er trug eine Medaille von IHM in einem Quarzkristall um den Hals. Die Fachleute der Gerichtsmedizin  sagten, es sei der Quarz gewesen, der den Blitz angezogen habe. Der Blitz ist direkt in sein Herz eingedrungen. Es trat sofort Herzstillstand ein. Es verbrannten alle seine inneren Organe, und danach verließ der Starkstrom des Blitzes seinen Körper über seine Beine. Die Wiederbelebungsversuche waren vergeblich. Aber rein äußerlich hatte er keine Verbrennungen. Was mich betrifft, so drang der Blitz über meinen Arm ein und verbrannte meinen gesamten Körper, innerlich und äußerlich, in schrecklicher Art und Weise. Diesen meinen wiederhergestellten Körper, den Sie jetzt und hier vor sich sehen, habe ich nur der Göttlichen Barmherzigkeit zu verdanken – er ist ein Ausdruck der Barmherzigkeit dieses unseres gütigen und uns über alles liebenden GOTTES. Mein ganzes Fleisch war durch diesen gewaltigen Blitzschlag verkohlt, meine Brüste waren weg, vor allem auf der linken Seite hatte ich da, wo vorher mein Busen war, ein großes Loch. Es gab kein Fleisch mehr an mir, sowohl  meine Rippen, mein Bauch, mein Unterleib als auch meine  Beine und meine Leber waren komplett verkohlt. Der Blitz verließ meinen Körper über mein rechtes Bein. Meine Nieren erlitten starke Verbrennungen, ebenso meine Lungen und einer meiner Eierstöcke.

Ich verwendete die Spirale als Verhütungsmittel, diese war aus Kupfer, und

Kupfer ist ja ein guter elektrischer Leiter. Deshalb waren wohl auch meine Eierstöcke so stark  verbrannt. Sie waren so klein wie zwei Weintrauben. Ich erlitt einen Herzstillstand und war praktisch ohne Leben. Mein Körper zuckte und vibrierte wegen des Elektro-Schocks, den der Blitz erzeugt hatte. Selbst der nasse Boden stand noch unter elektrischer Ladung. Deshalb konnte mir im ersten Moment auch niemand helfen, da es für längere Zeit  unmöglich war, mich anzufassen.

Die andere Seite des Geschehens

Aber hört nun gut zu! Dies war der körperliche, der materialistische, physische Teil meines Unfalles. Aber der andere Teil dieses Geschehens war weitaus schöner, es war ein unvorstellbares, ein wunderschönes Erlebnis. Denn während mein Körper verkohlt da lag, befand ich (meine Seele) mich in einem wunderbaren weißen Tunnel. Es war ein weißes Licht um mich herum, ein unbeschreibbares Licht, das in mir eine solche Wonne auslöste, einen solchen Frieden, ein solches Glück. Gefühle, die mit menschlichen Worten einfach nicht zu beschreiben sind. Es gibt  – ganz einfach gesagt – keine irdischen Worte, um die Größe dieses Augenblickes zu beschreiben. Es war eine wahnsinnig enorme Ekstase, ein unbeschreiblicher Höhepunkt. – In diesem Licht bewegte ich mich vorwärts, unbeschreiblich glücklich und voll Freude, nichts beschwerte mich in diesem Tunnel. Als ich aufschaute, sah ich am Ende dieses Tunnels so etwas wie eine Sonne, ein weißes Licht, ich sage « weiß » nur um eine Farbe zu nennen, denn die Farbe des Lichtes und seine Helligkeit war unbeschreiblich, sie war mit nichts zu vergleichen, was es auf dieser Welt an Farben gibt. Das Licht war einfach wunderschön. Dieses Licht war für mich wie die Quelle dieser ganz großen Liebe, dieses Friedens in mir und um mich herum, eine unbeschreibliche Liebe und ein Friede, den ich von der Welt nicht kannte…

Während ich mich in diesem Tunnel vorwärts bewegte, sagte ich zu mir selbst: „Karamba! Ich bin ja gestorben…“ Und in diesem Augenblick dachte ich an meine Kinder und jammerte: „Oh, mein GOTT, meine Kinderchen! Was werden wohl meine Kinder sagen?“ Ich war eine Mutter, immer beschäftigt und unter Stress, die nie Zeit für sie hatte. Ich ging sehr früh morgens aus dem Haus, um die Welt zu erobern, und kehrte erst spät abends wieder heim. Und dabei war ich unfähig, meine Familie und meine Kinder richtig zu betreuen. Und da sah ich nun die ganze Misere meines eigenen Lebens in der ganzen Wahrheit und ohne Beschönigungen, und es überkam mich eine große Traurigkeit.

In diesem Moment innerer Leere wegen der Abwesenheit meiner Kinder nahm ich weder meinen Körper noch die Dimension von Zeit und Raum wahr. Ich blick­te wieder auf und sah etwas sehr Schönes. Ich sah alle Menschen meines Lebens in einem einzigen Moment und gleichzeitig, wirklich in einem nur einzigen Augenblick, und zwar die Lebenden und die Toten. Ich umarmte meine Urgroß­eltern, meine Großeltern, meine Eltern, die bereits gestorben waren, einfach alle! Es war ein solcher Augenblick der Fülle, es war wunderbar. Ich begriff nun, dass man mich mit der Ge­schichte von der Re-Inkarnation betrogen hatte. Ich hatte mir  praktisch damit ein „Eigentor“ geschossen, denn ich hatte die „Re-Inkarnation“ immer fanatisch und vehement verteidigt. Man hatte mir gesagt, dass meine Großmutter sich  in jemand Anderen inkarniert habe, aber sie sagten mir nicht, in wen, und weil mir die Wahrsagerei, um das herauszubekommen, zu teuer war, ließ ich die Sache auf sich beru­hen und forschte nicht weiter nach , in wen sie sich inkarniert hat. Ich selbst traf immer wieder Menschen, von denen ich annahm, dass mein Urgroßvater und mein Großvater in diesen Personen inkarniert wären. Und nun hatte ich soeben meinen Großvater und mei­ne Urgroßvaterumarmt. Wir haben uns ganz richtig und wirklich um­armt, und ich traf alle in einem einzigen Augenblick; und das geschah mit allen Leuten, die ich je gekannt habe, und aus allen Gegenden, wo ich einmal war, und zwar mit Lebenden und Verstorbenen – und das  alles in einem Moment. Nur meine Tochter reagierte er­schrocken, als ich sie umarmte. Sie war damals gerade mal neun (9) Jahre alt und hat meine Umarmung in ihrem wirklichen Leben auf dieser Welt in demselben Moment gespürt. Sie fühlte also meine Umarmung in diesen Stunden, in denen sie und die ganze Familie um mein Leben bangten, da ich mein Körper ja noch im Krankenhaus im Koma lag. Normalerweise spüren wir eine solche Umarmung aus dem Jenseits nicht. In diesem wunderbaren Zustand ist die Zeit stehen geblieben, es einfach so wundervoll, ohne dem Ballast des Fleisches, ohne Leib. Und schaute die Leute nicht mehr so an wie früher. Im meinem Leben vorher schaute ich nur darauf, ob einer dick, dünn, hässlich, dunkelhäutig oder gut angezogen war oder nicht… Ich teilte die Menschen danach ein, und war deshalb voller Vorurteile und zynischer Kritik. Immer, wenn ich über andere sprach, habe ich kritisiert. Jetzt, hier war das ganz anders. Hier war alles ohne den körperlichen Leib. Jetzt sah ich auch das Innere der Menschen und wie schön war das, das Innere der Menschen zu sehen, ihre Ge­danken und Gefühle, während ich sie umarmte. Und während ich alle so in den Arm nahm, bewegte ich mich gleichzeitig immer weiter nach oben.

Und auf diese Art kam ich mich weiter, voll des Friedens und glücklich. Und je höher ich aufstieg, umso mehr wurde mir bewusst, dass mir eine wunderbare Vision zuteil geworden war – und am Ende dieses Weges sah ich einen See, einen wunderbaren See, umgeben von so wun­derschönen Bäumen, so schön, so schön, es gibt keine Stei­gerung von schön. Und ebenso waren hier Blumen in allen Farben, mit einem Duft, der einem so wohl tat – es war alles so anders, alles war so überaus schön in diesem wunderbaren Garten, an diesem herrlichen Ort – es gibt keine Worte, um das zu beschreiben, alles war Liebe.

Es gab da zwei Bäume, die etwas einschlossen. Es schien ein Eingangstor zu sein. Es ist alles so ganz anders, als wir es kennen. Nicht einmal die Farben haben eine Ähnlichkeit mit den unseren. Dort ist alles so unaussprechlich schön. In die­sem Augenblick sehe ich meinen Neffen, der mit mir verun­glückt war, wie er in diesen wunderbaren Garten hineingegangen ist. Und ich wusste, ich fühlte, dass ich dort nicht eintreten durfte, und auch noch nicht konnte, – dort eintreten… 

Kupfer ist ja ein guter elektrischer Leiter. Deshalb waren wohl auch meine Eierstöcke so stark  verbrannt. Sie waren so klein wie zwei Weintrauben. Ich erlitt einen Herzstillstand und war praktisch ohne Leben. Mein Körper zuckte und vibrierte wegen des Elektro-Schocks, den der Blitz erzeugt hatte. Selbst der nasse Boden stand noch unter elektrischer Ladung. Deshalb konnte mir im ersten Moment auch niemand helfen, da es für längere Zeit  unmöglich war, mich anzufassen.

Die andere Seite des Geschehens

Aber hört nun gut zu! Dies war der körperliche, der materialistische, physische Teil meines Unfalles. Aber der andere Teil dieses Geschehens war weitaus schöner, es war ein unvorstellbares, ein wunderschönes Erlebnis. Denn während mein Körper verkohlt da lag, befand ich (meine Seele) mich in einem wunderbaren weißen Tunnel. Es war ein weißes Licht um mich herum, ein unbeschreibbares Licht, das in mir eine solche Wonne auslöste, einen solchen Frieden, ein solches Glück. Gefühle, die mit menschlichen Worten einfach nicht zu beschreiben sind. Es gibt  – ganz einfach gesagt – keine irdischen Worte, um die Größe dieses Augenblickes zu beschreiben. Es war eine wahnsinnig enorme Ekstase, ein unbeschreiblicher Höhepunkt. – In diesem Licht bewegte ich mich vorwärts, unbeschreiblich glücklich und voll Freude, nichts beschwerte mich in diesem Tunnel. Als ich aufschaute, sah ich am Ende dieses Tunnels so etwas wie eine Sonne, ein weißes Licht, ich sage « weiß » nur um eine Farbe zu nennen, denn die Farbe des Lichtes und seine Helligkeit war unbeschreiblich, sie war mit nichts zu vergleichen, was es auf dieser Welt an Farben gibt. Das Licht war einfach wunderschön. Dieses Licht war für mich wie die Quelle dieser ganz großen Liebe, dieses Friedens in mir und um mich herum, eine unbeschreibliche Liebe und ein Friede, den ich von der Welt nicht kannte…

Während ich mich in diesem Tunnel vorwärts bewegte, sagte ich zu mir selbst: „Karamba! Ich bin ja gestorben…“ Und in diesem Augenblick dachte ich an meine Kinder und jammerte: „Oh, mein GOTT, meine Kinderchen! Was werden wohl meine Kinder sagen?“ Ich war eine Mutter, immer beschäftigt und unter Stress, die nie Zeit für sie hatte. Ich ging sehr früh morgens aus dem Haus, um die Welt zu erobern, und kehrte erst spät abends wieder heim. Und dabei war ich unfähig, meine Familie und meine Kinder richtig zu betreuen. Und da sah ich nun die ganze Misere meines eigenen Lebens in der ganzen Wahrheit und ohne Beschönigungen, und es überkam mich eine große Traurigkeit.

In diesem Moment innerer Leere wegen der Abwesenheit meiner Kinder nahm ich weder meinen Körper noch die Dimension von Zeit und Raum wahr. Ich blick­te wieder auf und sah etwas sehr Schönes. Ich sah alle Menschen meines Lebens in einem einzigen Moment und gleichzeitig, wirklich in einem nur einzigen Augenblick, und zwar die Lebenden und die Toten. Ich umarmte meine Urgroß­eltern, meine Großeltern, meine Eltern, die bereits gestorben waren, einfach alle! Es war ein solcher Augenblick der Fülle, es war wunderbar. Ich begriff nun, dass man mich mit der Ge­schichte von der Re-Inkarnation betrogen hatte. Ich hatte mir praktisch damit ein „Eigentor“ geschossen, denn ich hatte die „Re-Inkarnation“ immer fanatisch und vehement verteidigt. Man hatte mir gesagt, dass meine Großmutter sich  in jemand Anderen inkarniert habe, aber sie sagten mir nicht, in wen, und weil mir die Wahrsagerei, um das herauszubekommen, zu teuer war, ließ ich die Sache auf sich beru­hen und forschte nicht weiter nach , in wen sie sich inkarniert hat. Ich selbst traf immer wieder Menschen, von denen ich annahm, dass mein Urgroßvater und mein Großvater in diesen Personen inkarniert wären. Und nun hatte ich soeben meinen Großvater und mei­ne Urgroßvater umarmt. Wir haben uns ganz richtig und wirklich um­armt, und ich traf alle in einem einzigen Augenblick; und das geschah mit allen Leuten, die ich je gekannt habe, und aus allen Gegenden, wo ich einmal war, und zwar mit Lebenden und Verstorbenen – und das  alles in einem Moment. Nur meine Tochter reagierte er­schrocken, als ich sie umarmte. Sie war damals gerade mal neun (9) Jahre alt und hat meine Umarmung in ihrem wirklichen Leben auf dieser Welt in demselben Moment gespürt. Sie fühlte also meine Umarmung in diesen Stunden, in denen sie und die ganze Familie um mein Leben bangten, da ich mein Körper ja noch im Krankenhaus im Koma lag. Normalerweise spüren wir eine solche Umarmung aus dem Jenseits nicht. In diesem wunderbaren Zustand ist die Zeit stehen geblieben, es einfach so wundervoll, ohne dem Ballast des Fleisches, ohne Leib. Und schaute die Leute nicht mehr so an wie früher. Im meinem Leben vorher schaute ich nur darauf, ob einer dick, dünn, hässlich, dunkelhäutig oder gut angezogen war oder nicht… Ich teilte die Menschen danach ein, und war deshalb voller Vorurteile und zynischer Kritik. Immer, wenn ich über andere sprach, habe ich kritisiert. Jetzt, hier war das ganz anders. Hier war alles ohne den körperlichen Leib. Jetzt sah ich auch das Innere der Menschen und wie schön war das, das Innere der Menschen zu sehen, ihre Ge­danken und Gefühle, während ich sie umarmte. Und während ich alle so in den Arm nahm, bewegte ich mich gleichzeitig immer weiter nach oben.

Und auf diese Art kam ich mich weiter, voll des Friedens und glücklich. Und je höher ich aufstieg, umso mehr wurde mir bewusst, dass mir eine wunderbare Vision zuteil geworden war – und am Ende dieses Weges sah ich einen See, einen wunderbaren See, umgeben von so wun­derschönen Bäumen, so schön, so schön, es gibt keine Stei­gerung von schön. Und ebenso waren hier Blumen in allen Farben, mit einem Duft, der einem so wohl tat – es war alles so anders, alles war so überaus schön in diesem wunderbaren Garten, an diesem herrlichen Ort – es gibt keine Worte, um das zu beschreiben, alles war Liebe.

Es gab da zwei Bäume, die etwas einschlossen. Es schien ein Eingangstor zu sein. Es ist alles so ganz anders, als wir es kennen. Nicht einmal die Farben haben eine Ähnlichkeit mit den unseren. Dort ist alles so unaussprechlich schön. In die­sem Augenblick sehe ich meinen Neffen, der mit mir verun­glückt war, wie er in diesen wunderbaren Garten hineingegangen ist. Und ich wusste, ich fühlte, dass ich dort nicht eintreten durfte, und auch noch nicht konnte, – dort eintreten… 


Die erste Rückkehr

In diesem Moment hörte ich die Stimme meines Mannes. Er schreit, weint mit zerbrochenem Herzen und ruft aus tiefster Seele: „Gloria!!! Was ist passiert! Gloria! Bitte lass mich nicht allein. Schau Deine Kinder brauchen Dich. Gloria, komm zurück! Sei kein Feigling und lass uns nicht allein zurück!“ In diesem Augenblick sah ich alles – wie auf einem Blick – ich hatte die Übersicht über alles –  und sah nicht nur ihn, wie er so schmerzlich weinte. Und in diesem Augenblick gewähr­te mir der HERR die Rückkehr. Aber ich wollte nicht zurück. Dieser Friede, diese Freude, diese Wonne, in die ich hier eingehüllt war, faszinierte mich. Aber allmählich und immer mehr begann ich mich abwärts zu bewegen in Richtung meines Körpers, den ich ohne Leben vorfand. Ich sah, dass mein lebloser Körper auf einer Tragbahre in einer Abteilung der medizinischen Universität von Bogota lag. Ich sah die Ärzte, wie sie sich um mich bemühten, und mir mit einem Gerät Elektroschocks verabreichten, um meinen Herzstillstand zu beheben. Vorher hatten mein Neffe und ich mehr als zwei Stunden am Boden gelegen, weil man uns wegen der elektrischen Schläge, die von unseren durch den Blitzschlag mit Strom aufgeladenen Körpern ausgin­gen, nicht anfassen konnte. Erst jetzt konnten sie sich um uns kümmern und erst jetzt begann das Bemühen um meine Wie­derbelebung. Und sehen Sie her. Ich (Meine Seele) komme zu meinem Körper und berühre mit den Füßen meiner Seele diese Stelle meines Kopfes (Frau Gloria zeigt dabei auf die Stelle Ihres Kopfes). Die Seele ist ein Abbild unseres menschlichen Körpers in ihrer Form. – Und in dem Moment sprang ein Funke mit großer Kraft auf mich über. Und so zwinge ich mich wieder in meinen Körper hinein. Es schien mir, als sauge er mich wieder in sich hinein. Dieses Eintreten in den Körper tat unendlich weh, denn von allen Seiten sprühte mein Körper Funken. Und es fühlte sich an, als würde ich in etwas sehr Kleines, Enges hineingepresst werden. Das war aber mein Körper. Es war als würde ich mit meiner ganzen normalen Statur in Babywäsche gezwängt, die aus Draht zu sein schien. Es war ein fürchterlicher Schmerz. Und ab diesem Zeitpunkt begann ich auch die Schmerzen meines total ver­brannten Körpers zu spüren, dieser ausgebrannte Leib tat so weh, so unsäglich weh, es brannte fürchterlich, alles rauchte und dampfte.

Ich hörte, wie die Ärzte riefen: Sie ist zu sich gekommen! Sie ist zu sich gekommen! Sie waren außer sich vor Freude, aber meine Schmerzen waren unbeschreiblich. Meine Beine waren total schwarz und verkohlt, mein ganzer Leib war eine offene Fleischwunde, so überhaupt noch Fleisch dran war.

Die Eitelkeit

Der größte, unerträglichste  Schmerz aber war meine Eitelkeit. Das war eine andere Art von Schmerz in mir, es war die Eitel­keit eines weltlichen Weibes, einer emanzipierten Frau von Welt, einer selbstständigen, selbstbewussten Exekutiv-Fachfrau, Professionistin, Akademikerin, Intellektuellen, einer Studierten, einer Frau der Wirtschaft, eines Geschöpfes, das in der Gesellschaft eine Rol­le hatte spielen wollen. Zugleich war ich aber eine Sklavin meines Körpers, Sklavin der Schönheit, der Mode. Täglich verbrachte ich vier Stunden mit Aerobic, mit Mas­sagen Diäten und Injektionen, und alles, was Sie sich in der Rich­tung nur vorstellen können. Das Wichtigste, mein Götze war die Schönheit meines Körpers. Und dafür nahm ich viele Opfer auf mich. Das war mein Leben ge­wesen, nur ein Götzen-Dienst an meiner äußeren Schönheit.

Ich pflegte zu sagen, ein schöner Busen ist dazu da, um ihn herzuzeigen. Warum sollte ich ihn verstecken? Dasselbe sagte ich von meinen Beinen, denn ich wusste, dass ich spekta­kuläre Beine besaß und alles in allem eine sehr gute Figur. Und in einem Moment sah ich mit Entsetzen und begriff, wie ich mein ganzes Leben immer nur meinen Körper gepflegt hatte Dies war der Mittelpunkt meines Lebens und mein ganzes Interesse gewesen: die Liebe zu meinem Körper. Und nun hatte ich keinen Körper mehr. Da wo die Brust war, waren beeindruckende Löcher, besonders an der linken Seite war alles weg. Meine Beine sahen entsetzlich aus, nur mehr blanke Knochenstumpen, verkohlt, total schwarz wie verbrannte Grill-Koteletts. Ja, alle Stellen meines Körpers, die ich am mei­sten gehegt und gepflegt hatte, waren verkohlt und kaputt.

Im Krankenhaus

Anschließend brachte man mich ins Krankenhaus der Sozial­versicherung. Dort begannen sie mich schnell zu operieren und meine verbrannten Gewebe-Stellen abzuschaben. Während der Narkose verließ ich meinen Körper zum zweiten Mal und schaute zu, was die Ärzte mit mir machten und war um mein Leben sehr be­sorgt, vor allem hatte ich Angst um meine Beine. Als plötzlich – wie entsetzlich und schrecklich –  etwas Fürchterliches geschah…

Weil ich muss Ihnen, meine lieben Schwestern und Brüder, gestehen, auch im Religiösen war ich – wie auch sonst in meinem ganzen Leben – „auf Diät“.  Also ich war in der Beziehung zum HERRGOTT eine auch „im Glauben auf Diät gesetzte Katholikin“. Es ist wichtig, dass Sie sich dessen bewusst sind: Ich war eine schlechte Katholikin.

Meine ganze Beziehung zu GOTT bestand darin, dass ich einen Sonn­tagsgottesdienst besuchte, der lediglich 25 Minuten dauerte. Ich suchte mir immer die Heiligen Messen aus, wo der Priester am wenigsten sprach, weil mich sein Reden langweilte. Welche Qual waren mir die Priester, die lange Predigten hielten. Das war meine Beziehung zu GOTT – sie war sehr dürftig und darum hatten auch alle weltlichen Strömungen und Mode-Erscheinungen eine solche Gewalt über mich. Ich war eine richtige Windfahne.  Was gerade als das Neueste, das Modernste des Rationalismus oder der Freigeistigkeit galt, zum dem lief ich mit fliegenden Fahnen über.  Es fehlte mir der Schutz des Gebetes, es fehlte mir der Glaube. Es fehlte mir auch der Glaube an die Kraft der Gnade, an die Kraft des Heiligen Messopfers. Und gerade als ich mich für meinen Beruf weiterbildete und spezialisierte, brachte diese meine Flatterhaftigkeit die schlimmsten Blüten hervor.  In dieser zeit an der Universität hörte ich eines Tages einen katholischen  Priester sagen, dass es „keinen Teufel gäbe und eben auch keine Hölle“.

Das war genau das, was ich hören wollte! Sofort dachte ich bei mir: wenn es also keinen Teufel gibt und keine Hölle, dann kommen wir alle in den Himmel. Wer braucht  jetzt noch Angst zu haben?

Worüber ich jetzt noch sehr traurig bin, was ich Ihnen nur mit großer Scham eingestehen kann, ist, dass dies, nämlich der Glaube an die Hölle, das letzte Band war, das mich noch in der Kirche hielt. Es war einfach diese existenzielle Angst vor dem Teufel, die mich noch mit der Gemeinschaft der Kirche in Verbindung stehen ließ. Als man mir also sagte, es gäbe ihn und die Hölle ja gar nicht, sagte ich mir also gleich:

„Warum soll ich mich da noch bemühen und für ein Leben nach den Regeln der „alten Kirche“ kämpfen. Also gut, dann kommen wir alle  in den Himmel, es ist also ganz egal, was wir sind und was wir tun.“

Das eben war dann endgültig der Grund, warum ich mich völlig vom HERRN entfernte. Ich entfernte mich von der Kirche und begann über sie zu schimpfen und nannte sie dumm und überholt … etc. Ich hatte keine Angst mehr vor der Sünde und begann meine Beziehung zu GOTT kaputt zu machen. Die Sünde blieb nicht nur in mir drinnen, sondern diese Sünde begann sich über mich nach außen zu verbreiten und andere anzustecken. Ich wurde im negativen Sinn aktiv. Ja, ich fing jetzt sogar selber an, allen zu erzählen, dass der Teufel gar nicht existiert, dass er eine Erfin­dung der Geistlichkeit sei – und irgendwann begann ich auch meinen Kollegen auf der Universität zu sagen, dass auch GOTT nicht existiere und dass wir ein Produkt der Evolution sind etc. etc. Und so gelang es mir, viele Menschen zu beeinflussen. Das sei vorausgeschickt, damit Sie das Nachfolgende besser verstehen können.

Den Teufel gibt es wirklich

Nun hören Sie, was passierte: Als ich mich in dieser fürch­terlichen Situation befand, was für ein entsetzlicher Schreck! Denn auf einmal sah ich, dass es wirklich Dämonen gab; und sie kamen jetzt, um mich zu holen. Ich sah diese Teufel mit all ihrer Schrecklichkeit vor mir, Und keine der Darstellungen, die ich auf Erden bisher gesehen habe, können auch nur im Kleinsten darlegen, wie schrecklich diese Teufel in Wirklichkeit aussehen. Und so sehe ich, wie auf einmal aus den Wänden des Operationssaales, viele dunkles Gestalten herauskommen. Es scheinen ganz normale und gewöhnliche Menschen zu sein, aber sie haben alle diesen schrecklichen, grauenhaften Blick. Der Hass schaut ihnen direkt aus den Augen heraus. Und auf einmal begreife ich, dass ich ihnen etwas schulde. Sie kamen, um mich zu kassieren, weil ich ihre Angebote zur Sünde angenommen hatte, und nun musste ich den Preis dafür bezahlen, und dieser Preis war ich selber. Denn mei­ne Sünden hatten Konsequenzen. Die Sünden gehören Satan, sie sind kein Gratisangebot von ihm, sie müssen bezahlt werden. Der Preis sind wir selber. Wenn wir also sozusagen in seinem Laden einkaufen, werden wir die Ware bezahlen müssen. Das sollte uns bewusst werden. Wir müssen für jede Sünde bezahlen, wir bezahlen mit unserer Gewissensruhe, wir bezahlen mit unserem inneren Frieden, wir bezahlen mit unserer Gesundheit… Und wenn wir sehr treue Stammkunden in Satans Supermarkt sind und immer nur in seinem Laden einkaufen, wird er am Ende uns selber kassieren.

Und die größte Verleumdung und die Haupt-Lüge, der große Trick des Teufels ist es, dass er das Märchen verbreitet, dass es ihn (den Teufel) gar nicht gäbe.

Und diese fürchterlichen, dunklen Gestalten umkreisen mich und es ist eindeutig, dass sie nur mit dem einen Ziel kommen, mich mitzunehmen. Sie haben wahrscheinlich keine Vorstellung, was das für ein Schrecken, was das für eine scheußliche Angst war, dass mir mein ganzer Intellekt, meine Hochgeistigkeit, meine Wissenschaftlichkeit, meine akademischen Titel und meine abgeschlossene Berufsausbildung in dieser Situation überhaupt nichts halfen. Sie waren vollkommen wertlos. Diese Sünden ziehen uns also in die Tiefe, nach unten, hin zum „VATER der LÜGE“. Wenn wir aber unsere bedauerlichen Versa­ger und Sünden (die wir bezahlen müssen) im Bußsakrament zu GOTT bringen, dann bezahlt GOTT den Preis. ER hat ihn mit seinem eigenen Blut und Leben am Kreuz bezahlt. Und ER bezahlt jedes Mal, wenn wir sündigen, wieder. ER hat für uns die Höllenqualen erduldet, die wir uns eingehandelt haben und die uns dem Besitzer der Sünden (dem Satan) verpflichtet haben. Wir sind von JESUS CHRISTUS frei gekauft worden. Wir haben nun ein Anrecht auf SEIN Reich, auf SEIN Leben, denn ER hat uns zu  „Kindern GOTTES“ gemacht.

Und da kamen sie nun, diese dunklen Gesellen, um ihr Eigentum – MICH – zu kassieren…

Ich sah sie jetzt aus der Wand hervortreten und in den OP hereinkommen. Es waren sehr viele Personen, die da plötzlich herumstanden. Nach außen sahen sie zunächst normal aus, aber der Blick eines jeden war voller Hass, voll eines teufli­schen Hasses. Und sie waren so seelenlos, wie innen ausgebrannt. Meine Seele sträubte sich und erzitterte, und ich verstand sofort, dass sie Dämonen waren. Ich verstand, dass sie meinetwegen hier waren, weil ich ihnen etwas schuldete, denn die Sünde ist nicht gratis. Dies ist ja die größte Nieder­tracht und Lüge des Teufels, dass er die Menschen glauben macht, dass es ihn gar nicht gibt. Das ist seine Strategie, danach kann er alles mit uns machen, was er will, dieser Lügner. Und nun sah ich mit Entsetzen: O ja, es gibt sie und sie begannen bereits mich zu umkreisen, sie wollten mich holen. Können Sie sich mein Entsetzen vorstellen? Meine Angst, diesen Terror?!

Meine ganze Wissenschaft, Gescheitheit und gesell­schaftliche Stellung nützten mir nun gar nichts. Ich begann mich am Boden zu wälzen, mich auf meinen Körper zu werfen, weil ich in meinen Körper flüchten wollte, aber mein Körper nahm mich nicht mehr auf; und dies war ein fürchterlicher Schreck. Ich fing an zu laufen und zu fliehen. Ich weiß nicht wie, aber ich durchbrach die Wand des Operationssaales. Ich wollte nichts als fort, aber als ich durch die Wand hindurch ging – zack – machte ich einen Sprung ins Nichts. Ich wurde ins Innere eines dieser Tunnels verfrachtet, die plötzlich da waren und nach unten führten. Am Anfang war noch etwas Licht da und es waren Lichter wie Bienenwaben. Und es wimmelte hier auch wie in einem Bienenstock, so viele Menschen waren hier. Erwachse­ne, Alte, Männer, Frauen und mit lautem Geschrei, borstig und mit wilder Mähne knirschten sie mit den Zähnen. Und ich wurde immer tiefer in die  Erde hinabgezogen und bewegte mich un­aufhörlich nach unten, obwohl ich mich immer bemühte, von da raus zu kommen. Das Licht wurde immer weniger, es wurde immer düsterer, und ich trieb in diesem Tunnel dahin bis es außerordentlich finster wurde. Wehrlos tauchte ich in diese Finsternis ein, für die es einfach  keinen Vergleich gibt. Die finsterste Finsternis dieser Erde ist dagegen noch ein heller Mittag. Aber dort verursacht diese Finsternis fürchterliche Schmerzen, Horror und Scham, – und sie stinkt entsetzlich. Es ist eine lebendige Finsternis, nichts dort ist tot oder regungslos. Nachdem ich hilflos und wehrlos durch diese Tunnels geschlittert bin, kam ich unerwartet zu einem ebenen Platz. Hier war ich nun total verzweifelt, aber besessen von einem eisernen Willen, von da wegzukommen. Es war derselbe Wille wie früher, um im Leben etwas zu erreichen, was mir jetzt und hier überhaupt nichts nützte – denn ich war jetzt hier und konnte mich nicht befreien. Von den großen Vorstellungen und Träumen von früher ist nichts mehr übrig geblieben. Ich bin auf einmal einfach nur ganz klein, ganz winzig geworden.

Und dann sah ich plötzlich, wie der Boden sich öffnete. Es sah aus wie ein großer Mund, wie ein entsetzlich großes Maul, ein Schlund. Der Boden lebte, er bebte!!! Ich fühlte mich entsetzlich leer und unter mir dieser beängstigende, entsetzliche Abgrund, den ich einfach mit menschlichen Worten gar nicht beschreiben kann. Und das Fürchterlichste war, dass man hier absolut nichts mehr von der Gegenwart und Liebe GOTTES spürte, hier war nichts mehr, nicht ein Tröpfchen Hoffnung. Dieses Loch hatte etwas an sich, das mich unwiderstehlich nach unten saugte. Ich schrie wie eine Verrückte. Ich erschrak zu Tode, als ich merkte, dass ich diesen Absturz nicht verhindern konnte, son­dern, dass ich unaufhaltsam nach unten gezogen wurde. Ich wusste, wenn ich da einmal hinunter gestürzt bin, dann komme ich nicht wieder zurück. Und ich werde ohne Ende immer tiefer und tiefer stürzen. Das war der Tod meiner Seele, der geistige Tod meiner Seele, ich würde unwiderruflich für immer verloren sein.

Aber während dieses entsetzlichen Horrors, am Rand dieses Abgrundes, spürte ich plötzlich wie mich der Heilige Erzengel Michael an den Füßen festhielt. Mein Körper fiel in dieses Loch, aber ich wurde an den Füßen festgehalten. Es war ein Augenblick furchtbaren Schmerzes  und auch schrecklicher Angst. Aber als ich so am Abgrund hing, irritierte die Dämonen das bisschen Licht, das ich noch in mei­ner Seele hatte, und so stürzten sich alle diese Ungeheuer auf mich. Diese fürchterlichen Kreaturen waren wie Larven, wie Blutsauger, um dieses Licht in mir endgültig auszulöschen. Stellen Sie sich meinen Ekel und Horror vor, als ich mich von diesen ekel­erregenden Kreaturen bedeckt sah. Ich schrie, ich schrie wie verrückt. Diese Dinger brannten. O meine Schwestern und Brüder, es handelt sich um eine lebendige Finsternis, es ist der Hass, der so brennt, der uns verschlingt, der uns ausbeutet und aussaugt. Es gibt keine Worte, um diesen Horror zu beschreiben.

Die Armen Seelen

Sie müssen wissen, ich war eine Gottlose, praktisch eine Atheistin. Ich glaubte ja nicht mehr an die Existenz des Teufels, und danach auch nicht mehr an die Existenz GOTTES. Aber hier – unter diesen Umständen – begann ich zu schreien:

„Ihr Armen Seelen im Fegefeuer, ich bitte euch, holt mich weg von hier,

helft mir heraus. Bitte helft mir!“

Als ich so schrie, erfüllte mich ein beißender Schmerz. Da bemerkte ich, wie Millionen und Abermillionen Menschen weinten und flennten. Plötzlich sah ich, wie hier eine unzählige Menge Menschen war, Jugendliche, vor allem junge Menschen, alle in unsäglichen Schmerzen. Ich begriff, dass sie an diesem schrecklichen Ort, in diesem Sumpf und Morast voll Hass und Schmerz mit den Zähnen knirschten, und ein Heulen und Wehgeschrei aus ihnen hervorbrach, das mich erzittern ließ, das ich niemals vergessen werde. Begreifen Sie? Das ist Gottferne, das ist Sünde, das sind die Folgen der Sünden. Begreifen Sie, was Sünde ist? GOTT völlig entgegengesetzt, der die Unendliche Liebe ist. So etwas Entsetzliches ist die Sünde, dass sie solch wahnwitzige Folgen hat. Und wir machen unsere Witze darüber. Witze über die Sünde, über die Hölle und über die Dämonen. Dabei wissen wir leider nicht, was wir tun.

Es sind seither Jahre vergangen, seit ich dies erlebt habe, aber immer, wenn ich dran denke, muss ich weinen über die Schmerzen dieser vielen, vielen Menschen. Es waren Selbst­mörder, die sich in einem Augenblick der Verzweiflung umge­bracht haben, und nun waren sie in diesen Qualen, in dieser Not, in dieser Folter; umgeben von diesen fürchterlichen Din­gen, eingekreist von Dämonen, die sie quälten. Aber das Schrecklichste an der ganzen Tortur war: die Abwesenheit GOTTES, die völlige Abwesenheit GOTTES, denn dort spürt man GOTT nicht.

Und ich verstand, dass jene, die sich das Leben nehmen, dort so lange bleiben müssen, so viele Jahre als sie auf Erden noch zu leben gehabt hätten. Denn mit dem Selbstmord waren sie aus der Ordnung GOTTES herausge­fallen, deswegen hatten die Dämonen Zutritt zu ihnen. Im Fegefeuer sind die „Armen Seelen“ sonst vor jedem bösen Einfluss verschont, sie sind bereits Heilige GOTTES und haben mit Dämonen nichts mehr gemein. Mein GOTT, so viele arme Menschen, meistens Jugendliche, so viele, so viele, weinend, leidend, unsäglich leidend. Wenn diese wüssten, was sie nach dem Selbstmord erwartet, würden sie sicher lieber eine Gefängnisstrafe etc. in Kauf nehmen, als so etwas.

Wissen Sie welch besondere Leiden sie nebst allem anderen noch zu erdulden haben?

Sie müssen sehen, wie ihre Eltern oder nächsten Angehö­rigen, die noch leben, ihretwegen leiden, Schande erdulden, Schuldkomplexe haben: Wenn ich ihn nur strenger erzogen hätte, wenn ich ihn nur bestraft hätte, oder: wenn ich ihn nur nicht bestraft hätte … wenn ich ihm gesagt hätte … wenn ich dieses oder jenes getan oder nicht getan hätte … diese Gewis­sensbisse sind sehr groß und belastend, sie sind eine Hölle auf Erden. Dieses Leid ihrer Angehörigen mit ansehen zu müssen, macht sie am meisten leiden. Es ist die größte Qual für sie und darüber freuen sich die Dämonen und zeigen ihnen alle diese Szenen: Schau, wie deine Mutter weint. Schau, wie dein Vater leidet, wie sie verzweifelt sind, voller Angst, wie sie sich beschuldigen, wie sie diskutieren und einander anklagen. Schau das Leid, das du ihnen angetan hast. Schau, wie sie jetzt gegen GOTT rebellieren. Schau auf deine Familie – alles das ist deine Schuld!

Diese Armen Seelen brauchen vor allem dies, dass die Zu­rückgebliebenen ein besseres Leben beginnen, dass sie ihr Leben ändern, dass sie Werke der Liebe vollbringen, dass sie Kranke besuchen. Und dass sie Heilige Messen lesen lassen für die Verstorbenen und diesen Messen auch selbst beiwohnen. Diese Seelen würden sehr viel Gutes und Trost daraus schöpfen. Die Seelen, die im Fegefeuer sind, können nichts mehr für sich selbst tun. Nichts, gar nichts. Aber GOTT kann etwas tun durch die unermesslichen Gnaden des Heiligen Messopfers. Wir sollten ihnen in dieser Form helfen.

Ich, voller Angst, begriff nun auch, dass diese Seelen mir nicht helfen konnten. Und in dieser Angst und dieser schreckli­chen Panik fing ich wieder an zu schreien: „Wer hat sich hier geirrt? Es muss ein Irrtum sein! Denn seht doch her, ich bin eine Heilige, alle haben mich in meinem Leben eine Heilige genannt. Nie habe ich gestohlen und nie habe ich gemordet. Ich habe niemandem ein Leid zugefügt. Bevor ich finanziell ruiniert war, habe ich Zähne gratis behandelt, und oft kein Geld verlangt, wenn sie nicht bezahlen konnten. Ich habe für die Armen eingekauft… Was mache ich nur hier? Ich pochte auf mein ‚Recht’! Ich, die ich doch so gut war, die doch kerzengerade in den Himmel kommen sollte. Was mache ich hier? Ich bin jeden Sonntag zur Heiligen Messe gegangen, obwohl ich mich als Atheistin ausgab und auf nichts achtete, was der Herr Pfarrer sagte. Nie habe ich das Heilige Messopfer versäumt. Wenn ich in meinem ganzen Leben 5-mal die Messe versäumt habe, dann ist das viel. Was mache ich also hier?? Befreit mich von hier! Holt mich heraus von hier!“

Ich fuhr fort zu schreien und zu toben, bedeckt von diesen ekligen Geschöpfen, die an mir klebten.

„Ich bin römisch katholisch, ich bin eine praktizierende

Katholi­kin, bitte befreit mich von hier!“

Ich sah meinen Vater und meine Mutter

Als mein Körper auf Erden im tiefen Koma lag, als ich so schrie, dass ich katholisch sei, sehe ich ein kleines Licht – und wissen Sie, nur ein kleines Lichtlein in dieser undurchdring­lichen Finsternis ist etwas vom Größten, wenn Sie diese absolute, unbeschreibliche Finsternis erleben. Es ist das Beste, was Ihnen in dieser Situation passieren kann, Es ist das größte Geschenk, von dem man nur träumt und auf das man nicht zu hoffen wagt es auch wirklich zu empfangen. Ich sehe über diesem ungeheuerlichen, finsteren Loch einige Stufen und schaue nach oben und bemerke dort über diesem grausigen Abgrund meinen Vater stehen. Er war damals 5 Jahre zuvor verstorben. Er stand fast am Rand dieses Loches. Er hatte ein wenig mehr Licht als ich da unten, und vier Stufen höher sah ich meine Mutter mit viel, viel mehr Licht. Sie war wie im Gebet vertieft, eben in einer Haltung der Anbetung. Als ich sie beide  sah, erfüllte mich eine so große Freude, eine so große Freude, dass ich ganz außer mir zu rufen begann: „Vater! Mutter! Welch eine große Freude, euch zu sehen. Bitte holt mich von hier heraus! Ich bitte euch aus ganzen Herzen, holt mich weg von hier! Holt mich heraus von hier!“

Und als sie dann so ihren Blick auf mich herunter richteten, und mein Vater  mich so in meiner miserablen Situation sah, hättet Ihr sehen sollen, diesen übergroßen Schmerz, den man aus ihren Gesichtern ablesen konnte. Und drüben sieht man das ja automatisch, weil man eben jeden bis ins Innerste erkennt. Und so habe ich auf sie geschaut und sofort diese immense Traurigkeit und den Schmerz verspürt, den meine Eltern erlitten, als sie mich so sahen. Mein Papa begann bitterlich zu weinen, hielt sich seine Hände vor das Gesicht und jammerte mit zitternder Stimme: „O meine Tochter! O Du mein Töchterchen!“ Und meine Mutter betete weiter, und so gab ich mir Rechenschaft, dass meine Eltern mich nicht von hier herausholen konnten. Dabei war es für mich noch ein großes Leid, dass ich durch meine Lage nur noch dazu beigetragen hatte, dass auch sie dort, wo sie waren, meinen Schmerz und mein Leid noch zusätzlich mitzutragen hatten.

Euthanasie und Sterbehilfe

Von neuem begann ich also mit ganzer Kraft zu schreien: „Holt mich hier heraus! Das alles muss ein Irrtum sein. Wer ist für diesen Irrtum verantwortlich! Holt mich doch heraus!“ In diesem Augenblick als ich so schrie, war mein Körper auf der Erde im tiefen Koma. Ich war an viele Apparate ange­schlossen. Ich war in Agonie. Ich lag im Sterben. Keine Luft füllte mehr meine Lungen, meine Nieren funktionierten nicht mehr, ich « lebte » nur  noch, weil ich an die Maschinen angeschlossen war, und weil meine Schwester, die auch Ärztin ist, insistierte, dass man mich angeschlossen ließ. Sie sagte zu den behandelnden Ärzten und Krankenschwestern: „Ihr seid nicht GOTT!“

Denn die Ärzte meinten, es würde sich nicht mehr lohnen, meine Intensiv-Behandlung fortzusetzen. Sie sprachen bereits mit meinen Familienangehörigen und bereiteten sie darauf vor, dass ich wohl sterben würde, und sie mich in Ruhe sterben lassen sollten, denn ich lag ja in tiefer Agonie. Aber meine Schwester  gab nicht nach. Merken Sie hier den Gegensatz? Ich hatte in meinem Leben immer die Euthanasie verteidigt, das sogenannte Recht, „in Würde zu sterben.“

Meine Schwester konnte nur deswegen bei mir sein, weil sie selber Ärztin war. Sie blieb die ganze Zeit an meiner Seite. Und stellen sie sich vor. In dem Moment, als meine Seele am anderen Ufer war und ich meine Eltern sah und mit vollen Kräften nach ihnen rief, hörte meine Schwester auf dieser Welt, in ihrer Wirklichkeit des damaligen Augenblicks, ganz deutlich, wie ich nach meinen – unseren – Eltern rief, voll Freude darüber, dass sie mich holen kamen… Aber meine Schwester missverstand dieses Rufen. Sie wäre selbst vor Schreck fast daran gestorben, als sie meinen Schrei vernahm, den sie ja auch wirklich an meinem Krankenbett deutlich hörte. Denn für sie bedeutete dieser Schrei, dass ich endgültig von hinnen gehen würde und auch wollte. Und so schrie sie ihrerseits: „Meine Schwester ist jetzt gestorben! Sie hat den Kampf verloren.“

Die Prüfung

Und von neuem begann ich zu schreien: „Versteht ihr denn nicht! Holt mich doch hier heraus, denn ich bin katholisch! Das alles muss ein Missverständnis, ein Irrtum sein! Wer hat sich denn da geirrt! Bitte, holt mich doch heraus von hier!“ Und als ich neuerlich so verzweifelt schreie, höre ich auf einmal eine Stimme, es ist eine so süße und liebliche Stimme, es ist eine himmlische Stimme. Und als ich sie höre, erschaudert meine ganze Seele in freudiger Erregung. Meine Seele erfüllt sich mit einem tiefen Frieden und einer unvorstellbarem Gefühl der Liebe. Und alle diese dunklen Gestalten und dieses Ungeziefer, das um mich herum war, wichen fluchtartig und entsetzt zurück, denn sie können sich dieser Liebe nicht  widersetzen. Und auch diesen Frieden können sie nicht ertragen. Um mich herum kehrt also dieser unbeschreibliche Friede ein und ich vernehme, wie diese reizende Stimme zu mir sagt:

„Nun gut, wenn Du wirklich katholisch bist, kannst Du mir sicher sagen, wie die zehn Gebote GOTTES lauten!“

Was für eine für mich unzumutbare Herausforderung. Ich sollte mich jetzt blamieren. Ich hatte mir selbst die Falle gestellt mit meinem Geschrei und meinem Bekenntnis. Alle Welt sollte nun meinen Wortbruch, mein falsches Bekenntnis hören können. Eine schreckliche Vorstellung für mich. Können Sie sich das vorstellen? Ich wusste gerade noch, dass es zehn Gebote waren. Aber das war auch schon alles. Danach „Tabula rasa“. Karamba, wie komme ich da raus? Was soll ich nur tun? Nur nicht aufgeben, irgendwie wird es schon gehen!

Du sollst Deinen GOTT über alles lieben…

Meine Mutter hat doch immer vom ersten GEBOT der LIEBE gesprochen. Endlich haben ihre Sprüche auch einen praktischen Wert für mich. Es waren also ihre dauernden Ermahnungen und Belehrungen doch nicht umsonst. Nun ist die Stunde gekommen, um mich als braves, gehorsames Töchterchen zu beweisen. Meine Mama wird ihre Freude daran haben. Sehen wir einmal, ob ich mit diesem Minimalwissen durchkomme, ohne dass mein restliches Unwissen zum Vorschein kommt. Ich dachte, alles so unter einen Hut zu bekommen, wie ich es von meinem bisherigen Leben schon immer gewohnt war. Ich hatte immer die besten Ausreden und konnte mich überall „herauswurschteln“. Ich habe mich immer so gerechtfertigt und auf die Weise verteidigt, dass einfach niemand bemerkt hat, was ich alles nicht weiß und nicht kann.  Und so stelle ich mir das auch jetzt vor und beginne einfach zu reden: „Das erste Gebot lautet: „Du sollst Deinen GOTT über alles lieben, und Deinen Nächsten wie Dich selbst… !“ Und schon höre ich die Antwort:„Sehr gut!“ Aber gleich darauf sagt diese nette Stimme: „Und DU? Hast Du Deine Nächsten geliebt?“ Ich antworte gleich drauf: „Ja, Ja, ich habe sie geliebt; ja, ich habe sie wirklich geliebt; ja, ja, ich habe sie geliebt!“ Und von der anderen Seite vernehme ich: „NEIN!“ Ein kurzes, kristallklares NEIN!  Und hören Sie mir jetzt, bitte, gut zu! Als ich dieses NEIN hörte, da hat es mich getroffen wie ein Blitzschlag, da habe ich den Einschlag des Blitzes erst so richtig gespürt. Es war wie ein Schock, ich war wie gelähmt. Schreck lass nach.

Und die Stimme sprach weiter: „Nein, Du hast Deinen HERRGOTT nicht über alles geliebt! Und noch viel weniger hast Du Deinen Nächsten wie Dich selbst geliebt! Du hast Dir selbst Deinen HERRGOTT geschnitzt, Du hast Dir Deinen GOTT zurecht gemacht, wie es Dir gerade gepasst hat. Du hast dem HERRGOTT nur in den Augenblicken einen Platz in Deinem Leben gegeben, wenn Du in größter Not warst. Er war sozusagen Dein NOTNAGEL! Du hast Dich vor IHM zu Boden geworfen, als Du noch arm warst, als Deine Familie in ganz einfachen Verhältnissen lebte, und Du unbedingt eine gute Berufsausbildung und Stellung in der Gesellschaft haben wolltest. Ja, damals  hast Du jeden Tag gebetet und Du hast viel Zeit damit verbracht. Viele Stunden hast Du den HERRN  angefleht, IHN gebeten, und bist vor IHM auf den Knien gerutscht. Du hast unaufhörlich darum gebetet und die Bitte nach oben geschickt, dass ER Dich aus Deiner Misere befreien solle, dass ER Dir eine ehrenvolle Berufsausbildung ermöglichen möge, und dass ER Dich zu einer in der Gesellschaft anerkannten Persönlichkeit werden lasse. Wenn Du in Nöten warst, wolltest Du einfach nur Geld. ‚Jetzt gleich einen Rosenkranz, HERR, aber bitte vergiss dann nicht, mir auch gleich das Geld zukommen zu lassen!’ – So und so ähnlich waren doch viele Deiner Gebete!  Und das war die GOTTES-Beziehung, die Du hattest! So hast Du mit Deinem HERRGOTT verkehrt, und nach Deinen Vorstellungen hast Du IHM, einen Dir beliebigen Platz in Deinem Leben zugewiesen!“

Und es war wirklich so, ich habe den HERRGOTT so behandelt in meinem Leben. Es ist die traurige Wahrheit, die ich weder beschönigen noch verleugnen kann. Ich kann dazu nur sagen, für mich war GOTT eine Art „BANKOMAT“.  Ich habe „einen Rosenkranz“ eingeworfen, und es musste dann der Geldbetrag, die Geldscheine herab- bzw. herauskommen. Das war meine Beziehung zum HERRGOTT.

Und es wurde mir gezeigt, und es wurde mir auch selbst ganz klar. Sobald es der HERR zugelassen hat, dass ich meine gute Berufsausbildung abgeschlossen hatte; sobald ER es zugelassen hatte, dass ich in der „Gesellschaft einen NAMEN hatte“, dass ich „WER“ war; sobald ER es erlaubte, dass ich zu GELD kam und mir vieles leisten konnte, war der HERRGOTT für mich auf einmal unwichtig – ER wurde zur NEBENSACHE in meinem Leben.

Ich begann mir viel auf mich selbst einzubilden – EINBILDUNG ist eine sehr gefährliche Strecke auf dem Weg des Lebens! Mein EGO wuchs ins Gigantische! Ich war nicht einmal zur geringsten Geste der Liebe, schon gar nicht der Dankbarkeit gegenüber dem HERRN fähig! Dankbar sein! Nie und nimmer! Warum denn auch! Ich hatte ja alles alleine geschafft! Ich hatte mich zu „JEMANDEN“ gemacht. ICH alleine hatte alles erreicht, von dem ich geträumt hatte. Ich war komplett blind, konnte mich nicht mehr an mein Flehen erinnern! Es war mir nicht möglich zu sagen: „HERR, danke für diesen weiteren Tag, den DU mir schenkst! Ich danke DIR für meine Gesundheit! Ich danke DIR für das Leben und die Gesundheit meiner Kinder; ich danke DIR, dasswir ein Dach über dem Kopf haben; hilf doch auch den armen Menschen, die obdachlos sind und nicht wissen, von was sie sich heute ernähren werden! Gib ihnen doch wenigstens etwas zu essen; lass sie nicht allein; steh ihnen bei!“ – NICHTS von all dem konnte ich sagen. Ich war nicht fähig dazu. Ich dachte auch nicht daran. Ich war ganz in mein ICH eingetaucht. Und ICH war MIR selbst genug. Und so war ich das undankbarste Wesen, das man sich vorstellen kann. Und noch dazu, dass ich zu keiner Dankbarkeit fähig war, verschmähte ich den HERRGOTT sogar und gab IHN der Lächerlichkeit preis.

Esoterik – Reinkarnation

Ich glaubte viel mehr als an IHN an Merkur, Venus und die anderen Gestirne. Glücksbringer waren mir wichtiger als der HERR. Ich war geblendet von der Astrologie und der Sterndeuterei und erzählte überall herum, wie die Sterne mein Leben beeinflusst und positiv gestaltet haben. Die Astrologie ist einer dieser kleinen Risse in unserem Seelenleben, denen wir keine Bedeutung zumessen. Und wenn wir dann merken, wie sehr wir in diese Tricks, die ihren Ursprung auch im Dämonischen  haben, verstrickt sind, dann ist es meist schon zu spät, um davon noch loszukommen. Ich habe dann angefangen jeder Mode-Strömung des Zeitgeistes nachzulaufen. Alle Lehren – auch wenn sie aus noch so kranken Gehirnen entsprungen waren – waren für mich interessanter als die Froh-Botschaft des HERRN. Es war alles mehr „IN“ als die Heiligen Schriften und die Jahrhunderte alte Lehre der Katholischen Kirche. Ich begann deshalb auch daran zu glauben, dass man einfach stirbt und dann von neuem wieder beginnt, ein anderes Leben zu haben. Die Wiedergeburt, die Re-Inkarnation war mir eine willkommene Lehre,  um mein glauben- und seelenloses Leben auszufüllen. Dankbarkeit gegen über meinem SCHÖPFER war mir fremd. Ich habe einfach gar nie daran gedacht. GNADE war etwas, das ich aus meinem Wortschatz gestrichen hatte – es wurde ein FREMDWORT für mich, dessen Bedeutung ich komplett vergessen hatte und für meine Lebenseinstellung auch nicht mehr brauchte. Schon gar nicht war ich mir bewusst, dass der HERR auch für mich einen hohen Preis gezahlt hatte, dass auch ich um den Preis SEINES Kostbaren Blutes von IHM zurückgekauft wurde. All dies wurde mir bei dieser Prüfung der ZEHN GEBOTE durch die Worte und Fragen dieser himmlischen Stimme bewusst. Ich sah das Alles nun ganz glasklar. Die Blindheit war wie weggewischt. Sie prüfen mich und wollen wissen, was ich von den ZEHN GEBOTEN weiß. Und sie halten mir vor, dass ich vorgegeben habe, dass ich mir eingebildet habe, dass ich den GOTT  verehre; dass ich den HERRN liebe. Sie schlugen mich mit meinen eigenen Worten. Und was sollte das nun bedeuten… sollte ich einfach zum Teufel, in die Hölle abkommandiert werden?

Als einmal eine nette Frau zu mir in die Ordination kam, um meine Räume mit ihrer Kräutermischung auszuräuchern, ihren Glücks-Essenzen zu besprengen und eine Zeremonie des Unglück-Vertreibens zu veranstalten, habe ich zu ihr gesagt: „Ich glaube an solchen Humbug nicht. Aber machen sie es nur, man kann ja nie wissen. Wenn es nicht schadet, kann es nur noch für etwas gut sein!“

Und so vernebelte sie die Räume mit ihren Zaubersprüchen und versprengte ihre Wässerchen, um damit dem Glück und dem Wohlbefinden in meinen Räumen zum Durchbruch zu verhelfen. So ließ ich es zu, dass selbst diese primitive Zauberei, und dieser meiner Wissenschaftlichkeit widersprechende Aberglaube in meinem Leben schon mehr Bedeutung und Einfluss hatte, als der HERR und SEINE FROHBOTSCHAFT.

Ich hatte in meinen Ordinationsräumen, – in einer Ecke, wo es niemand sehen konnte, und meine Patienten es auch nicht bemerken konnten – ein fleischiges Blatt der „Aloe Vera – Pflanze“ (im Spanischen: „Penca de sáliba“) versteckt, von der mir erzählt wurde, dass damit die schlechten Energien aus den Räumen vertrieben werden. 

Gebt Ihr Euch nun Rechenschaft, auf welchen Ab- und Irrwegen ich mich befand! Habt Ihr das Alles mitbekommen, welche LEERE statt der Wahren LEHRE  mein Leben ausfüllte.  Es ist eine Schande und ich schäme mich heute dafür. Aber leider war dies tatsächlich mein damaliges Leben!

Und so fahren sie fort, mein Leben auf Basis der 10 Gebote GOTTES  zu analysieren. Dabei zeigen sie auch ganz genau auf, wie ich mich gegenüber meinem Nächsten benommen habe. Wie oft habe ich doch dem HERRN zugerufen, dass ich IHN liebe und gern habe, bevor ich mich von IHM, Meinem HERRGOTT, abgewendet habe. Bevor ich begonnen habe, auf den Irrwegen des Atheismus herumzuirren und falschen Lehren zu folgen, habe ich oft zum HERRN gesagt: „Mein HERR und mein GOTT, ich liebe DICH!“

Ich und mein Nächster

Aber mit derselben Zunge, mit der ich den HERRN so gelobt und gepriesen habe, mit dieser gleichen Zunge und demselben Mund habe ich der ganzen Menschheit  Prügel vor die Füße geworfen, und sie verteufelt. Alles und jeden habe ich nur kritisiert. Nichts hat mir gepasst. Auf die ganze Welt habe ich mit meinem Finger gezeigt und Schuld zugewiesen, Nur auf mich habe ich nicht gezeigt, ich war ausgenommen aus meinen Beschuldigungen! Ich war ja die „heilige Gloria“, die„Gute“, die „Liebe“ und die „Schöne“.

Und wie ich mich dabei noch aufplusterte, wenn ich sagte, dass ich GOTT liebe; und dabei war ich neidisch, unausstehlich und in keinster Weise dankbar!

In keinem Moment habe ich meinen Eltern und meiner Familie eine Anerkennung oder Dankbarkeit bekundet, für all Mühen, die Opfer und die Liebe, die sie alle dafür aufgebracht hatten, um mir eine gute Berufsausbildung zukommen zu lassen, um mich gesellschaftlich aufsteigen zu sehen, um mich zu fördern.

Aber dazu kommt noch, dass ich, sobald meine Ausbildung abgeschlossen war, sobald ich meine Karriereleiter erklommen hatte, da waren meine Eltern und meine Familie nicht mehr wichtig für mich. Sogar sie, die mich mit allen ihren möglichen Mitteln immer unterstützt hatten, wurden für mich zu einer nicht erwähnenswerten Nebensache. Ja, es kam sogar so weit, dass ich mich meiner Mutter schämte. Ich schämte mich ihrer, weil sie aus so einfachen Verhältnissen war und unter so ärmlichen Umständen ihr Leben fristete.

Ich und meine Familie

Und nach diesen Resultaten über meinen egoistischen Lebens-Stil zeigen sie mir  bei dieser Prüfung nach den 10 Geboten GOTTES noch, wie ich auch als Ehefrau versagt und mich total daneben benommen habe. Weit entfernt von den Erwartungen, die GOTT einem christlichen Ehepartner  zutraut.

Was war ich für eine EHEFRAU? Wie war ich? Den ganzen Tag habe ich nur gemeckert, schon ab dem Moment, als ich mich vom Bett erhoben habe. Mein lieber Mann begrüßte mich freundlich mit den Worten: „Guten Morgen!“ Und was sagte ich drauf: „Wie soll das ein guter Morgen sein? Schau doch beim Fenster hinaus! Es regnet ja schon wieder!“ Ich wusste einfach immer etwas auszusetzen und zu kritisieren, war schlecht gelaunt. Niemand konnte mir etwas recht machen. Überall fand ich einen Haken an der Sache und begann mich sofort darüber aufzuregen. Nicht nur gegenüber meinem Mann, auch meinen Kindern gegenüber verhielt ich mich in derselben unerträglichen und auch ungerechten Art und Weise.

In dieser jenseitigen Prüfung zeigten sie mir auch, dass ich nie, niemals ein aufrichtiges Gefühl der LIEBE oder des echten Mitleids gegenüber meinen Mitmenschen, gegenüber meinen Brüdern und Schwestern von außerhalb der Familie hatte. Und der HERR sagte zu mir: „Du hast einfach nie an sie gedacht!“ Und ich sah die unzähligen Kranken und Einsamen, und begann zu jammern:

„O HERR, wie  arm sind sie doch, wie verlassen, diese kranken Menschen. Niemand kümmert sich um sie! Gewähre mir doch die Gnade, zu ihnen zu gehen und sie zu besuchen, sie zu trösten und ihnen ihre Einsamkeit zu vertreiben, indem ich bei ihnen bleibe. Auch diese vielen Kinder, die keine Mutter mehr haben, die oft so kleinen  Waisenkinder, o HERR, welche Leiden haben sie schon in ganz jungen Jahren zu erdulden.“

Und je mehr ich sah und je weiter diese Prüfung fortschritt, desto deutlicher sah ich mein„versteinertes Herz“ vor mir. Es war für mich wie ein Monster, das ich jetzt auf einmal in meiner früheren Wesensart feststellen musste. Und alles war so klar und so eindeutig, dass ich mich in keiner Weise – wie sonst immer gewohnt – aus der Affäre ziehen konnte.  Auf den Punkt gebracht, und kurz und bündig gesagt und zusammengefasst: In dieser Prüfung auf der Grundlage der ZEHN GEBOTE GOTTES bin ich mit Bomben und Granaten durchgefallen. Auf der Basis meines vergangenen Lebens hatte ich keine Chance zu bestehen.

Es einfach unfassbar schrecklich! Ich hatte in meinem vergangenen Leben in einem riesigen Chaos gelebt. Es gab keine Ordnung mehr, wie sie in der Schöpfung vorgegeben ist. Was nützte es mir, dass ich niemanden ermordet und keinen Menschen getötet hatte? Ich werde Euch noch ein Beispiel erzählen:

Ich habe sehr oft vielen bedürftigen Personen Waren, Lebensmittel, Kleider und vieles andere geschenkt. Aber ich habe es ihnen nie in selbstloser Liebe gegeben, sondern meist um mir Geltung zu verschaffen, um zu zeigen, wie gut ich bin, um bei ihnen Eindruck zu schinden, und um in unserer Schicki-Micki-Gesellschaft  ein gutes Bild von mir aufzubauen. Weil ich nämlich sehr reich war, wollte ich denn Leuten zeigen wie gütig und großherzig ich war. Sie sollten sich über meine Großzügigkeit das Maul zerreißen und mich auch deshalb beneiden und bewundern. Und weil ich eben so reich war, wollte ich mit meinen Geschenken und meiner Großherzigkeit, die Not und Armut der Leute manipulieren und auch noch mir zunutze machen. Und so sagte ich zum Beispiel:„Schau, da gebe ich Dir dies und jenes (je nach dem, was mir gerade unter die Hände kam oder ich einfach übrig hatte), aber ich bitte Dich dafür, sei doch so nett und gehe statt mir zum Elternabend in die Schule meiner Kinder und vertrete mich dort, denn ich habe leider keine Zeit, um zu diesen Versammlungen in der Schule zu gehen, wo ja immer die persönliche Anwesenheit kontrolliert wird.“ Und auf diese Art und Weise verteilte ich zwar in der ganzen Umgebung eine Unzahl von Sachen, aber jede Gabe war mit irgendwelchen Bedingungen oder Forderungen meinerseits verknüpft. Ich hatte die Leute so an meinem Gängelband. Ich manipulierte sie, und sie waren von mir abhängig. Und obendrein gefiel es mir außerordentlich, wenn ich merkte, dass eine Meute von Leuten hinter mir her lief, und hinter meinem Rücken weiter erzählten, wie großherzig, gütig und  heilig ich eben wäre. Ich baute mir so in der Gesellschaft  ein eindrucksvolles Bild von mir auf. Niemand wusste, dass es ein trügerisches Bild war, das nicht der Wirklichkeit entsprach. Und nun  war es offensichtlich. Bei dieser meiner Prüfung kam alles heraus. Sie sagten zu mir: „Den einzigen GOTT, den Du verehrt hast, war das Geld. Durch diesen Götzen der Moneten hast Du Dich selbst verdammt!! Wegen diesem Deinem GOTT des Geldes und des Goldes bist Du in den Abgrund gestürzt. Und so hast Du Dich selbst immer weiter vom HERRGOTT entfernt.“ 

Es stimmte, eine Zeit lang hatten wir sehr viel Geld, aber dann waren wir bankrott. Die Schulden wuchsen uns über den Kopf, wir hatten unwahrscheinlich viele Schulden. Und das Geld ist uns ganz ausgegangen, wir hatten nichts mehr…;

Und als sie mir eben dies alles mit dem Geld vorhielten, schrie ich einfach: „Aber von welchem Geld redet ihr denn da daher; ich habe doch dort auf der Erde einen ganzen Rattenschwanz von Problemen und Schulden hinterlassen“… und mehr konnte ich nicht mehr sagen…

Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren

Als sie mir dann im zweiten Gebot Vorhaltungen machten, sah ich glasklar, wie ich noch als Kind in bedauernswerter Art und Weise lernte, dass die Lügen ein ausgezeichnetes Mittel waren, um den Strafen meiner Mutter zu entgehen, welche manchmal auch sehr streng und hart ausfallen konnten. Und so begann ich meinen Weg in der Gesellschaft des Vaters aller Lügen, des Satans, zu gehen. Er wurde so mein Weggefährte. Ich wurde eine große Lügnerin. Und ich  steigerte mich in dieser „Kunst des Lügens“. Ich wurde immer perfekter. Und in dem Ausmaß, wie meine Sünden immer größer und unappetitlicher wurden, steigerten sich auch meine Lügen und wurden immer größer und unverschämter.

Ich wollte mir anscheinend selbst beweisen, zu welcher Meisterschaft ich es in dieser Disziplin des Lügens bringen konnte. Die Lügen wurden immer gewaltiger und wuchsen mir über den Kopf hinaus – in gleicher Weise wie die Schulden.

Den Gipfel der Sünde des Lügens erreichte ich, als es auch um das Heilige, um das Allerheiligste und um den HERRN selbst ging. Ich hatte bemerkt, dass meine Mama eine große Ehrfurcht vor dem HERRGOTT hatte. Und für Sie war der Name des HERRN etwas Verehrungswürdiges und sehr Heiliges. Das ließ ich mir durch den Kopf gehen und dachte, das ist ja die beste Waffe für mich. So habe ich sie (meine Mutter)  ganz in meiner Hand. Und ich begann bei jeder Kleinigkeit und um jede meiner Lügen zu untermauern, bei GOTT zu schwören.

Ich nahm den Namen GOTTES einfach leichtfertig und grundlos in den Mund. Ich sagte zu meiner Mama zum Beispiel: „Mami, bei unseren lieben CHRISTUS schwöre ich Dir…“; oder „Mama, beim Namen GOTT Vaters schwöre ich Dir, versichere ich Dir etc. etc…“, und so entging ich mit den dabei glaubhaft gemachten Lügen  den wohl verdienten Strafen  meiner Mutter.

Können Sie sich das vorstellen, dass ich für meine Lügereien, für meine kleinen Schweinereien, für diesen Dreckhaufen, in dem ich mich so oft sauwohl fühlte, den Allerheiligsten NAMEN GOTTES missbrauchte, und IHN dadurch auch in den Dreck zog, weil ich eben auch selbst bis zum Hals in diesem Sündenpfuhl und in diesem menschlichen Abschaum steckte.

Und schauen Sie nun, meine lieben Schwestern und Brüder, ich habe durch mein Schicksal und diese Todeserfahrung, über die ich hier gerade berichte, auch gelernt und am eigenen Leib erfahren, dass die Worte und Sätze, die unseren Mund verlassen, und die wir oft so leichtsinnig und unüberlegt von uns geben, nicht einfach vom Winde verweht werden und sich sozusagen auflösen. Nein, sie bleiben oft eine Wirklichkeit, die uns viel später einholt, und wie ein „BUMERANG“ auf einmal wieder zuuns zurück kommt, vielleicht sogar noch besser ausgedrückt, auf uns zurückfällt.

Vielleicht läuft es Ihnen nun kalt über den Rücken, wenn ich Ihnen folgendes berichte. Nicht nur einmal, sondern sehr oft, wenn meine Mutter recht stur war und mir einfach nicht glauben wollte, sagte ich kurzer Hand zu ihr:

„Mama, es soll mich ein Blitz erschlagen, wenn dies eine Lüge von mir ist. Ich sage Dir nur die reine Wahrheit!“

Und diese oftmaligen Sprüche von mir gerieten in Vergessenheit und niemand dachte mehr an sie. Aber nun schaut her, ich stehe nur aus reiner Barmherzigkeit GOTTES vor Ihnen, denn in Wirklichkeit hat mich der Blitz erschlagen, er ist praktisch durch mich hindurch gegangen, hat mich praktisch in zwei Teile gespalten und mich vollkommen verbrannt.

So zeigten sie mir also im Jenseits, wie ich, die ich mich großartig als katholisch ausgab, nie Wort gehalten habe, immer nur wortbrüchig gewesen bin und immer nur den Heiligsten Namen Unseres HERRN und GOTTES missbräuchlich meinen Unehrlichkeiten vorangestellt habe.

Ich war beeindruckt, wie der HERR all diese grauenhaften und entsetzlichen Vorfälle ertragen hat, und wie gleichzeitig alle  Geschöpfe sich vor IHM im Zeichen einer eindrucksvollen Anbetung und Verehrung auf den Boden warfen. Ich sah die Seligste Jungfrau Maria, die Muttergottes, zu Füßen des HERRN in großer Verehrung und Anbetung. Sie betete für mich und flehte IHN an. Und ich, große und niederträchtige Sünderin, war von meinem Sumpfloch aus mit dem HERRN auf Du und Du. Ich, die ich doch angeblich so gut war und einen so guten Leumund hatte, den ich mir ja durch meine Manipulationen erkauft hatte. Und so sah ich mich, wie ich so oft gegen den HERRN revoltiert hatte, wie ich auf IHN wütend gewesen war, auf IHN geschimpft und IHN auch verflucht hatte. Es war für mich nicht nur beschämend, sondern unerträglich und schmerzhaft, mir dieser Vergangenheit bewusst zu werden und einen klaren Blick darauf zu haben.

Du sollst den Tag des HERRN heiligen

Als – bei meiner Prüfung nach den 10 Geboten – das Gebot der Heiligung des TAGES des HERRN und der Festtage dran kommt, war es ein grauenhafter Augenblick. Es überkam mich ein kaum zu ertragender Schmerz. Die Stimme sagte mir ganz klar und trocken, dass ich täglich bis zu vier und auch fünf Stunden mit meinem Körper beschäftigt war, mit meinem Äußeren, mit meiner vermeintlichen Schönheit, dabei  habe ich täglich nicht einmal 10 (zehn) Minuten dazu aufgewendet, um dem HERRN meine tiefe Zuneigung und meine Dankbarkeit zu bezeugen, oder ein Gebet zu IHM zu sprechen. Ja, oft war es sogar so, dass ich, wenn ich IHM einen Rosenkranz versprochen hatte, diesen meist in Eile und unter Stress herunter leierte. Dabei kam es auch vor, dass ich sagte:  „Das geht sich ja wieder gut aus. Ich kann in den Werbe-Pausen meiner Lieblings-Fernseh-Serie sicherlich gut den Rosenkranz fertig beten.“

Und so zeigten sie mir im Jenseits, wie undankbar ich gegenüber meinem HERRGOTT immer war, nie kam mir in den Sinn, mich bei IHM, meinem Schöpfer und ERLÖSER, zu bedanken.  Und sie haben mir auch klar vor Augen gestellt, was ich alles an Ausreden hervorbrachte, wenn es darum ging, dass ich aus reiner Faulheit die Heilige Messe nicht besuchen wollte.

„Aber Mama, wenn doch GOTT überall ist und allgegenwärtig ist, warum soll ich dann unbedingt dort hingehen und IHN in der Kirche aufsuchen.“

Klar, für mich war es sehr einfach  und bequem, solche Sprüche von mir zu geben und so zu reden. Und die Stimme wiederholte erneut den Vorwurf, dass ich den HERRGOTT jeden Tag 24 Stunden lang auf mich warten ließ, und ich erinnerte mich die ganze Zeit lang nicht an IHN. Ich betete nicht zu IHM und ging nicht einmal am Sonntag zu IHM hin, um IHM zu danken, wenigstens am Tag des HERRN meiner Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen und IHM meine Liebe zu IHM zu zeigen. Das war einfach zuviel für mich. Ich war zu stolz und aufgeblasen dazu.

Aber das Schlimmste an diesem, meinem Fall war, dass dieser Kirchenbesuch wie das Restaurant für meine Seele war. Ohne in die Kirche zu gehen verkümmerte, besser gesagt verhungerte meine Seele, weil sie eben keine Nahrung bekam. Ich widmete mich aber nur meinem Körper, um diesen vergänglichen Leib zu pflegen und zu hegen, hatte ich alle Zeit der Welt. Ich wurde zur Sklavin meines Körpers. Und dabei übersah ich gänzlich ein kleines, aber wesentliches Detail.

Ich hatte auch eine Seele, um die ich mich einfach gar nicht kümmerte. Sie war „Vollwaise“. Nie habe ich sie mit dem WORT GOTTES genährt. Denn auch dafür hatte ich einen lockeren Spruch in meinem Repertoire, indem ich hinausposaunte, dass derjenige, der die Bibel regelmäßig liest, über kurz oder lang dem Wahnsinn verfallen würde.

Und mit den Sakramenten hatte ich nichts am Hut. Wie könnte ich nur einem dieser „alten, verkalkten Kerle“, die selbst schlechter und sündiger waren als ich selbst,  meine Sünden bekennen. Denn es kam mir und meinen Schweinereien sehr gelegen, nicht zur Beichte zu gehen. Der große Lügner und Durcheinander-Bringer (dies ist ja die wortwörtliche Bedeutung von „Diabolos“), der Teufel eben, hat mich von der Beichte und den Sakramenten ferngehalten. Und so brachte Satan es auch zustande, meine Heilung und die Reinigung meiner Seele zu verhindern. Es ist nämlich so, dass der Dämon jedes Mal, wenn ich eine Sünde begangen habe, auf die weiße Weste meiner Seele seinen Stempel aufdrückte, ein schwarzes Mal seines Reiches der Finsternis.

Meine Sünden waren also nicht ohne Folgen. Sie waren nicht kostenlos und gratis. Sondern sie hatten schwere Konsequenzen für die Gesundheit meiner Seele. Niemals – außer bei meiner Erstkommunion – habe ich eine gute Beichte abgelegt. Und ab damals ging ich nie mehr zur Beichte. Und nicht selten traf ich auch auf einen der Zeit angepassten Priester, der mir sogar in meiner Einstellung zur Ohrenbeichte recht gab, – und dieses Sakrament als nicht mehr unserer modernen Zeit entsprechend und dem modernen Menschen nicht mehr zumutbar  bezeichnete. Und so kam es auch, dass ich jedes Mal, wenn ich zur Heiligen

Kommunion ging, den HERRN JESUS CHRISTUS im Allerheiligsten Sakrament des Altares unwürdig empfangen habe.

Und meine Blasphemie (Gotteslästerung) ging sogar so weit, dass ich stolz und alles wissend überall verkündete:

„Was soll da das Allerheiligste sein? Wie soll denn das gehen, dass der Allmächtige Lebendige GOTT selbst in einem Stückchen Brot, in der Hostie  gegenwärtig ist. Diese Priester sollten doch lieber der Hostie etwas Karamellsauce hinzufügen,

damit sie wenigstens gut und nicht so fad schmeckt.“

So weit war nun mein Leben aus dem Ruder gelaufen, und dermaßen hatte ich die Schöpfungsordnung verlassen, dass ich fähig war, solche Gotteslästerungen hinauszuposaunen. Und so erreichte ich den tiefsten Punkt, den Abbau und die Zerstörung meiner Beziehung zu GOTT, zu meinem Schöpfer.

Nie habe ich meiner Seele etwas wahrhaft Aufbauendes, eine Nahrung zukommen lassen. Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, tat ich nichts anderes als die Priester zu kritisieren und schlecht zu machen. Ihr hättet erleben sollen, wie schwer mir gerade dieser Punkt auf den Kopf gefallen ist, bei meiner Prüfung im Jenseits. Diese Sünde hat mir der HERR sehr schwer angerechnet. In meiner Familie war es immer schon der Brauch, sich über die Priester das Maul zu zerreißen. Seit ich mich erinnern kann, also seit ich ganz klein war, wurde bei uns zuhause schlecht über die Priester geredet. Angefangen bei meinem Papa sagten einfach alle, dass diese Typen Weiberhelden wären, hinter jedem Kittel her wären und alle zusammen mit mehr Geld und Reichtum gesegnet wären als wir einfachen Leute. Und all diese Verleumdungen wiederholten wir Kinder von klein auf. Und dazu sagte nun der HERR mit trauriger, aber strenger Stimme zu mir: „Was hast Du denn geglaubt, wer Du bist, um so zu tun, wie wenn Du der HERRGOTT wärst, und eine Urteil über meine Gesalbten abgibst, und sie dabei noch verleumdest und beschimpfst?“ Und ER fuhr fort: „Sie sind Menschen aus Fleisch und Blut. Und was die Heiligkeit eines Priesters betrifft, so wird diese vor allem auch durch die Gemeinschaft der Gläubigen, durch die Menschen der Pfarre genährt. Die Gemeinschaft trägt den GOTTGEWEIHTEN durch ihre Gebete, durch die Wertschätzung und Hochachtung, die sie ihm entgegen bringt, durch die Unterstützung, die die Menschen ihm geben. Und wenn ein Priester der Sünde verfällt, dann solltet ihr nicht so sehr ihn um den Grund fragen und beschuldigen, sondern vielmehr die Schuld bei der Gemeinschaft suchen, die ihm Hochachtung, Wertschätzung, Unterstützung und Gebet verweigert oder nicht in ausreichendem Maße zugestanden haben.“ Und der HERR zeigte mir dann, wie sich jedes Mal, wenn ich einen Priester kritisiert und schlecht gemacht hatte, die Dämonen auf mich stürzten und wie sich die Teufel an mich schmiegten. Und darüber hinaus sah ich, welch großes Übel ich angerichtet hatte, wenn ich einen GOTTGEWEIHTEN als homosexuell hinstellte und brandmarkte, und diese Neuigkeit wie ein Lauffeuer durch die ganze Gemeinschaft der Gläubigen ging. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, welchen großen, immensen Schaden ich dadurch angerichtet hatte.

Du sollst Vater und Mutter ehren

Wir kamen nun zum vierten Gebot: Du sollst Vater und Mutter ehren!

Und der HERR führte mir auch in diesem Bereich vor Augen, wie undankbar ich während meines Lebens gegenüber meinen Eltern war. Wie oft und wie arg habe ich gegen sie geschimpft und sie verflucht. Ich habe es ihnen vorgeworfen, dass sie mir nicht all das bieten konnten, was meine Freundinnen bereits bekommen hatten. Und es wurde mir klar, wie sehr ich eine Tochter war, die einfach nichts zu schätzen wusste und für die alles, was meine Eltern mir mit viel Opfer und unter großen Mühen boten, einfach ohne jeden Wert war.

Ja ich verstieg mich sogar soweit in meinem Groll gegen die Eltern, dass ich einfach behauptete, dass diese Frau gar nicht meine Mutter sein könne, weil sie mir einfach zu primitiv und zu wenig vorkam, um meine Mutter sein zu können.

Es war so entsetzlich für mich dieses Resultat von mir selbst zu sehen. Nämlich eine Frau ohne GOTT und wie diese Frau ohne GOTT alles zerstörte und negativ beeinflusste, was nur in ihre Nähe kam; aber das grausamste von all dem war, dass ich mir dabei noch einbildete etwas Besonderes, vor allem auch gut und heilig zu sein.

Der HERRGOTT hat mir auch verdeutlicht, warum ich mir nur einbilden konnte, dass ich bei diesem vierten Gebot sicherlich nichts zu befürchten hätte. Ich war mir nämlich nur deswegen sicher, diese Hürde mit Links zu nehmen, weil ich ja in den letzten Jahren ihres Lebens die Ärzte und Medikamente, die meine Eltern benötigten, finanziert hatte, wenn sie krank waren. Nur wegen dieser ganz simplen Geschichte bildete ich mir ein, dieses vierte (4.) Gebot mehr als genug erfüllt zu haben. Es passte eben zu meiner Lebensphilosophie, bei der ich eben alle meine Taten nur nach dem Prinzip des Geldes und der Moneten beurteilte und einordnete. Und so war es eben auch mit meinen Eltern. Mit dem Mittel meines Geldes habe ich sie für meine Zwecke und Interessen gefügig gemacht und manipuliert.

Mein Reichtum hat mich für sie, meine Mutter und meinen Vater aus einfachen Verhältnissen, zu einer Art Gottheit erhoben, die sie selbst von meinem Geld geblendet richtig gehend verehrt haben. Und diese durch den Mammon geschaffene Situation erlaubte es mir auch, auf meinen Eltern in frecher Willkür herumzutrampeln. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie sehr mich diese klaren Erkenntnisse über mein früheres Leben, die ich durch die Gnade GOTTES haben durfte, weh taten und bis aufs Knochenmark schmerzten. Ich musste mit ansehen, wie mein Vater erfüllt mit großer Traurigkeit weinte und schluchzte über mich und mein Verhalten; denn trotz all seiner Schwächen war er ein guter Vater gewesen.

Er hat mich gelehrt, arbeitsam und strebsam zu sein und ein ehrenwertes Leben zu führen. Denn nur der, welcher eine gute Arbeit macht und sich in seinem Beruf bewährt, wird auch vorwärts kommen und es zu etwas bringen. Aber leider ist ihm bei all seinen Bemühungen, mich gut zu erziehen, ein kleines Detail, das aber etwas ganz Wesentliches ist, entgangen, nämlich dass ich auch eine Seele hatte, die am Verhungern war, und dass er als Vorbild für seine Tochter eine Mission hatte, mir auch die Frohbotschaft und den Glauben vorzuleben. Und in dieser Hinsicht versagte er ganz und sah einfach gar nicht, wie mein ganzes Leben aufgrund des Fehlens dieses kleinen Details, den Bach hinunterging, und ich immer tiefer im Sumpf steckte.

Es schmerzte mich, wenn ich sah, was für ein Weiberheld mein Vater war. Er fühlte sich glücklich und sehr wohl, wenn er meiner Mutter und allen Leuten erzählen und sich damit prahlen konnte, was für ein „Macho“ (südamerikanischer Ausdruck für Bock, Weiberheld und Haustyrann und dergleichen)  er war, weil er gleichzeitig viele Frauen (in seiner Sprache: viele Weiber) hatte und fähig war, alle bei der Stange zu halten und zu befriedigen. Außerdem trank und rauchte mein Vater übermäßig viel. Auf all diese Laster und schlechten Gewohnheiten war mein Vater nun auch noch stolz, und er bildete sich viel darauf ein; denn er war der irrigen Ansicht, dass es keine Laster, sondern ganz im Gegenteil Tugenden wären, die ihn zu etwas Besonderem machten.

Und so bekam ich auch schon in jungen Jahren mit, wie meine Mutter oft tränenüberströmt zuhause saß, wenn mein Papa wieder einmal mit seinen anderen Frauen und den Abenteuern, die er mit ihnen hatte, zu prahlen begann. Und je öfter ich das erlebte, desto größer wurden die Wut, der Zorn und die Ressentiments, die mich überkamen. Und nun sehe ich den Ablauf meines früheren Lebens und begreife auf einmal, wie diese unbeherrschten Gefühle und Ressentiments mich langsam in den „spirituellen Tod“ treiben, meine Seele zum Absterben bringen. Mich überkam ein gewaltiger Zorn, wenn ich mit ansehen musste, wie mein Papa meine Mama vor den Augen aller Welt auf das Gemeinste demütigte. Und ich beginne mich dagegen zu wehren, mucke dagegen auf und rede auf meine Mutter ein und versuche, sie zu beeinflussen. Ich spreche zu ihr zum Beispiel so:

„Ich werde nie so sein wie Du, ich werde mir solche Sachen von einem Mann nie gefallen lassen. Wir Frauen haben in unserer Gesellschaft eben keinen Wert und werden deswegen so gedemütigt, weil es Frauen gibt, die so sind wie Du und sich eben alles gefallen lassen. Frauen, die sich willenlos der Willkür des „Machos“ unterwerfen, die keine Würde und keinen Stolz mehr haben, nur mehr eine gebrochene Persönlichkeit sind. Frauen eben, die es den eingebildeten Mannsbildern erlauben, auf ihnen herumzutrampeln und sie wie den letzten Dreck zu behandeln.“

Und zu meinem Vater sagte ich, als ich schon etwas älter war:

„Niemals, glaube mir und schreib Dir’s hinter Deine Ohren, Papa, niemals werde ich es zulassen, dass mich ein Mannsbild so behandelt und demütigt, wie Du es mit meiner Mama immer wieder machst. Wenn es so weit kommt, dass ein Mann mir untreu ist und mich betrügt, werde ich mich an ihm rächen und in der Gosse auf ihm herumtrampeln. Mit mir nicht, mein lieber Papa!“

Daraufhin hat mich mein Vater windelweich geschlagen und mich angeschrien: „Was nimmst Du Dir nur heraus? Was unterstehst Du Dich? Was glaubst Du, wer Du bist, um so mit mir zu reden?“  Ihr könnt auch gar nicht vorstellen, was für ein arger „Macho“ mein Vater war. Und ich konnte meinen Mund nicht halten und antwortete: „Auch wenn Du mich schlägst und mich sogar umbringst, schwöre ich Dir, dass ich mir so etwas nicht bieten lassen werde. Falls es jemals so weit kommt, dass ich mich verheirate und dann erfahre, dass mein Ehemann mir untreu ist, dann werde ich mich an ihm auf schreckliche Art und Weise rächen, damit ihr Mannsbilder endlich begreift, was eine Frau mitmacht, wenn ein Mann sie wie den letzten Dreck behandelt, sie demütigt und auf ihr wie auf einem nassen Fetzen herumtrampelt.“

Und in dieser Art und Weise fraß ich all diese Ressentiments, diesen Zorn und diese Wut die ganze Zeit in mich und schüttete meinen Gedanken und mein Hirn damit zu. Ich selbst vergiftete meinen Geist und meinen Charakter. Als ich dann schon selbstständig und erwachsen war, – und natürlich auch schon genügend Geld hatte, – begann ich meine Mutter immer wieder zu beeinflussen, indem ich zu ihr sagte: „Weißt Du was, Mama? Trenne Dich von Papa, lass Dich von ihm scheiden!“ Und ich verhielt mich so, obwohl ich meinen Vater sehr verehrte und auch mochte. Trotzdem redete ich immer wieder von neuem auf meine Mutter ein uns sagte zu ihr:

„Es kann doch nicht sein, dass Du einen Typen wie meinen Vater einfach so ertragen kannst! Sei Dir doch Deiner Würde als Frau bewusst! Erobere Deine Ehre zurück und zeig ihm doch, dass Du etwas Wertvolles, Besonderes bist, und nicht ein Stück Drecklappen, an dem er sich abputzen kann!“

Diese und ähnliche Phrasen wiederholte ich immer wieder vor meiner Mutter. Können Sie sich das vorstellen? Ich setzte alles dran, um meine Eltern auseinander zu dividieren, um sie zur Scheidung ihrer Ehe zu bewegen. Aber meist sagte meine Mama dann zu mir:

„Nein, meine liebe Tochter, ich werde mich nicht scheiden lassen. Du darfst nicht glauben, dass dieses Verhalten Deines Vaters für mich nicht sehr erniedrigend und schmerzhaft ist. Ich leide sehr darunter – wie Du Dir sicherlich vorstellen kannst. Aber ich bringe dieses Opfer und halte durch, weil ihr doch da seid – meine sieben Kinder. Ihr seid sieben (7) Kinder und ich bin nur ich allein. So ist es doch besser, dass nur einer drunter zu leiden hat, und nicht sieben Menschen, den Schmerz dann ertragen müssen. Und schließlich ist Dein Vater doch auch ein guter Papa und ich bringe es einfach nicht über mein Herz, einfach wegzulaufen und Euch ohne Vater aufwachsen zu lassen. Noch dazu frage ich Dich: Wenn ich mich von Papa trenne, wer wird dann noch dafür beten, dass er sich bekehrt, und so seine Seele gerettet wird. Den Schmerz und die Erniedrigung, die mir Dein Papa zufügt, die vereinige ich mit den unsäglichen Schmerzen unseres HERRN JESUS CHRISTUS am Kreuz. Jeden Tag sage ich zu unserem HERRGOTT: ‚Das, was ich da zu leiden und zu ertragen habe, ist doch gar nichts im Vergleich zu den Schmerzen, die Du am Kreuz für uns gelitten hast. Damit meine Leiden en Wert bekommen, bitte ich Dich um die Erlaubnis, sie mit Deinem Leiden zu verbinden und zu vereinen, damit so auch meine kleinen Leiden die Kraft bekommen, um von Dir die Gnade zu erhalten, das sich mein Mann und meine Kinder bekehren und so vor der ewigen Verdammnis gerettet werden!’“

Mir war das alles nicht verständlich und ich habe damals über soviel Dummheit nur den Kopf geschüttelt. Es war einfach zu hoch für mich. Es waren Gedanken, die mir vollkommen fremd und meiner Art, zu leben und zu denken, diametral entgegengesetzt waren, und deshalb hatte ich auch keinen Zugang diesen Aussagen meiner Mutter. Und damit Sie es wissen. Nicht nur dass ich dafür kein Verständnis aufbrachte, diese Aussagen meiner Mutter reizten mich nur noch mehr und stachelten meinen Zorn an.

Es führte dazu, dass sich mein ganzes Leben änderte, denn ich wurde richtig rebellisch. Diese Rebellion zeigte sich als erstes darin, dass ich mich für Frauenrechte und Frauen-Emanzipation einsetze – und zwar nicht nur als normale Mitläuferin – nein, ich kämpfte mich an die vorderste Front im Kampf um Frauenrechte. Ich begann die Abtreibung zu verteidigen, das Recht der Frau, über ihren Bauch selbst zu bestimmen; die Unabhängigkeit und das Recht als Single oder in einer freien Partnerschaft – mit so genannten Lebens-Abschnitts-Partnern das Leben zu organisieren; die Scheidung als willkommene Lösung von Eheproblemen zu propagieren.

Besonders verteidigte ich auch das „Gesetz des Talion“ (Ley de Talion = [latín: lex talionis] juridischer Grundsatz „Gleiches mit Gleichen zu vergelten“ – „Aug’ um Aug’, Zahn um Zahn“). Das heißt: Ich gab den Frauen immer den guten Rat, einfach Gleiches mit Gleichem zu vergelten, und eben sich an jedem Mann, der untreu war, auch mit einem Seitensprung – möglichst mit seinem besten Freund – zu rächen. Obwohl ich persönlich meinem Ehemann nie in meinem Leben körperlich untreu war, so richtete ich durch meine bösartigen Ratschläge bei sehr vielen Menschen sehr großen Schaden an. Leider!

Du sollst nicht töten – Die Abtreibung

Als wir im meinem „Buch des Lebens“ zum 5. Gebot GOTTES – „Du sollst nicht töten“ – kamen, dachte ich mir: Endlich, da habe ich mir nichts vorzuwerfen, denn ich habe niemanden getötet und keinen Menschen umgebracht. Und zu meinem großen Schreck belehrte mich der HERRGOTT eines ganz anderen. ER zeigte mir mit aller Deutlichkeit, dass ich eine erschreckend grausame Mörderin war. Und die Morde, in die ich verwickelt war, gehörten außerdem zu der Klasse von Tötungsverbrechen, die in den Augen des HERRN zu den abscheulichsten ihrer Art zählten, nämlich die Abtreibungen von „Ungeborenen Kindern“.

Passen Sie nun gut auf! Die Macht und der Einfluss, den ich mir durch mein GELD errungen hatte, haben mich dazu verführt und dazu gebracht, nicht nur eine, sondern einige – um nicht zu sagen viele – Abtreibungen zu finanzieren. Mein Geld hat diese Abtreibungen erst möglich gemacht. Denn ich hatte ja immer gesagt: „Die Frau  hat das Recht, sich auszusuchen, wann sie schwanger bleiben will und wann nicht. Ihr Bauch gehört nur ihr selbst!“

Und schaut nun her! In meinem „Buch des Lebens“ stand es schwarz auf weiß, – und es war ein großer Schmerz für mich, das hier zu sehen und endlich auch zu begreifen, in welche abscheulichen Verbrechen ich durch mein Geld mich selbst verwickelt hatte. Es stand aber unlöschbar eingeschrieben in meinem „Buch des Lebens“. Ein Mädchen, das gerade mal 14 Jahre alt war, habe ich dazu gebracht abzutreiben. Ich war ihre Lehrmeisterin. Wenn einer das Gift in  sich hat, dann bleibt nichts gesund in seiner Umgebung. Alle, die so einem Menschen nahe kommen, werden negativ beeinflusst, kommen mit diesem Gift in Kontakt und werden dann auch selbst vergiftet und giftig. Weitere noch ganz junge Mädchen, drei meiner Nichten und die Verlobte von einem meiner Neffen haben abgetrieben. Sie haben sie ohne Weiteres zu mir gehen lassen, denn ich war ja die mit dem großen Geld, die alles regeln konnte – und so „gütig“ war. Ich war die gute Tante, die immer alle eingeladen hat; die gute Tante, die ihnen von den Neuigkeiten aus der Mode-Welt erzählt hat, und die ihnen die neueste Mode auch vorgeführt und oft auch gekauft hat. Ich war diejenige, die diesen jungen Geschöpfen beibrachte, wie sie sich attraktiver machen, wie sie in die Gesellschaft des „Glamour“ einsteigen und wie sie ihren jungen Körper möglichst sexy und aufreizend vor den anderen herzeigen können.

Und stellt Euch vor! Meine Schwester hat mir Ihre Kinder in vollem Vertrauen geschickt und überlassen. Und wie habe ich sie verdorben und prostituiert. Ja, ich habe diese jungen Dinger, noch halbe Kinder, der Prostitution zugeführt. Und das war ein weiteres himmelschreiendes Verbrechen und eine schreckliche Sünde, die in der Rangliste der abscheulichsten Vergehen vor dem HERRN gleich die Stelle nach der Abtreibung einnimmt. Denn ich habe diesen jungen Mädchen folgendes beigebracht:

„Meine lieben Mädchen, seid doch nicht dumm! Auch wenn eure Mütter euch soviel über den Wert der Jungfräulichkeit, der Keuschheit und Reinheit erzählen, dann ist das einfach darauf zurückzuführen, dass eure Eltern noch in der Vergangenheit leben, ihre Welt ist nicht mehr die Welt von heute, sie sind im Gestern verhaftet, sie haben es versäumt ein freies und modernes Leben zu führen. Ihr müsst dafür Verständnis aufbringen. Aber ihr selbst solltet euch dem modernen Leben anschließen, die von uns Frauen erkämpfte Freiheit genießen und euch voll als Frau verwirklichen – also hört ihnen zu, seid verständnisvoll mit ihnen, weil sie eben nicht anders können; aber verderbt euch deswegen doch euer eigenes junges Leben nicht. Eure Mütter sprechen mit euch über eine BIBEL, die es schon 2000 Jahre lang gibt. Sie sind eben nicht mehr „up-to-date“.

Und die Pfarrer haben das Moderne auch abgelehnt und wollen nicht mit der Zeit gehen. Sie predigen nur das, was der Papst ihnen vorgibt, aber ist Papst ist eben nicht mehr zeitgemäß, dieser Papst ist aus der Mode gekommen. Und jeder moderne Mensch, der noch auf ihn hört ist, dumm und selber schuld, wenn er sein Leben nicht richtig genießen kann.“

Sehen Sie nun das Gift, das ich verstreut habe in diesen jungen, unschuldigen Mädchen-Herzen. Es ist einfach unvorstellbar MONSTRUÖS!

Und ich habe diesen jungen Mädels auch gelehrt, wie sie am besten ihren Körper und die Lust am Sex genießen können. Dabei habe ich sie eigens darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig es ist zu verhüten. Alle mir bekannten Methoden habe ich ihnen beigebracht. Ich habe sie unter dem Titel „Die perfekte, selbstständige Frau“ über alle Risiken und deren Verhütung beim Geschlechtsverkehr genauestens informiert. Und eines Tages kommt dann eines dieser Mädchen, nämlich die Verlobte meines Neffen, – sie war gerade mal 14 Jahre alt –  zu mir in die Ordination (und das, was ich ihnen hier erzähle, habe ich persönlich im „Buch meines Lebens“ eingetragen gesehen), – sie kommt also zu mir in die Ordination, und erzählt mir unter bitteren Tränen: „Gloria, ich bin doch noch so jung, praktisch selbst noch ein Kind, und trotzdem bin ich schon schwanger.“ Und ich antwortete drauf: „Aber Du, saudummes Ding! Habe ich euch nicht bei gebracht, wie man verhütet!!!“ Sie sagte darauf immer noch weinend: „Ja schon, aber es hat einfach nicht richtig funktioniert.“ Und durch die Einsicht in mein „Buch des Lebens“ habe ich gesehen, dass der HERR mir dieses junge Geschöpf eigentlich geschickt hatte, um es vor einer Dummheit zu bewahren. Er wollte, dass ich sie davor bewahre in diesen Abgrund hinabzufallen, dass ich sie davon abbringe, ihr Kindlein abzutreiben.

Denn die Abtreibung, die legt eine so schwere Kette um unseren Hals, die uns zu Boden drückt und die wir dann kaum mehr hinter uns herschleifen können. Sie erzeugt einen Schmerz, der nie mehr in unserem Leben aufhört. Es ist diese sinnlose Gewissheit, einen Mord begangen zu haben, also ein Mörder zu sein.

Und dabei ist es das Schlimmste, nicht irgendjemand, sondern sein eigenes Fleisch und Blut, sein eigenes Kind ermordet zu haben. Und das Schlimmste im Fall dieses Mädchens war es, dass ich ihr, anstatt sie davon abzubringen und von unserem HERRGOTT zu erzählen, das Geldbündel in die Hand gedrückt habe, damit sie sich diese Abtreibung leisten kann. Und um mein Gewissen ( – ich weiß gar nicht, ob man das noch Gewissen nennen kann, was ich damals hatte – ) zu beruhigen, gab ich ihr so viel Geld, dass sie in die renommierteste Abtreibungs-Klinik gehen konnte, damit es danach ja keine Komplikationen gäbe. Und so wie bei dieser Gelegenheit habe ich noch einige – um nicht zu sagen viele –  Abtreibungen finanziert.

Das ist so schrecklich, wenn ich heute dran denke. Jedes Mal wenn so das Blut eines Babys vergossen wird, ist es wie ein großes Brandopfer für den Satan, es ist ein Festmahl für den Teufel. Er reibt sich die Hände und tanzt vor Freude. Und unserem HERRN JESUS CHRISTUS schmerzt es wie bei SEINEM Tod am Kreuz und unter diesen Schmerzen zuckt er zusammen und leidet jedes Mal darunter sehr, wenn ein ungeborenes, unschuldiges Kind zu Tode gemartert wird.

Im „Buch des Lebens“ habe ich nämlich auch sehen können, wie das Leben entsteht. Ich sah wie unsere Seele sich in dem Moment bildet, in dem eine Samenzelle auf die Eizelle trifft. Da springt ein wunderschöner Funke über, der ein Licht ausstrahlt, das im Sonnenlicht von GOTT VATER seinen Ursprung hat. Und der Bauch einer werdenden Mutter erleuchtet sich mit den Strahlen dieser neuen Seele in dem Moment, wo ihre Eizelle befruchtet wurde. Und wenn es dann zur Abtreibung kommt, dann schreit und stöhnt diese Seele vor lauter Schmerz, auch wenn sich noch keine Augen und keine Gliedmaßen gebildet haben. Und die ganze Gemeinschaft der Heiligen, die ganze jenseitige Welt nimmt diese Schreie und dieses Stöhnen wahr, wenn eine neue, unter Mithilfe GOTTES  geschaffene Seele ermordet wird. Das gesamte Himmelsgewölbe zuckt unter diesem Schrei zusammen und man hört ihn vom einen Ende zum anderen, laut und deutlich wie ein Echo im Gebirge. In der Hölle hört man auch laute Schreie, aber dort sind es Jubelschreie, die alle Dämonen zur Feier des Tages ausstoßen und dazu eine Freudentanz aufführen.

Und unmittelbar danach öffnen sich in der Hölle einige Siegel und es kommen scheußliche Gespenster hervor, welche auf die Erde losgelassen werden, um von neuem die ganze Menschheit zu versuchen und auf Irrwege zu verführen. Und die Folge davon ist, dass die Menschen immer mehr vom Satan versklavt werden, immer mehr der Lust und dem Genuss verfallen, immer neue Sucht-Abhängigkeiten aufkommen, und alle diese schlimmen und grauslichen Verbrechen und Bosheiten passieren, die wir täglich in den Nachrichten hören und sehen, und von denen wir jedes Mal glauben, dass es nicht mehr schlimmer kommen kann, um am nächsten Tag durch neue Verbrechen darauf gestoßen zu werden, dass doch noch eine Steigerung möglich war.

Haben wir überhaupt noch eine Vorstellung, wie viele Babys täglich auf der ganzen Welt umgebracht werden? Es ist uns nicht mehr möglich, das Ausmaß dieses ungeheuerlichen Verbrechens vorzustellen. Wir waten im Blut dieser Unschuldigen Kinder und merken es schon gar nicht mehr. Es ist normal für uns und gehört schon zum Alltag. Wenn sich jemand gegen die Abtreibung einsetzt, wird er schon als fanatisch und konservativ, altmodisch und etwas irrsinnig hingestellt. Und das ist einer der größten Triumphe für den Höllenfürsten, den Satan. Wie wird es um unsere Welt bestellt sein, wenn der Preis des unschuldigen Blutes jedes einzelnen Ungeborenen der ist, dass  ein neuer Dämon auf die Erde losgelassen wird. Bald wird es auf unsere Welt dunkel werden vor lauter Dämonen, die losgelassen wurden.

Und dann sah ich wie ich in diesem Blut der unschuldigen Kinder eingetaucht und gewaschen wurde. Und ganz im Gegenteil zum Waschvorgang auf unserer Welt, wurde meine weiße Seele durch diese Blutwäsche immer dunkler und unansehnlicher, bis sie vollkommen schwarz war. Und nach diesen Geschichten mit den Abtreibungen hatte ich absolut kein Gespür mehr, was Sünde ist. Für mich gab es einfach keine Sünde mehr. Alles war erlaubt und mein Verhalten kam mir noch dazu gut vor. Ich half ja den Menschen. Ich war mir nur nicht bewusst, dass ich diesen Menschen zum sicheren Weg in die Hölle verhalf.

Und es kam noch etwas Zweites zum Vorschein, das mir, da ich ja selbst  auf der Lohnliste des Teufels stand, in keiner Weise aufgefallen oder in den Sinn gekommen wäre. Es wurden mir alle Babys gezeigt, die ich selbst getötet hatte, die ich selbst abgetrieben hatte. Und genauso,  –  wie Sie jetzt, – wusste ich im ersten Moment nicht, wie, wann und wo! Doch es wurde mir gleich gezeigt und ich hatte es dann auch klar vor Augen. Ich habe Ihnen ja schon am Anfang erzählt, dass ich selbst als Verhütungsmethode zur Familienplanung die Spirale gewählt hatte und diese mir einsetzen ließ. Und unter schmerzlichem Staunen musste ich nun  im „Buch meines Lebens“ sehen, wie viele meiner Eizellen befruchtet worden sind und im Begriff waren zu kleinen Babys heranzuwachsen. Ich sah die vielen Lichtfunken, die sich bei der Bildung ihrer Seelen aufleuchteten. Und ich hörte auch die Schreie dieser Seelen, wie sie aus der Hand GOTT VATERS herausgerissen wurden.

Und auf einmal verstand ich den Grund, warum ich immer so schlecht gelaunt, verbittert und mürrisch war. Ich hatte schlechten Humor, war oft nicht ansprechbar, war unbeherrscht und launisch gegen meine Mitmenschen, meine Familie. Den ganzen Tag war ich nur frustriert, nichts konnte mich zufrieden stellen. Oft überkamen mich schreckliche Depressionen. Und nun fiel es mir wie Schuppen von den Augen:

„Wie einfach und eindeutig klar – ich hatte mich ja in eine Tötungsmaschine für Babys verwandelt!“

Und das alles ließ mich immer tiefer in den Sumpf der Sünde einsinken. Wie konnte ich mir nur am Anfang dieser Zusammenschau meines Lebens einbilden und stolz ausrufen, ich hätte niemanden umgebracht. Und wie konnte ich nur jeden anderen, der mir zu dick war oder der mir unsympathisch war, links liegen lassen, verachten, ja richtig gehässig behandeln und einfach ablehnen. Wie konnte ich mich so hochnäsig benehmen, obwohl ich eine ganz gemeine Mörderin war?

Und es wurde mir auch gezeigt, dass man Menschen nicht nur durch ein Pistolenschuss umbringen kann. Nein, oft genügt es, wenn man ihn bodenlos hasst, wenn man ihm Schlechtes wünscht oder antut, wenn einen der Neid gegen diese Person zerfrisst. Und damit kann man den anderen auch schon umbringen. Der Mord in der Familie oder in einem Dorf beginnt sehr oft durch eine dieser Handlungen, die wir oft selber als ungefährlich, wenn auch bösartig einstufen.

Du sollst nicht Unkeuschheit treiben

Nun, beim sechsten GEBOT – „Du sollst nicht Unkeuschheit treiben“  – habe ich zu mir gesagt:„Na, endlich – wenigstens bei diesem Gebot können sie mir keine Übertretungen vorwerfen. Sie werden mir keinen Liebhaber vorhalten können, weil ich mein ganzes Leben lang nur mit einem Mann intim war – und das war mein erster und letzter, nämlich mein Ehegatte.“

Auf einmal wird mir gezeigt, dass ich jedes Mal, wenn ich meinen Busen nackt herzeigte und meinen Körper mit einem sexy Bikini zur Schau stellte, fremde Männer dazu verführt habe, mich anzuglotzen, dabei schlechte Fantasien zu bekommen und dadurch zur Sünde zu verleiten. Und auf diese ganz einfache Art und Weise bin ich – so zwischendurch –auch  in den Ehebruch hineingerutscht.

Aber auch mit meiner Art, dass ich anderen Frauen immer wieder geraten habe, sie sollten ihren Ehemännern untreu sein, indem ich sagte:

„Seid doch nicht blöd, zahlt es ihnen heim, verzeiht es ihnen nur nicht, sondern trennt euch und lasst euch besser schnell scheiden!“

– allein mit diesen Gerede und diesen schlechten Ratschlägen hatte ich mich an einem verabscheuungswürdigen Ehebruch beteiligt.

Und so ich habe bei dieser Schau meines Lebens auch glasklar erkannt, dass die sogenannten Sünden der „Fleischeslust“ abscheulich sind. Sie führen direkt in die Verdammnis, und sind ganz strikt abzulehnen, auch wenn viele Menschen es heutzutage schon normal finden und sagen, dass das dufte und ganz toll wäre; dass man diese und jene Erfahrung einmal selbst gemacht haben müsste; dass man es probiert haben muss, um zu erfahren, ob man dabei Lust empfindet oder zu einem ganz speziellen Höhepunkt kommt. Manche schrecken gar nicht davor zurück, sogar den Vergleich mit den Tieren als Argument für ihr Tun heranzuziehen, und sagen: „Lasst es uns so wild treiben wie die wilden Tiere!“ Auch für die Homosexualität wird oft das Argument gebracht, dass sie ganz natürlich und gottgewollt sei, weil es ja auch schon bewiesen ist, dass es auch im Tierreich homosexuelle Paarungen  gibt.  Ja, merken wir den nicht, dass wir uns dadurch die Tiere zum Vorbild nehmen. Und das ist gleich bedeutend ist, wie die Seele wegzuwerfen. Das, was uns als GOTTES Ebenbild auszeichnet – nämlich die von IHM in jedem Menschen geschaffene unsterbliche Seele – werfen wir dadurch vor die Hunde.

Leider habe ich mich in meinem Leben von der Hand GOTTES losgerissen. Ich musste traurig feststellen, dass die Sünde nicht nur die ausgeführte Tat ist, sondern auch in den geheimsten Gedanken und in meiner Seele kann ich schwer sündigen. (Es heißt ja auch im Schuldbekenntnis:„in Gedanken, Worten und Werken“)

Es war auch sehr leidvoll für mich, erkennen zu müssen, wie all diese begangenen Sünden Folgen haben und lange Zeit hindurch weiter wirken. Die Sünde des Ehebruchs – besser gesagt der Ehebrüche – meines Vaters hat auch seinen Kindern großen Schaden zugefügt und ihre Seele erstickt. Ich bin dadurch zu einer Verächterin aller Männer geworden, und meine Brüder sind richtige Abziehbilder, waschechte Kopien meines Papas geworden, die überall groß damit angeben, dass sie noch echte Machos, richtige Weiberhelden und große Säufer sind. Und sie bilden sich darauf auch noch viel ein. Posaunen es stolz in alle Welt hinaus. Sie haben sich keine Rechenschaft darüber gegeben, wie sehr sie dadurch, ihren eigenen Kindern wieder Schaden zufügen.

Und deshalb sah ich meinen Vater in der anderen Welt so bitterlich weinen. Er hat erst dort begriffen und gesehen, wie sehr er seine Sünde auf seine Söhne, und auch auf seine Tochter vererbt hat. Und er hat mitbekommen, welchen Schaden er dadurch in der Göttlichen Ordnung und in der Schöpfung GOTT VATERS angerichtet hat.

Du sollst nicht stehlen

Im siebten Gebot, – Du sollst nicht stehlen – war ich meiner Sache wieder ganz sicher, ich stufte mich als sehr ehrenvoll ein und hatte mir nichts vorzuwerfen! Aber der HERRGOTT zeigte mir auf drastische Weise, dass bei mir zuhause viele der reichhaltig vorhandenen Lebensmittel zu faulen und zu schimmeln begannen, weil wir einfach zu großen Augen einkauften und gar nicht alles essen konnten; also während ich Lebensmittel verderben ließ, gab es so viel Hunger auf der ganzen Welt und als ER mir das vor Augen führte, sagte er dazu nur:

„ICH war hungrig, und schau her, was Du mit dem gemacht hast, was ich Dir gegeben habe, – Du hast es gering geschätzt und verderben lassen; MIR war kalt, sieh da her, wie Du Dich von den Modetrends und dem äußerlichen Aussehen zu Sklavin machen ließest. Welches Vermögen hast Du für Injektions-Spritzen gezahlt, um dünner zu werden. Du hast Dich auch zur Sklavin Deines eigenen Körpers gemacht. Kurz gesagt, Du hast Deinen Körper zur Gottheit erhoben, zum Götzen gemacht.“

Und unser HERR führte mir so vor Augen, dass ich mich dadurch auch mitschuldig an der großen Armut in unserem Land gemacht habe und dass ich eben auch in diesem Gebot GOTTES Schuld auf mich geladen hatte.

Weiters hat ER mich auch darauf aufmerksam gemacht, dass ich jedes Mal, wenn ich über jemanden schlecht geredet habe, demjenigen seine Ehre gestohlen habe. Und so etwas wieder gut zu machen, wieder zurückzugeben, ist fast unmöglich. Es wäre viel einfacher gewesen, wenn ich jemanden einen Geldschein gestohlen hätte, denn dann hätte ich einfach den Geldbetrag zurück geben können, um mein Vergehen wieder gut zu machen. Deshalb ist auch Raub des „Guten Rufes“ eines Menschen viel schwerwiegender als eben ein einfacher Diebstahl von Sachen oder Geld.

Auch meine Kinder habe ich bestohlen, indem ich es ihnen verwehrt habe, eine gute Hausfrau und Mutter für sie zu sein, eine zärtlich Mutter, die die Kinder umsorgt, die immer für sie da ist und ihnen ein praktisches Vorbild für selbstlose und hingebungsvolle Liebe ist.

Und nicht eine Mutter, die sich selbst nur auf der Straße herumtreibt, und die Kinder allein zuhause lässt, in der Obhut vom Fernseh-Apparat als Ersatz-Papa und vom Computer als Ersatz-Muttiund im Kreise von vielen Video-Spielen als Ersatz-Geschwister.

Und um mein Gewissen zu beruhigen, kaufte ich Ihnen um teueres Geld immer nur die besten Marken-Klamotten, damit sie wenigstens in der Schule und bei ihren Freunden Eindruck schinden und den Neid provozieren konnten. Noch mehr bin ich erschrocken, als ich sah, wie meine Mutter sich Vorwürfe machte und sich fragte, ob sie wohl eine gute Mutter gewesen sei. Und das, obwohl meine Mama eine sehr fromme und gute Frau, Hausfrau und Familienmutter war, die uns immer wieder ermahnt hat, die uns geliebt hat, und gezeigt hat, wie sehr sie um uns und unser Wohl besorgt ist.

Genauso hat auch mein Vater immer wieder auf seine Art demonstriert, wie gern er uns hat, und dass wir das Wichtigste in seinem Leben sind. Und wie ich so in diesen Gedanken versunken war, sagte ich zu mir selbst:

„Was wird wohl mit mir passieren, die ich meinen Kindern nicht einmal gar Nichts gegeben habe; sie merken es vielleicht gar nicht, dass ich nun nicht mehr da sein werde;

wahrscheinlich gehe ich ihnen gar nicht ab!“

Das Schaudern lief mir kalt über den Rücken bei diesen Worten, begleitet von einem Schmerz, der mich wie ein Schwert – mitten durchs Herz – durchbohrte.

Ich schämte mich für all mein Versagen auf der ganzen Linie. Ihr müsst wissen, dass man im „Buch des Lebens“ alles so sehen kann, wie in einem Film. Und so sah ich eben auch dort, wie sich meine Kinder bei einer Gelegenheit untereinander unterhielten und folgendes sagten:

„Hoffentlich braucht meine Mutter noch länger, bis sie nach Hause kommt; hoffentlich steckt sie im Stau, denn meine Mama ist sehr langweilig und die ganze Zeit kann sie nur meckern und kritisieren..“

Wie niederschmetternd war es doch von einem dreijährigen Kind und einer etwas älteren Tochter zu hören, wie sie so über ihre Raben-Mutter redeten.

Und von neuem wurde mir bewusst, dass ich sie einer richtigen Mutterberaubt habe. Ich habe ihnen kein friedliches Heim geboten. Ich habe es verhindert, dass sie in den Kinderjahren – durch mein Vorbild – GOTT kennenlernen konnten. Und ich habe ihnen nicht beigebracht, wie man den Nächsten liebt. Denn es ist doch einfach so: Wenn ich meinen Mitmenschen nicht liebe, werde ich auch mit Unserem HERRGOTT nichts zu tun haben; und wenn ich selbst kein Mitleid und keine Barmherzigkeit habe und in der Praxis verwirkliche, dann kann ich auch nicht mit GOTT sein; und kann so auch GOTT niemanden näher bringen oder den Glauben weitergeben. Denn GOTT ist die LIEBE

Du sollst keine falsches Zeugnis ablegen

Nun gut, jetzt will ich Ihnen noch kurz etwas erzählen über das Thema: – Kein falsches Zeugnis gegen den Nächsten ablegen und nicht zu lügen. Und dabei habe ich es wirklich zur Expertin geschafft. Haben das auch alle gehört?!? Denn der Teufel hat sich zu meinen Vater gemacht. Denn jeder von uns hat seinen VATER, entweder ist es GOTT VATER  oder es ist eben der Satan, der IHM die Vaterschaft streitig macht.

Wenn GOTT die LIEBE ist, und ich aber voller Hass bin, wer ist dann mein Vater. Das ist doch nicht schwer zu beantworten und leicht zu verstehen. Wenn GOTT mir immer wieder Versöhnung und Verzeihung predigt, wenn ER mich dazu auffordert, auch meine Feinde und diejenigen, die mir Schaden zufügen, zu lieben – Ich aber nur die Rache im Kopf habe und an das MOTTO: „Zahn um Zahn“ denke. Und das war damals wirklich meine Welt und meine Vorstellungen. Gut, wer war also dann mein Vater? Und noch dazu: ER, Unser HERRGOTT, ist die WAHRHEIT selbst  und der Satan ist der Fürst der Lügen. Wer war dann also mein Vater? Sie sehen schon. Ich kann es drehen und wenden, wie ich will. Das Ergebnis ist immer:

Das ich selbst den Teufel  zum Vater in meinem Leben erwählt habe.

Und ich sage Euch. Es gibt keine Kategorie-Einteilung der Lügen. Es gibt sie nicht – weder die rosaroten, noch die dunkelgelben oder die grasgrünen Lügen. Jede Lüge ist eben eine Lüge. Und genauso wenig wie diese vorher erwähnten eingefärbten Lügen, existieren auch nicht die NOT-Lüge, oder die GEFÄLLIGKEITS-Lüge oder die Lüge aus BARMHERZIGKEIT oder die MITLEIDS-Lüge und noch so viele andere Arten, die listige Menschen unter dämonischer Anleitung zur Ausrede erfunden haben.

Jede Lüge ist eben eine LÜGE. Und der Teufel ist der Vater aller Lügen,

der Lügner von Anbeginn.

Die Lügen, die ich mit meiner Zunge begangen hatte, waren so, so fürchterlich, einfach schrecklich. Ich konnte sehen, dass ich damit die höchst mögliche Punktezahl gewürfelt hatte.

Bei jeder Gelegenheit wie zum Beispiel beim Tratsch, den ich in die Welt setzte, wenn ich mich über andere lustig machte, oder wenn ich leichtfertig, für anderen Menschen einen bösartigen Spitznamen erfunden habe, und diesen dann aller Welt erzählte und mich jedes Mal dabei in gehässiger Art und Weise noch lustig machte. Wie sehr und wie viele habe ich dadurch verletzt, gekränkt, der Lächerlichkeit preisgegeben  und verleumdet. Und das alles habe ich meinen Mitmenschen angetan.

Sie können sich gar nicht vorstellen, wie so ein Spitzname, eine Person verletzen kann. Er kann dadurch Minderwertigkeitskomplexe bekommen, die ihn sein ganzes Leben lang begleiten und immer von neuem Schmerzen bereiten. Zum Beispiel eine Freundin, die etwas molliger war, nannte ich einfach nur die „Dicke“ oder die „Fette Kugel“. Sie ist diese Bezeichnung nie mehr losgeworden und immer nur die „Fette Kugel“ geblieben. Ihr hat das sehr zugesetzt. Dieser Frust machte sie zur Frust-Esserin, was natürlich wiederum auf ihren Leibesumfang Auswirkungen hatte. Sie wurde deshalb oft nicht mitgenommen oder nicht eingeladen.

Und so sehen Sie, wie Worte auch entsprechende Taten nach sich ziehen können – und am Schluss kommt ein ganzer Rattenschwanz von Bosheiten heraus. Alles nur die giftige Frucht eines leichtfertig hinausposaunten Wortes.

Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Gut

Als sie mir diese Überprüfung meines Lebens auf der Grundlage der 10 Gebote GOTTES gemacht haben, stellte sich klar heraus, dass alle meine Übel, Sünden und Bosheiten ihren Ursprung in der Habgier hatten.

Dieser wahnsinnige Wunsch, diese Sucht, einfach alles zu besitzen und über alles zu bestimmen. ICH MUSS HABEN, statt ICH MUSS SEIN. Ich dachte immer, dass ich glücklich sein werde, wenn ich alles Geld der Welt besitze und sehr reich bin, und dieser Wunsch, Geld zu haben, artete bei mir bald zu einer BESESSENHEIT aus. Das war sehr schade und für mich eine große Tragödie. Als ich nämlich wirklich viel, viel Geld besaß, und mir fast alles leisten konnte, durchlebte ich die schlimmste und unglücklichste Phase meines Lebens.

Meine Seele kam an dem Tiefpunkt an, dass ich mir sogar das Leben nehmen wollte. Mit soviel Geld und Reichtum, und trotzdem allein  und innerlich leer, einsam und verlassen.

Ich erlebte es selbst, was es heißt:

LIEBE, FREUNDSCHAFT, ZUNEIGUNG

kann man mit dem Geld nicht kaufen.

Auch für alles Geld der Welt kriegt man beim Versuch LIEBE zu kaufen, meist nurScheinheiligkeit, Falschheit, Schmeichelei und gespielte Unterwürfigkeit. Ich war also zutiefst enttäuscht, verbittert in der selbst gewählten Sackgasse meines Lebens. Ich hatte den Gipfel der Frustration erreicht, und dort wehte ein eisig kalter Wind, der mir nur die Frage in den Sinn brachte, warum bist überhaupt hier herauf gestiegen.  Die Habgier, wie jede andere Gier auch, – also diese Sucht nach Geld und Reichtum; dieser Neid nach dem, was ein anderer schon hat; dieses „Das-muß-ich-auch-haben“;  – hängte sich bei mir ein, nahm mich bei der Hand und brachte mich auf Abwege. Diese Habgier führte mich direkt in Richtung Hölle, weg von meinem Schöpfer GOTT, von dessen Hand ich mich durch dieses HABEN-wollen losgerissen hatte.

Das „Buch des Lebens“

Und nach dieser Analyse meines Lebens nach den Bestimmungen der 10 Gebote GOTTES, wurde mir der Einblick in mein „Buch des Lebens“ gewährt. Es war ein wundervoller Augenblick. Mir fehlen einfach die Worte, um dieses „BUCH DES LEBENS“ angemessen beschreiben zu können.

Es begann mit meiner Empfängnis. Sobald sich die Zellen meiner Eltern zusammengekommen waren, gab es „ZAS!“ einen Funken. Eine kleine, wunderschöne Lichtexplosion, und es bildete sich daraus eine Seele, meine eigene Seele, ganz behütet in den Händen GOTTVATERS – und ich sah so einen liebevollen und zärtlichen Papa in GOTT, dem VATER.

24 Stunden am Tag war er mit mir, er führte mich an SEINER Hand, beschützte mich, war immer um mich besorgt und hinter mir her. ER ließ mich nicht aus SEINEN Augen und nie allein. Und alles, was mir im ersten Augenblick wie eine Strafe oder ein großes Missgeschick vorkam, war nichts anderes als ein Ausdruck SEINER LIEBE und seiner Besorgnis  um mich. Denn ER blickte mich nicht äußerlich an und schaute nicht auf meinen wohl geformten Körper. NEIN, ER schaute in mein Innerstes, ER erforschte meine Seele und sah dabei, wie ich langsam, aber sicher von SEINEM WEG abkam und wie ich SEINE Rettung und Erlösung ausschlug.

Und so erlebte ich viele Situationen meines verflossenen Lebens bei der Schau in mein „BUCH des LEBENS“  in ihrem Zusammenhang und sah die jeweiligen Folgen meines Handelns und der Entscheidungen meines freien Willens. Zum besseren Verständnis will ich Ihnen ein Beispiel dafür erzählen, das aufzeigt, wie wunderschön so ein „BUCH des LEBENS“ ist.

Ich war in meinem Leben sehr falsch und heuchlerisch. So sagte ich oft zu meinen Bekannten – oder auch Freundinnen – mit schmeichelnder Stimme:

„Huy! Schau mal an, wie wunderschön kommst Du heute daher. Dieses Dein Kleid ist einfach prächtig und es steht Dir so gut! Wie hübsch schaust Du darin nur aus!“

Aber im „Buch des Lebens“ sieht man ja auch, was man dabei denkt, und was im Innersten abläuft. Und da nahm ich wahr, das ich dabei in meinem Herzen zu mir sagte:

„Pfui! Was für ein grausliches Aussehen, und dabei  glaubt sie ja auch noch, sie wäre eine Schönheits-Königin!“

Sehen Sie, das waren dabei meine Gedanken in meinem geheimen Inneren. In diesem „ Buch des Lebens“ sieht und hört man wie in einem Film diese Geschehnisse, und so sah und hörte ich auch alles genauso, wie ich es damals im meinem Leben auch hörbar gesagt hatte, mit dem einzigen Unterschied, dass ich auch meine Gedanken sehen und vernehmen konnte.

Es war wie eine Zwei-Kanal-Ton-Verfilmung in verschiedenen Sprachen oder wie ein Film mit Untertiteln. Ein Tonkanal brachte genau das, was ich mit meiner Zunge und mit Scheinheiligkeit von mir gab, und der andere Ton-Kanal ließ mich meine Gedanken, die ich gleichzeitig hatte, hören und lesen, und ich konnte den Zustand meiner Seele, mein Inneres dabei auch sehen. Sie würden selbst an ein technisches Wunderding denken, wenn sie so etwas über ihre Aussprüche oder über Situationen Ihres eigenen Lebens miterleben würden. Es ist einfach überwältigend!

Und so sah ich die innere Wirklichkeit meines Lebens. Alle meine Lügereien lagen ganz offen da, sie brodelten wie in einem Kochtopf ohne Deckel, sie waren nackt und ohne Beschönigung, wahrnehmbar für jeden. Die ganze Welt konnte sie sehen. Sie waren quicklebendig und deckten ihre eigenen Schandtaten auf. Meine Mutter, wie oft habe ich sie übers Ohr gehauen und bin sie ganz gemein hintergangen. Oft erlaubte sie mir nämlich zu Recht nicht, auszugehen und mich mit meinen „schlechten“ Freunden zu treffen. Aber mit der Bemerkung: „Mami, ich hab jetzt noch eine Gruppenarbeit in der Schulbibliothek!“ war ich flugs  auch schon weg. Und meine Mutter hat die „Kröte“ geschluckt und mir die schnelle Lüge abgenommen.

Wie oft habe ich mir mit solchen Lügen selbst die Zeit gestohlen, bin um die Häuser gezogen, habe mir pornografische Filme angesehen, oder bin in eine Bar gegangen, um mit meinen „Freundinnen“ Bier zu saufen.

Und nun sah auch meine Mutter dies alles in meinem für alle offen da liegenden „Buch des Lebens“. Es ist ihr nichts entgangen.

Noch ein weiteres Beispiel dafür, was ich in diesem „Buch des Lebens“ gesehen habe. Meine Eltern gaben mir immer Bananen als Essen für die Mittagspause in meine Schule mit. In jener Zeit lebten wir ja in sehr ärmlichen Verhältnissen, so dass mein Jausen-Paket meist eben nur aus Bananen, hin und wieder einem  Brötchen und Milch zusammen gesetzt war. Ich aß oft schon auf dem Schulweg meine Bananen und warf die Bananenschalen einfach überall, wo ich gerade ging, ohne weiter Nachzudenken weg. Es wäre mir nie in den Sinn gekommen, mir den Kopf darüber zu zerbrechen, was durch so eine glitschige, unachtsam weggeworfene Bananen-Schale alles passieren kann, welchen Schaden so etwas einem anderen Menschen zufügen kann. Und es lagen die von mir weggeworfenen Bananenschalen also einfach so herum.

Das überraschende und eindrucksvollste war, wie der HERRGOTT mir zeigte, was einige – natürlich nicht alle – dieser herum liegenden Schalen ausgelöst haben. Ich sah die Personen, die durch diese Bananenschalen zu Sturz kamen, und in einigen Fällen hätten diese Stürze durch den starken Verkehr sogar tödlich ausgehen können, und ich wäre dadurch noch schuldig geworden, hätte ein Menschenleben ausgelöscht. Alles nur aus Gedankenlosigkeit, fehlendem Verantwortungsgefühl und fehlender Barmherzigkeit meinen Mitmenschen gegenüber.

So war es auch in einem anderen Fall, bei dem eine Frau an der Kassa des Supermarkts mir durch einen Irrtum von ihr selbst um ganze 4.500 Pesos zu viel herausgegeben hat. Und in diesem Zusammenhang ging ich dann auch eines der wenigen Male zur Beichte, wo ich wirklich eine aufrichtige, tiefe Reue und großen Schmerz über mein sündiges Verhalten empfand.

Mein Vater hat uns Kindern immer dazu ermahnt, in unserem Leben ehrenwert zu sein, und trotz der Armut die Ehre einer Person als hohes Gut zu betrachten, – vor allem auch die eigene.

Wir sollten uns nie am Geld eines anderen vergreifen, auch dann nicht, wenn es sich nur um wenige Cent handelt. Als also dieser Vorfall mit dem Wechselgeld passierte, bemerkte ich den Irrtum erst im Auto, als ich schon wieder auf dem Rückweg in meine Ordination war. Und ich sagte zu mir selbst:

„Ha, diese blöde alte Kuh, dieses dumme Viech, hat sie mir nicht um 4.500 Pesos zu viel heraus gegeben und mich trifft es nun wieder, zu ihr zurückzufahren, um ihr das Geld zurück zu geben!“

Ich war  schon wieder auf dem Weg zum Supermarkt, als ich in einen Riesen-Verkehrs-Stau geraten bin. Im Autoradio vernahm ich, dass rundherum alles zu war.

Und wieder dachte ich laut und sagte zu mir selbst:

„Ha! Das ist ja die Höhe. Jetzt soll ich auch noch Stunden meiner kostbaren Zeit verlieren, nur weil diese dumme Kuh zu blöd war, richtig zu rechnen. Es hat ihr ja niemand befohlen, sich saudumm zu sein und sich zu verrechnen! Ich fahre jetzt einfach heim und werde ihr unter diesen Umständen das Geld gar nicht mehr zurück bringen! Nein, auf keinen Fall, sie alleine ist ja schuld daran.“

Aber es blieben mir trotz meiner Ausreden Gewissenbisse über diesen Vorfall mit dem Wechselgeld. Und weil mein Papa eben das Fundament der Ehrenhaftigkeit so oft und so deutlich betont und damit auch in meinem Charakter verfestigt hatte, ging ich also am darauf folgenden Sonntag zur Heiligen Beichte und sagte zum Priester, der im Beichtstuhl saß: „Hochwürdiger Pater, ich habe gesündigt, weil ich mir 4.500 Pesos angeeignet habe, da ich diesen Betrag einer Frau, der das Geld eigentlich gehörte, nicht mehr zurückgegeben habe.“ Ich habe dann gar nicht mehr acht gegeben, was mir der Beichtvater dazu gesagt oder mich darüber belehrt hat.

Und als ich diese Szene im „Buch des Lebens“ sah, müssen Sie wissen, dass der Böse, der Teufel mir wirklich diese Sünde nicht mehr ankreiden und mich nicht als Diebin hinstellen konnte, denn ich hatte sie ja gebeichtet. Aber  ich werde Ihnen jetzt erzählen, was der HERRGOTT darüber zu mir  sagte:

„Diese fehlende Nächstenliebe, die Du hier an den Tag gelegt hast, als Du keine Wiedergutmachung Deiner Sünde geleistet hast, ist auch nicht in Ordnung. Die 4.500 Pesos waren für Dich zwar eine Kleinigkeit, – denn Du hast solche Beträge täglich beim Fenster hinausgeworfen, für Blödsinniges, das Du unbedingt haben wolltest, –  aber für diese arme Frau mit Mindestlohn, die halbtags noch arbeiten und ihre Kinder allein zurück lassen musste, um überhaupt über die Runden zu kommen, – für sie waren diese 4.500 Pesos der Lebensunterhalt für ganze drei Tage, ihr Kapital für das Essen und Trinken der ganzen Familie für diese drei Tage.“

Und wissen Sie, was das Schlimmste und am meisten Beeindruckende dabei war, wie mir der HERR diese Szene sehen ließ: Ich konnte nämlich mit eigenen Augen sehen, wie diese Frau mit ihren Kindern wirklich darunter zu leiden hatte und wie diese Familie einige Tage echten Hunger zu ertragen hatte. Alles nur durch meine Schuld. Folgen meiner Sünde. Diese Frau erduldete dies alles mit ihren kleinen Kindern und musste zusätzlich noch Angst haben, ihre Arbeitstelle an der Supermarkt-Kassa zu verlieren.

Denn so weist unser HERRGOTT im „Buch des Lebens“ auf unser Verhalten hin. Er zeigt uns, wann wir etwas getan haben, wer unter dieser unserer Tat zu leiden hatte, wer die Folgen zu tragen hatte, zu welchen Taten der in Mitleidenschaft gezogene Mitmensch dadurch angestiftete wurde, und wie derjenige sich danach verhalten oder was er dann getan hat.

Die Abschluss-Frage

Abschließend fragte mich der HERRGOTT:

„Welche spirituellen Schätze bringst Du MIR mit?“

Ich denke mir noch: „Was meint ER wohl mit spirituellen Schätzen?“ Ich stand ja mit leeren Händen vor IHM, meine Hände waren ja ohne irgendwas, sie hingen mir einfach ohne etwas zu halten oder zu tun, von der Schulter herunter. Und in diesem Moment höre ich, wie ER zu mir spricht:

„Was nützt es Dir nun, dass Du zwei Eigentums-Wohnungen hattest, dass einige Häuser Dein Eigentum waren, dass Du sogar mehrere Ordinationen Dein Eigen nennen konntest? Was nützt es Dir nun, dass Du Dich für eine hoch gebildete Fachärztin für Zahnheilkunde gehalten hast, die sehr erfolgreich war? Konntest Du auch nur ein Staubkorn eines Ziegels Deiner Bauten hierher mitbringen. Hast Du vielleicht Deine prall gefüllte Geldbörse, oder Dein dickes Scheckheft dabei?“

Und als ER mich dann noch fragte:

„Was hast Du mit den Talenten angestellt, die ICH Dir gegen hatte?“,

dachte ich mir: „Was meint ER wohl für Talente? Was will ER damit sagen?“ Und auf einmal nahm ich es wahr. Es wurde mir bewusst. Ja, ich hatte einen Auftrag bekommen, den Auftrag, das „Reich der LIEBE“, das „Reich GOTTES“, zu verteidigen und zu vergrößern.

Ich hatte einfach ganz vergessen, dass ich auch eine Seele besaß, und noch viel weniger erinnerte ich mich, dass ich auch Talente bekommen hatte. Und schon gar nicht war mir bewusst, dass eines dieser Talente die Fähigkeit war, dass ich das Werkzeug der Göttlichen Barmherzigkeit sein sollte, dass ich als SEINE barmherzige Hand fungieren sollte. Und so gab ich mir auch nicht Rechenschaft, dassalles Gute, das ich unterlassen habe und eben nicht getan habe, dem HERRGOTT große Schmerzen und viel Kummer bereitet hat.

Die LIEBE GOTTES

Denn Ihr müsst wissen, was mich der HERR immer und immer wieder fragte! ER sprach mich immer wieder auf die LIEBE an, auf die selbstlose, an keine Bedingung gebundene Liebe. Und deswegen kam auch immer wieder das Fehlen dieser LIEBE, dieser „CARITAS“, dieser Wohltätigkeit, dieses weiten Spektrums der Christlichen Nächstenliebe zu Tage.

Diese Abwesenheit SEINER Göttlichen Liebe, die ER uns allen als Auftrag und Talent, in die Wiege gelegt hatte, war kurz zusammen gefasst, das Ergebnis, die Zusammenschau aller Ereignisse meines bisherigen Lebens.

Und dann erklärte ER mir: „Weißt Du, Dein spiritueller Tod, das Absterben Deiner Seele, begann…“. Und ich sah nun ganz deutlich: Ich war zwar noch am Leben, ich atmete noch, aber eigentlich war ich schon tot; meine Seele war schon gestorben; sie war erstickt.

Wenn Sie nur selbst gesehen hätten, was der „spirituelle Tod“ ist. Was es heißt, die Seele ist abgestorben, erstickt. Sie hätten sehen sollen, wie eine Seele aussieht, die nur mehr HASS empfindet. Welches Schaudern und welcher Schreck von einer solchen Seele ausgeht, die nur mehr verbittert, lästig und unerträglich ist.

Sie denkt die ganze Zeit nur daran, wie sie der ganzen Welt weitere Bosheiten antun kann. So schaut dann eben eine Seele aus, wenn sie voll mit schweren Sünden belastet ist. Meine Seele ist ein Beispiel dafür.

Nach außen habe ich angenehm geduftet und war mit teuren Kleidern behangen, aber meine Seele hier drinnen hat entsetzlich gestunken und hat sich nur in den Abgründen der menschlichen und dämonischen Bosheiten herumgetrieben.

Es ist nur ganz verständlich und zu Recht, dass ich all die Depressionen hatte und die Verbitterung von mir Besitz ergriff. Und ER erklärt mir folgendes:

„Dein spiritueller Tod hat nämlich schon damit begonnen, wie Dir Deine Mitmenschen und deren Leid vollkommen egal wurde. Wie Du einfach keine Gefühle mehr für sie hattest. Es war eine Mahnung von MIR  und es sollte Dir eine Warnsignal sein, als ich Dir die Leiden Deiner Mitmenschen vor Augen führte – bei so vielen Gelegenheiten und in allen Teilen der Welt. Oder wenn Du im Fernsehen oder anderen Kommunikations-Medien sehen konntest, wie Leute entführt, getötet, von Bomben zerfetzt und vertrieben wurden, hattest Du oft nur einen  oberflächlichen Kommentar auf Deinen Lippen, wie: ‚Ay! Diese Armen Menschen! Was für eine Sünde wird an ihnen begangen!’ Aber die Leiden Deiner Mitmenschen haben Dich gar nicht berührt, sie sind in Dein versteinertes Herz nicht eingedrungen, ihr Schicksal ist an Dir abgeprallt. Im Deinem Herzen hast Du also gar nichts gespürt! Dein Herz war steinhart, ein eiskalter Fels. Deine Sünden hatten Dein Herz versteinert, hart und kalt gemacht!“

Und als nun mein „Buch des Lebens“ geschlossen wurde, können Sie sich sicherlich vorstellen, welche Scham und Traurigkeit mich überkam.

Aber dazu kam noch, – und dieser Schmerz war noch größer, noch unerträglicher, – dass ich größte Reue darüber empfand, wie schlecht und undankbar ich mich in meinem Leben meinem Schöpfer, GOTT VATER, gegenüber verhalten hatte.

Denn trotz aller meiner schweren Sünden, trotz meines ganzen unreinen Geistes und meiner großen Gleichgültigkeit, trotz meiner Lauheit und all meinen entsetzlich grausigen Gefühlen gegenüber meinen Mitmenschen, hat der HERRGOTT mich immer und sogar bis zum letzten Moment gesucht, ist mir nachgegangen und hat auf ein Zeichen meines Willens zur Umkehr und Rückkehr gewartet.

Immer wieder hat ER Personen geschickt, die meinen Lebensweg kreuzten und seine Instrumente waren, um mich zu bewegen, nachzudenken und zu IHM zurückzukommen. Auf diese Weise hat er zu mir gesprochen, hat auf SICH aufmerksam gemacht, hat mich dadurch – oft ganz laut – gerufen.

Er hat mir viele Dinge auch weggenommen, um mich zum Nachdenken zu bewegen. Er hat mir Prüfungen und schwere Zeiten geschickt. Er hat mir große Enttäuschungen wie Knüppel zwischen die Beine geworfen. All das hat er laufend getan, nur um mich wieder zurück zu gewinnen, mich auf den rechten Weg ins Vaterhaus zu bringen. ER hat bis zum letzten Moment wirklich alles versucht und auf ein Zeichen von mir gewartet. ER hat meinen freien Willen aber nie gebrochen. Ich sollte all SEIN Rufen und Warten erkennen, und dann die richtige Entscheidung aus freiem Willen treffen.

Wissen Sie, wer und wie GOTT, unser aller VATER, ist? Er steht wie ein Bettler am Rand unseres Lebensweges. Und wie ein Bettler eben fleht ER uns immer wieder an, läuft uns nach, ist oft auch lästig; ER weint und sucht unser versteinertes Herz zu erweichen, und ER ist traurig bis in SEIN Heiligstes Herz hinein, wenn ER so oft erleben muss, wie wir IHM nur die kalte Schulter zeigen und IHN einfach nicht beachten, oder auch nur so tun, als würden wir IHN nicht bemerken. ER erniedrigt sich so oft und so vielfach – genau so wie ER sich am Kreuz erniedrigt hat – nur um zu erreichen, dass wir uns bekehren und unsere Leben ändern, zu IHM ins Vaterhaus zurückkehren.

Und als ich zu IHM sagte: „Höre zu, Mein HERR, DU hast mich verdammt!“ – war ich mir schon wieder bewusst, welche Frechheit ich da von mir gab. Natürlich stimmte das wieder einmal nicht, denn nicht ER hat mich verdammt, sondern ich habe das schon alles selbst verursacht. Es wurde mir klar, dass ich nach Lust und Laune – in der Freiheit des menschlichen Geschöpfs, die GOTT immer achtet – die Entscheidungen getroffen habe. Ich habe mir meinen VATER und meinen Clan ausgesucht.

Und der Vater, den ich für mich auserwählt habe, war nicht GOTT  VATER, sondern ich habe mir den SATAN, den TEUFEL zum Vater und Führer meines Lebens genommen. Nach seinem Willen und seinen Lügen habe ich mein Leben ausgerichtet. Er und sein Blendwerk war der Sinn meines armseligen Lebens.

Und wie nun mein „Buch des Lebens“ zugemacht wird, stelle ich im Geiste fest, dass ich noch immer mit dem Kopf nach unten am Rande eines grausigen, finsteren Schlunds hänge. Und es wir mir der Gedanke zur Sicherheit, dass ich, ohne mich wehren zu können, unwiderruflich in dieses dunkle Loch fallen werde, wo ich mir am Ende ein Tor  vorstelle, durch das ich dann in die „Ewige Finsternis“ auf Nimmerwiedersehen eintreten werde.

Und so begann ich verzweifelt mit aller Kraft zu schreien und zu rufen. Ich flehte zu allen Heiligen, dass sie mich retten sollen. Und Sie können sich gar nicht vorstellen, wie viele Heilige mir auf einmal eingefallen sind. Ich hatte gar nicht gewusst, dass ich so viele Heilige und deren Namen kannte. Ich war ja eine so laue, ja mehr noch eine wirklich schlechte Katholikin.

Aber in diesem Moment ging mir nur durch den Kopf, gerettet zu werden. Und es war mir ganz egal, ob der Heilige Josef, der Arbeiter, oder der Heilige Franziskus von Assisi,oder sonst ein angerufener Heiliger mich retten würde. Hauptsache war, ich würde gerettet. Zu guter Letzt gingen mir die Namen der Heiligen aus, die ich anrief. Es fiel mir eben keiner mehr ein, und es war auf einmal wieder totenstill.

Und diese Stille ließ mich wieder meine unbeschreibbaren Schmerzen spüren. Ich empfand eine Leere, die trostlos war. Ich fühlte mich einsam und komplett verlassen. Und ich konnte nur daran denken, dass auf Erden alle Menschen sicherlich an mich denken und dabei nur „meinen Ruf der Guten, Schönen und Heiligen“ in ihrem Kopf haben. Diesen Ruf hatte ich mir durch meine, von mir selbst geschaffene Scheinwelt  ja vorsätzlich aufgebaut.

Sie trauerten alle um mich, redeten über meine „Heiligkeit“, warteten auf meinen Tod, um dann ihre „Heilige“, die sie ja im echten Leben persönlich gekannt hatten, anzurufen und um dieses oder jenes „Wunder“ zu bitten.

Und schaut nur her, in welcher misslichen Lage ich war. Niemand von diesen trauernden Menschen auf Erden, die auf meinen Tod warteten, – nicht einmal meine ärgsten Feinde – hätten sich vorstellen können, in was für einer hoffnungslosen Situation  ich mich befand – nämlich ganz kurz vor der Ewigen Verdammnis, vor dem Abmarsch in die Hölle, an deren Existenz die meisten dieser trauernden Menschen ja gar nicht mehr glaubten.

Und wie mir diese Gedanken so durch den Kopf gingen, und ich dazu immer nur  meinen Kopf verneinend hin und her bewegte – zum Zeichen Unverständnisses über diese Diskrepanz zwischen meiner Lage und den Trauergedanken der Hinterbliebenen, da erhebe ich meine Augen nach oben, sehe die Augen meiner Mutter und unsere Blicke treffen sich. Wir schauen uns an, schauen uns direkt in die Augen.

Und unter großen Schmerzen rufe ich meiner Mutter zu:

„Mami! Was für eine Schande. Sie verdammen mich. Dorthin, wo ich jetzt gehen muss, werde ich nie mehr zurückkommen und wir werden uns nie wieder sehen können.“

In diesem Augenblick wird meiner Mutter eine große, wunderbare Gnade gewährt. Sie war ja die ganze Zeit ganz unbeweglich und starr. Und auf einmal wird es ihr gestattet, ihre zwei Finger nach oben zu erheben und sie macht mir damit eindeutige Zeichen, auch nach oben zu schauen. Und im gleichen Augenblick fallen von meinen Augen zwei große Krusten ab, die mir unvorstellbare Schmerzen bereiteten und die der Grund für meine geistige Blindheit waren. Sie fallen also von mir ab, und ich sehe plötzlich etwas unbeschreiblich Schönes, in der Mitte unseren HERRN JESUS CHRISTUS.

Zugleich kommt es mir in den Sinn, wie eine meiner Patientinnen einmal mir gesagt hat:

„Schauen Sie Frau Doktor, und schreiben Sie sich das hinter ihre Ohren. Sie sind sehr materialistisch eingestellt, aber eines Tages werden sie sich erinnern und an das denken, was ich Ihnen jetzt sage. Ja, sie werden es sogar bitter nötig haben. Wenn Sie in größter Gefahr sind, der sie nicht mehr entrinnen können. Es ist dabei gar nicht wichtig, welcher Art diese Gefahr ist. Wenn Sie also in dieser Situation sind, dann rufen Sie einfach Unseren HERRN JESUS CHRISTUS an und bitten IHN, dass ER sie mit SEINEM Kostbaren, Heiligen Blut bedecken und schützen möge. Auf diese Art und Weise wird ER sie nie und nimmer  verlassen oder allein lassen. Denn ER hat mit SEINEM Kostbaren, Heiligen Blut das Lösegeld auch für Sie und Ihr Seelenheil bezahlt!“

Und in größter Reue und Scham, mit großen Schmerzen in meinem Herzen begann ich aus vollsten Lungen zu schreien:

„HERR JESUS CHRISTUS, hab Mitleid mit mir! Vergib mir! HERR, gewähre mir doch eine zweite Gelegenheit!“

Und daraufhin erlebe ich den schönsten Moment dieser ganzen Geschichte. Es fehlen mir einfach die Worte, um diesen Augenblick richtig zu beschreiben. ER, Unser HERR JESUS CHRISTUS, kommt herunter und holt mich aus diesem schwarzen, grausigen Schlund, aus diesem Angst erregenden Loch heraus.

Und als ER mich abholte und bei der Hand nahm, sind all diese Ungeziefer, diese schlutzigen, ekelerregenden Viecher und diese brennenden Flecken, die ich vorher spürte, von meinem Körper abgefallen und der ganze Boden unter mir war voll mit diesem Unrat.

ER hebt mich also nach oben und bringt mich zu dieser ebenen Stelle, die ich schon vorher beschrieben habe. Und mit dieser unermesslichen, einfach mit menschlichen Worten nicht auszudrückenden Liebe sagt ER zu mir:

„Du wirst zurückkehren auf die Erde, Du wirst Deine zweite Chance bekommen…“

 – aber er sagt dabei auch sehr ernst:

„Aber diese Gnade der Rückkehr bekommst Du nicht wegen der vielen Gebete Deiner Freunde und Familienangehörigen. Denn es ist ja zu erwarten und ganz normal, dass Deine eigene Familie und die Leute, die dich schätzen,  für Dich beten und MICH deinetwegen anflehen. Sondern Du kannst zurückkehren wegen der Gebete von so vielen Menschen, die nicht von Deinem Fleisch und Blut  sind, und die nicht zu Deiner Familie zählen. So viele Dir ganz fremde Menschen haben bitterlich geweint, mit zerbrochenem Herzen und aus tiefster Seele zu MIR gebetet und haben mit einem Gefühl größter Liebe und Zuneigung für Dich Ihr Herz zu mir erhoben.“ 

(Vergleiche: Heilige Messe „Erhebet die Herzen“ – „Wir haben Sie beim HERRN“)

Und in diesem Augenblick sehe ich, wie eine Unzahl von Lichtern, wie kleine weiße Flammen, die voll mit selbstloser, reiner Liebe sind,  zu leuchten beginnen. Und ich sehe plötzlich alle Personen, die für mich beteten.

Aber eine dieser Flammen war besonders groß, unter allen anderen herausragend und leuchtend, die mehr Licht ausstrahlte als alle anderen. Es war die Flamme der Person, die am meisten selbstlose, wahre Nächstenliebe in ihr Gebet hineingelegt hatte.

Ich interessierte mich also, zu sehen, wer dieser Mensch war, der unbekannterweise so viel Liebe für mich aufgewandt hatte. Und da sagte der HERR zu mir:

„Dieser Mensch, den Du dort siehst, ist eine Person, die so innige und große Zuneigung und zärtliche Liebe für Dich empfunden hat, obwohl ihr miteinander vollkommen unbekannt und fremd seid, wie es für einen Menschen kaum vorstellbar ist.“

Und der HERR zeigte mir, wie das alles passierte. Dieser arme Mann indianischer Herkunft lebte auf dem Lande am Fuß der „Sierra Nevada de Santa Marta“. Es war ein armer und sehr einfacher Landbauer. Er ging zur Heiligen Messe ins Dorf hinunter und war mit einer Inbrunst bei der Messe dabei, wie man es ganz selten sieht. Er hatte zwei Geldscheine bei sich – einen mit 10 und einen anderen mit 5 damaligen Währungseinheiten. Können Sie sich vorstellen, dass er bei der Opferung nicht den 5-er-Schein, sondern trotz seiner Armut den 10-er-Schein beim Absammeln des Messners hergegeben hat.

Und nach der Messe hat er sich mit dem wenigen übrig gebliebenen Geld, noch etwas Brot und Käse gekauft. Diese Lebensmittel wurden ihm – wie es auf dem Land üblich ist – in altes Zeitungspapier vom Vortag (Es war eine Ausgabe der kolumbianischen Tageszeitung „El Espectador“)  eingewickelt.

Als er nun auf dem Heimweg etwas davon essen wollte und diese Brötchen auspackte, sah er auf der Titelseite dieser Ausgabe des „Espectadors“ vom Vortag das Foto von meinem verkohlten Körper, wie er so auf der Straße lag.

Als dieser einfache Mann dieses Foto sah, dessen Bildunterschrift und dessen dazu gehörenden Zeitungsartikel er nicht einmal lesen konnte und sich dazu in aller Eile auch gar keine Zeit nahm, fiel er mit den Knien zu dem Boden und begann so bitterlich und Herz zerreißend zu weinen. Er machte das mit einer so großen, innigen, selbstlosen und kindlichen Liebe und Zuneigung, und er sprach dabei mit weinerlicher Stimme folgendes Gebet:

„VATER im Himmel, mein HERR und GOTT, hab doch Erbarmen mit meinem Schwesterchen. HERR, rette sie, HERR, hilf ihr, HERR, lass sie nicht zugrunde gehen, HERR schaue gnädig herab und nimm Dich ihrer an. Wenn Du mein Schwesterchen rettest, verspreche ich Dir, dass ich zu Fuß zum Heiligtum von Buga (ein Marien-Wallfahrtsort im Südwesten von Kolumbien) pilgern werde, und ich werde dieses Versprechen ganz sicher einlösen, aber komm Du meinem Schwesterchen

zu Hilfe, und rette sie!“

Stellen Sie sich das einmal vor! Ein ganz einfacher und armer Landbauer, der nicht gegen GOTT geschimpft und geflucht hat, weil er Hunger und Durst zu ertragen hatte. Und der einfach ein unvorstellbares Fassungsvermögen für die wahrhaftige, selbstlose, echte Liebe hatte; bietet dem HERRN an, unser großes Land zu durchqueren, um die versprochene Wallfahrt zu machen, für jemanden, den er überhaupt nicht kennt und noch nie im Leben getroffen hat.

Und der HERR erklärt mir:

„Siehst DU nun! Das nenne ich Nächstenliebe!“

(…) und gleich darauf spricht er folgendes zu mir:

„Du wirst zurückgehen auf die Erde. Aber Du wirst dieses Erlebnis nicht nur 1,000 Mal, sondern  1,000 x 1,000 Mal erzählen. Und es wird dabei Menschen geben, die sich nicht ändern werden, obwohl sie Deine Geschichte gehört haben. Und solche Personen werden dann aber mit noch strengeren Maßstäben gerichtet werden. So wie auch bei Dir, bei Deiner nächsten Ankunft werden strengere Maßstäbe für Dein Gericht gelten.“

Auch die Gesalbten, das sind die gottgeweihten Priester des HERRN werden nach strengeren Richtlinien beurteilt werden. Und jeder von denen, die von den vom Herrn gewirkten Wundern dieser Welt Kunde erhalten hat und darum wusste, wird einen strengeren Maßstab zu spüren bekommen. Denn es gibt keinen schlimmeren Taubstummen, als den, der einfach nicht hören will. Und es existiert keine ärgere Blindheit, als die derjenigen Person, die einfach nicht sehen will.

Und alles, was ich Ihnen nun heute hier erzählt habe, meine lieben Schwestern und Brüder im HERRN, ist keine Drohung oder Drohgebärde, auch keine Erpressung, denn unser HERRGOTT hat es nicht nötig, uns zu drohen oder uns zu erpressen.

Das, was Sie heute hier zu Gehör bekommen haben, oder was Sie gerade gelesen haben, ist

Ihre zweite Chance, ist Ihre Gelegenheit,

die wir alle, Sie und ich, nur der unermesslichen Güte Unseres GOTTES zu verdanken haben.

Nützen Sie dieses Angebot. Vielleicht ist es ja auch Ihre letzte Gelegenheit dazu. Und Dank diesem Unserem Gütigen GOTT, habe ich das überlebt, was ich erlebt habe. Und so kann ich Ihnen durch die Gnade GOTTES davon berichten.

Denn wenn Ihnen „Das Buch des Lebens“ aufgeschlagen wird, jedem einzelnen von Ihnen, nämlich dann wenn auch jeder von Ihnen in die Ewigkeit hinüber geht, wenn er stirbt, werden wir alle jeweils diesen ganz gleichen Prozess erleben, und wir werden uns alle so sehen, wie wir wirklich sind, ohne Beschönigungen, mit dem einzigen Unterschied, dass wir auch gegenseitig unsere tiefsten Gedanken und die geheimsten Gefühle in der Gegenwart GOTTES sehen und kennen werden.

Alles wird offenbar und nichts wird geheim bleiben oder unter den Tisch gekehrt. Und das Schönste wird dabei sein, dass jeder von uns direkt vor dem HERRN stehen wird, und wir werden – und zwar jeder einzelne von uns allen hier – wir werden Angesicht zu Angesicht IHM gegenüber stehen.

Und immer und immer wieder wird ER uns „bettelnd bitten“, dass wir uns bekehren, dass wir ins Vaterhaus zurück kehren, zu IHM heim kommen, damit wir neu beginnen und mit IHM und durch IHN neue Geschöpfe werden, denn ohne SEINE HILFE ist uns dies einfach gar nicht möglich.

Sra. Gloria  POLO